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Guter Ton in Heiligengrabe

Drei Chöre geben ein Konzert Guter Ton in Heiligengrabe

Die Idee ist schon 20 Jahre alt – doch sie lebt und wird nicht alt: In der Heiligengraber Stiftskirche geben in der Adventszeit drei Chöre ein gemeinsames Konzert: der Kirchen- und Schwesternchor, die Posaunenbläser und der Gemischten Chor aus dem Ort.

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Der Kirchenchor Heiligengrabe beim gemeinsamen Adventssingen.

Quelle: Christamaria Ruch

Heiligengrabe. Brücken bauen. Vor diesem Hintergrund entwickelte Anfang der 1990er Jahre Pfarrer Peter Heß die Idee eines gemeinsamen Chorkonzertes in der Stiftskirche in Heiligengrabe. Neben dem Kirchen- und Schwesternchor sowie den Posaunenbläsern holte Heß auch den Gemischten Chor aus dem Ort mit ins Boot.

Mittlerweile sind mehr als 20 Jahre seit dem ersten gemeinsamen Konzert ins Land gegangen und am Vorabend vom vierten Advent gehört dieser Auftritt nach wie vor zum guten Ton in Heiligengrabe. Peter Heß war bis 1994 als Ortspfarrer tätig. Am Sonnabend besuchte der Ruheständler erstmals wieder das Adventskonzert und sagte: „Das war damals ein gutes Zeichen, dass wir diese Brücke gebaut haben.“ Denn die Chöre stimmen Jahr für Jahr das Publikum auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

Der Bläserchor

Der Bläserchor.

Quelle: Ruch

Unter den Klängen „Hoch tut euch auf“ des Bläserchores begann am Samstagabend das gut einstündige Konzert. Gleich beim zweiten Stück „Dona nobis pacem“ erhoben die beiden Vokalensemble gemeinsam die Stimme. Sigrun Stahmleder als Leiterin vom Gemischten Chor dirigierte beide Klangkörper und führte den vierstimmigen Gesang sicher. Daneben leitet Claudia Walther den Kirchenchor. „Das mache ich mehr als zehn Jahre und wir sind gut 20 Mitglieder“, sagte sie. Konventualin Elisabeth Hackstein begrüßte die mehr als 100 Zuhörer in der Stiftskirche. „Lassen Sie sich mit adventlichen und weihnachtlichen Klängen auf Weihnachten einstimmen“, sagte sie. Dabei wies sie darauf hin, dass „Singen und Zuhören beim Konzert möglich sind.“ Das Gedicht zum Advent ging einer entscheidenden Frage nach: „Advent, worauf warten wir, kennen wir den, der da kommen wird, wartet er auch auf uns?“ Hackstein unterstrich, dass das Singen im Mittelpunkt des Abends steht und die Lieder von „der freudigen Erwartung im Advent“ erzählen. Denn im Zentrum von Weihnachten steht die Geburt Christi.

Vor zwei Jahren trat der Schwesternchor vom Friedenshort letztmalig mit auf – aus Altersgründen verzichten sie seitdem auf das Mitwirken beim Konzert. Sogar die Kurrendesänger aus dem Ort zogen einst in ihren schwarzen Mänteln und mit Laternen in der Hand mit in die Kirche und sangen dort. Generationen von Mädchen und Jungen reihten sich dort mit ein. Die Diakonissen bauten den Kurrendechor vor Jahrzehnten auf.

Im Wechsel trugen nun beide Vokalchöre ihre Stücke vor und das bedeutete zugleich eine logistische Leistung. Sowohl Sigrun Stahmleder als auch Claudia Walther hatten dabei alle Hände voll zu tun. Bekannte und traditionelle Stücke wie „Tochter Zion“, „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“, „O Bethlehem du kleine Stadt“ oder „Singet fröhlich im Advent“ erklangen dann. Nebeneffekt vom Konzert: Die Besucher konnten die gerade beendete Teilsanierung vom Innenraum erstmals in Augenschein nehmen. Der Altarraum und das Gewölbe erstrahlen in neuem Glanz und die mittelalterlichen Malereinen kommen zur Geltung. Auch der gut sieben Meter hohe Weihnachtsbaum aus dem Stiftsforst trug zur besonderen Atmosphäre bei.

Von Christamaria Ruch

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