Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Gutshäuser bleiben ohne Sanierer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gutshäuser bleiben ohne Sanierer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 28.05.2017
„Interessantes Gutshaus mit Turm“: Heinrichsfelde. Quelle: Sandra Bels
Anzeige
Kyritz

Die Hoffnung vieler zerschlägt sich jetzt, dass den früheren, längst jedoch leerestehenden und maroden Gutshäusern von Mechow und Heinrichsfelde nach dem jüngsten Besitzerwechsel wieder neues Leben eingehaucht wird. „Ich bin nur An- und Verkäufer“, erklärt Ron Geese auf MAZ-Nachfrage. Ziel seines Kaufs beider Gebäude sei also lediglich deren Weiterverkauf. Der 53-Jährige bietet die Immobilien seit einigen Tagen über einschlägige Internetportale bereits wieder an.

Beide Objekte gehörten zuletzt der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Kyritz. Laut ihr ist der Verkauf beider Häuser aber noch gar nicht komplett vollzogen. Für WBG-Chefin Gabriele Schuster sei davon erst zu sprechen, wenn das Geld jeweils eintrifft. Als Stichtag hierfür sei der 27. Mai vereinbart worden – Sonnabend.

Bemerkenswert: Für das sogenannte Schloss in Heinrichsfelde, ein laut Anzeige „interessantes Gutshaus mit Turm, 500 Meter bis zum See, 70 Kilometer bis Berlin“, will Geese knapp 120 000 Euro haben und für das frühere Gutshaus in Mechow, ein „gut erhaltenes Herrenhaus mit hellen Wohnräumen in ruhiger Lage“, sogar fast 130 000 Euro. Bei der Frühjahrsauktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG in Berlin im März gab es den Zuschlag für Heinrichsfelde aber schon bei gerade Mal 20 000 Euro. Das Gutshaus in Mechow war für nur 24 000 Euro unter den Hammer gekommen.

Der Käufer betreibt einen Gnadenhof

„Ich muss ja von irgendwas leben“, erklärt der Händler seinen deutlichen Aufpreis. Damit meine er zugleich nicht sich allein, sondern dass er damit seine Berufung finanziert: Geese ist Tierschützer, hilft beispielsweise Straßenhunden in Rumänien oder kämpft gegen die Tötung von alljährlich Zehntausenden Windhunden in Spanien, die keine Leistung bringen. Auch unterhält Geese einen Gnadenhof. Ende 2011 gründete er die Ron-Geese-Stiftung. Seine „Niederlassung Brandenburg“ findet sich in Selbelang, gelegen zwischen Friesack und Nauen nahe der B 5. Zuvor firmierte er nur im thüringischen Altenburg. „Klar, Tierschutzarbeit läuft sonst über Spenden, doch die sind oft nur schwierig einzuwerben. Daher gründete ich die Immobilien-Firma.“ Aktuell im Portfolio der „Ron Geese Immobilienbesitz“ sind mehrere, jeweils ebenso betagte Mehrfamilienhäuser, ein weiteres früheres Gutshaus, aber auch Gewerbeflächen. Geeses bisheriger Tätigkeitsschwerpunkt lag dabei in Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Viele Interessenten sind wieder abgesprungen

Jede Immobilie finde irgendwann ihren nächsten Käufer, und es gebe preislich immer auch einen „gewissen Spielraum“, sagt der Händler zugleich mit Blick auf erhoffte Interessenten für Heinrichsfelde und Mechow. Dass er diese findet, darin sei er optimistisch. Geese glaube dabei auch an einen Marktwert dieser Häuser, der die von ihm aufgerufenen Preise begründe.

Die WBG jedoch hatte jahrelang vergeblich versucht, neue Nutzer zu finden. Kaufinteressenten seien laut Gabriele Schuster zwar hin und wieder da gewesen, aber nach der Besichtigung stets abgesprungen.

Von Matthias Anke

Die Stadt Kyritz will zum MAZ-Fußballturnier am 30. Juni ab 16.30 Uhr auf dem Kyritzer Sportplatz ein Hanseteam ins Rennen schicken. Dafür werden Kicker gesucht, die früher einmal in der Stadt gelebt haben. Die extra angefertigten Hanseteam-Shirts hatten bei der Tour de Prignitz ihre Premiere.

28.05.2017

Drei Tage probte der Chor vom Wittstocker Gymnasium im Feriengut in Sewekow. Das hat bereits seit 2001 Tradition. Das Programm ist jedes Mal sehr straff und erfordert Disziplin. Am Ende belohnen sich Chorleiterin Sigrun Stahmleder und ihre Sänger mit einem Konzert in der Dorfkirche und kurzen Nächten am Lagerfeuer.

27.05.2017

Im Wusterhausener Wegemuseum können Besucher sich jetzt Räder von anno dazumal anschauen. Etwa 20 Drahtesel, darunter ein Damenfahrer vom Typ Excelsior aus dem Jahr 1924, sind dort in einer Sonderausstellung zu sehen. Bei den Teilnehmern der Tour de Prignitz, die dort am Freitag ihren Kulturstopp einlegten, kam die Schau schon gut an.

27.05.2017
Anzeige