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Gutshaus wird versteigert

Mechow Gutshaus wird versteigert

Das ehemalige Gutshaus in der Mechower Hauptstraße kommt am 24. März in Berlin unter den Hammer. Es steht bereits seit vielen Jahren leer, bröckelt von außen und schimmelt von innen. Bis zuletzt konnte das Haus für Gemeindeaktivitäten genutzt werden.

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Das ehemalige Gutshaus in Mechow soll nach Jahren des Leerstands versteigert werden.

Quelle: Anja Schael

Mechow. Das ehemalige Mechower Gutshaus soll versteigert werden. Es kommt in der Frühjahrsauktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG am 24. März unter den Hammer. Die Versteigerung beginnt um 11 Uhr im Abba Berlin Hotel in der Lietzenburger Straße 89. Sie ist öffentlich. Mindestgebot sind 15 000 Euro.

Das zweigeschossige teilunterkellerte Gebäude wurde etwa 1850 errichtet. Es hat einen dreigeschossigen Anbau, der vermutlich später entstand. Die Gutssiedlung war bis 1657 im Besitz derer von der Weide zu Gantikow und gehörte ab 1657 derer von Platen zu Gantikow. Das dazugehörige Grundstück ist gut 2200 Quadratmeter groß. Die Wohn- und Nutzfläche umfasst 470 Quadratmeter.

Risse im Putz

Seit einigen Jahren bietet das Haus einen eher traurigen Anblick. Es bröckelt von außen und schimmelt innen. Bis zuletzt konnte das Gebäude für Gemeindeaktivitäten genutzt werden. Dafür ist Ortsvorsteherin Petra Höger dankbar. Aber mittlerweile ist der Zustand so schlecht, dass sie schon länger niemanden mehr einlassen kann. Nicht nur der Schimmel sei Schuld daran. Mehrere Risse im Putz würden sich an einigen Stellen bis unter das Dach ziehen. Zuletzt tagte nur noch der Ortsbeirat im früheren Gutshaus. Er trifft sich jetzt bei den Kleintierzüchtern gegenüber. Wenn hinter dem Haus Dorffeste stattfinden, werden die Toiletten noch genutzt.

Das Objekt gehört der Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft. Deren Geschäftsführerin Gabriele Schuster sagte bereits im Oktober 2016 gegenüber der MAZ, dass sie über einen Verkauf nachdenkt. Ein Umbau zu Mietwohnungen würde in ihren Augen keinen Sinn machen. Sie glaubt, dass sich nicht genügend Mieter finden würden.

Kindergarten, Konsum-Verkaufsstelle und Wohnraum

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es verschiedene Nutzungen für das Gutshaus. Es war unter anderem Kindergarten, Konsum-Verkaufsstelle und es gab Wohnraum. Das Objekt war Sitz der LPG und nach 1990 der Agrargenossenschaft und später einer Arbeitsförderungsgesellschaft. Leer steht es seit 2003.

In der Beschreibung für die Versteigerung heißt es, dass Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen etwa 1994/95 stattfanden. Damals seien Kunststoffisolierglasfenster und die Ölzentralheizung eingebaut worden. Die Elektroanlage und die Dacheindeckung seien erneuert sowie Sanitäranlagen installiert worden. Trotz dieser Maßnahmen bestehe jedoch umfassender Sanierungs- und Modernisierungsbedarf.

Von Sandra Bels

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