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Ostprignitz-Ruppin Hafleg-Schlachtern wird Tierquälerei vorgeworfen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hafleg-Schlachtern wird Tierquälerei vorgeworfen
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07:49 08.11.2018
Erneut gerät die Hafleg wegen des Verdachts der Tierquälerei in die Kritik. Quelle: Klaus Dietmar Gabbert
Hakenberg

Im Schlachtbetrieb der Hakenberger Fleisch Gesellschaft (Hafleg) im Kreis Ostprignitz-Ruppin soll es zu Verstößen gegen den Tierschutz gekommen. Das zeigen Filmaufnahmen der Tierschutzorganisation Animal Rights Watch (ARIWA), wie der rbb berichtet.

Demnach werfen die Tierschützer den Betreibern vor, dass auf dem Schlachthof Rinder geschlachtet wurden, die noch nicht fachgerecht betäubt waren. Auf Aufnahmen, die an unterschiedlichen Tagen erstellt wurden und dem rbb vorliegen, sei zu sehen, wie Mitarbeiter des Schlachthofs mehrfach erfolglos versuchen, Rinder mit einem Bolzenschussgerät zu betäuben. Die Rinder hätten aber weiterhin Reaktionen gezeigt.

Untersuchung wegen Korruptionsverdacht

Außerdem zeigten die Bilder, wie die Rinder vor der Schlachtung von einem Arbeiter getreten und mit einem Stock geschlagen werden. Auch Elektroschocker zum Treiben seien eingesetzt worden.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Hakenberger Fleisch Gesellschaft in die Kritik gerät: Im März hatten Beamte des LKA die Räume der Firma wegen eines Korruptionsverdachts durchsucht. Außerdem musste sich Anfang des Jahres ein Schlachter vor Gericht verantworten, weil er einen Bullen mit einem Elektroschocker traktiert haben soll. Gegen Zahlung eines Bußgeldes wurde das Verfahren dann aber eingestellt.

Tierschützer fordern Schließung des Schlachthofes

Die für die Kontrollen zuständige Amtsveterinärin des Kreises, Simone Heiland, kündigte im aktuellen Fall dem Bericht zufolge eine strafrechtliche Prüfung gegen einzelne Mitarbeiter an. Der Geschäftsführer der Hafleg, Jens Winter, bestätigte dem rbb, dass die Aufnahmen Vorgänge in seinem Unternehmen abbilden. Das Vorgehen seiner Beschäftigten sei „nicht akzeptabel“. Ein Mitarbeiter dürfe inzwischen den Hof nicht mehr betreten, ein anderer nicht mehr schlachten, so Winter. Vorläufig sei der Schlachtbetrieb eingestellt worden.

Die Hafleg wirbt damit, dass sie Bio-zertifiziert sei. Man nehme die „Verantwortung für eine ruhige Entladung und eine stressarme Schlachtung“ ernst und garantiere eine „fachgerechte Schlachtung“. ARIWA verlangt die Schließung des Schlachthofes.

Von MAZonline

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