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Ostprignitz-Ruppin Halbzeit in der Johann-Sebastian-Bach-Straße
Lokales Ostprignitz-Ruppin Halbzeit in der Johann-Sebastian-Bach-Straße
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00:19 07.09.2017
Während am Nordende des Bauabschnitts noch Borde und Rinnstein entstehen, ist am Südende schon alles fertig fürs Pflastern. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Die Fortschritte in der Kyritzer Johann-Sebastian-Bach-Straße sind unübersehbar. „Wir haben momentan ungefähr Halbzeit auf der Baustelle“, berichtete Planer Volker Südmeier jetzt dem Bauausschuss der Stadt. Der Zeitverzug von Anfang Juli sei wieder ausgeglichen – nicht zuletzt durch Mehrarbeit an den Abenden und an den Sonnabenden.

Regenmassen hatten Anfang Juli die Baustelle unter Wasser gesetzt. Das zwang zu Änderungen im Bauablauf. Laut Südmeier wurde beispielsweise die Installation der Regenwasserhausanschlüsse vorgezogen, um den Regen besser ableiten zu können. Von der Kreuzung am Marktplatz bis etwa auf Höhe der Bäckerei Armster sei die Entwässerungsanlage inzwischen komplett.

Pflasterer beginnen mit der Arbeit

„Wir werden jetzt anfangen, den Gehweg auszukoffern“, kündigte der Planer Ende vergangener Woche an. Außerdem sollen die Pflasterarbeiten beginnen. Als erstes werde das auf den künftigen Pkw-Stellplätzen beginnen, dann sei die Fahrbahn an der Reihe. Die Zahl der Bauleute werde nun von zehn bis zwölf auf 13 bis 15 steigen. Zuvor habe es vom Ablauf her wenig Sinn gehabt, mehr Personal einzusetzen.

Im Verlauf der Tiefbauarbeiten am Regenwasserkanal sei man auf Spuren von immerhin sechs mittelalterlichen Brunnen gestoßen, berichtet Volker Südmeier. „Wir wollen zwei der Brunnenstandorte an der Oberfläche darstellen.“ Dazu suche man derzeit Einvernehmen mit der Denkmalschutzbehörde. Vermutlich werde das auf eine Markierung im Gehwegpflaster wie beim Brunnenstandort im ersten Bauabschnitt der Johann-Sebastian-Bach-Straße hinauslaufen.

Wasser, Gas, Strom, Telekommunikation

Davon abgesehen förderten die Schachtarbeiten weniger archäologische Funde zu Tage als im ersten Abschnitt. Dem Bauablauf kam das durchaus zugute. Einiges an Arbeit verursachten aber offenbar die vielen Leitungen im Boden, die in dem Zuge umverlegt, repariert und zum Teil erneuert wurden. „Mit Abschluss der Baumaßnahme werden wir sagen können, dass auch alle Medien in Ordnung sind“, sagt der Planer.

Was den Zeitpunkt dieses Abschlusses angeht, zeigt sich Volker Südmeier derzeit recht optimistisch. Die Verzögerung durch den Regen sind, wie erwähnt, inzwischen aufgeholt. „Wir haben sogar ein bisschen Vorlauf und arbeiten daran, dass wir die Maßnahme vorfristig fertigstellen.“ So könnte die Übergabe vielleicht statt am 15. Dezember schon am Nikolaustag erfolgen. Auch die Kosten bewegen sich derzeit im Rahmen. Zwar gab es einigen Mehraufwand wegen des vielen Regenwassers, zugleich hatten aber beispielsweise die Archäologen etwas weniger zu tun als befürchtet.

Von Alexander Beckmann

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