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Ostprignitz-Ruppin Handwerk zwischen gestern und übermorgen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Handwerk zwischen gestern und übermorgen
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14:21 04.11.2016
Einblick in die Schuhmacherwerkstatt. Quelle: : Privat
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Wittstock

Die Sonderausstellung „Handwerk zwischen gestern und übermorgen“ wird in den Kreismuseen Alte Bischofsburg in Wittstock vorbereitet. Am Sonnabend, 12. November, um 14.30 wird die Ausstellung durch den stellvertretenden Landrat Werner Nüse eröffnet. Die Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Ulrike Gutheil, und Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin von Kulturland Brandenburg, werden dabei sein.

Mancher scheint es zu haben, der andere offensichtlich nicht. Das Talent, etwas wirklich gut zu können, ist aber wohl meistens fleißigem Üben zu verdanken. Und so zollt man einem handwerklich gut gefertigten Stück die volle Bewunderung. Handwerk hat goldenen Boden, hieß es früher, und das gilt auch in Zeiten des 3-D-Druckers. Was gab es nicht alles für Spezialisierungen: Ledertauer, Sattler, Tabakspinner, Gelbgießer, Nagel-, Kupfer-, Messer-, Waffen- und Grobschmiede, Büchsenmacher, Beutler, Senkler, Seifensieder und viele andere mehr. Um solches Handwerk heute noch zu finden, muss man schon etwas intensiver suchen. Und die Erzeugnisse sind dann auch deutlich teurer als die industrielle Massenware. Tatsächlich verdanken die deutschen Städte ihre frühe Entwicklung wohl vor allem den Handwerkern. Die führenden Gewerke waren Bestandteil des Viergewerks, in unserer Region gehörten dazu vor allen die Tuchmacher, Bäcker, Schuhmacher und auch die Fleischhauer. Nur ehelich Geborene durften ein Handwerk erlernen. Die gleiche Forderung galt auch für die potenziellen Ehefrauen der Handwerksmeister. Ein Handwerkerleben war hart und begann für die Gesellen nicht selten um 4 Uhr morgens.

Facetten des Handwerkeralltags beleuchtet

Die Sonderausstellung „Handwerk - Werke der Hand“ vom Ausstellungsteam Susann Hellemann und Lothar Binger zeigt nicht nur jede Menge Handwerk, sie beleuchtet auch viele Facetten des Handwerkeralltags. Aus der Sammlung der Kreismuseen Alte Bischofsburg wird die Ausstellung mit bemerkenswerten Originalen ergänzt. Egal ob Steinhammer, Webstuhl, Schuhmacher-Willkommenskrug, Blasebalg oder Mehl-Ausklopfmaschine, eine etwas skurrile Arbeitserleichterung, alle stehen für ein Handwerk. Und Werke der Hand heißt auch, dass man zahlreiche Verfahren innerhalb der Ausstellung ausprobieren und seine eigene Handwerklichkeit austesten kann.

Die Sonderausstellung zeigt regionale Handwerksgeschichte im Rahmen des Themenjahres von Kulturland Brandenburg „Handwerk zwischen gestern und übermorgen“. Außerdem wurde die Ausstellung möglich durch die Förderung der Stiftung der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin und dem Förderverein Museen Alte Bischofsburg.

Diesterweg-Schüler beschäftigen sich mit Handwerk

Handwerk und was man sich darüber erzählt, das nehmen Schüler der Diesterweg-Grundschule auf, die sich ein Jahr theoretisch und praktisch mit historischem Handwerk beschäftigt haben. Während der Veranstaltung kann auch gesponnen, aber auch „gereept“, gehaspelt, gewebt und gefilzt werden, mit den Frauen des historischen Handwerks von der Wittstocker Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Der alte Boston Tiegel von 1890, eine Druckmaschine mit beeindruckender Funktionsweise, wird an diesem Tag ebenfalls in Betrieb gesetzt.

Nebenbei gibt es handwerklich gut gefertigten Kuchen und Kaffee. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Von MAZonline

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