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Handwerker mit Werkzeug für Fünftklässler

Mobile Fabrik in Heiligengrabe Handwerker mit Werkzeug für Fünftklässler

In der Nadelbachgrundschule Heiligengrabe gibt es die AG Mofa (Mobile Fabrik). Mit dem Auto und vielen Werkzeugen kommt Jens Grünke zu den Fünftklässlern. Der 43-jährige schult schon die Jüngsten handwerklich. Ortsansässige Unternehmer und Mitstreiter des Autobahndreieck-Fördervereins unterstützen das Projekt. Sie blicken in die Zukunft.

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Alles griffbereit: Jens Grünke reist mit der Mobilen Fabrik zu vier Schulen der Region.

Quelle: Christamaria Ruch

Heiligengrabe. Das Herzstück befindet sich im Kofferraum des Autos. Wenn Jens Grünke dort die Tür öffnet, taucht erst einmal nur eine große schwarze Kiste auf. Dort steht mit schwarzen Buchstaben auf weißem Untergrund Mofa (mobile Fabrik). Werkzeug aller Art ist das Innenleben dieser Kiste. Und damit gehört es zum Dreh- und Angelpunkt der Mofa-Arbeitsgemeinschaft in der Nadelbachgrundschule in Heiligengrabe. Jeden Donnerstag versammeln sich dort neun Mädchen und Jungen aus der 5. Klasse.

Im Kofferraum des Wagens liegt alles griffbereit für die jungen Handwerker

Im Kofferraum des Wagens liegt alles griffbereit für die jungen Handwerker.

Quelle: Christamaria Ruch

Der 43-jährige Jens Grünke arbeitet seit zehn Jahren als Ausbilder für Holztechnik bei der Pritzwalker Bildungsgesellschaft. Seit 2012 betreut er Mofa in der Schule in Heiligengrabe. Damals setzte der Verein Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock gemeinsam mit der Pritzwalker Bildungsgesellschaft die Mofa-Idee in die Praxis um. In der Nadelbachgrundschule startete damals der sogenannte Testballon. „Grundgedanke von Mofa ist, dass man überall und jederzeit mit dem Werkzeug arbeiten kann. Nur für das Löten wird eine feste Stromquelle benötigt“, sagt Grünke. Mittlerweile sind auch Grundschulen in Meyenburg, Wittenberge und Wittstock auf diesen Erfolgszug aufgesprungen. „Der Unterschied zu einer normalen Arbeitsgemeinschaft (AG) besteht darin, dass Mofa durch Unternehmen der Region finanziell unterstützt wird“, sagt Jens Grünke. In der Grundschule Heiligengrabe ist Kronoply von der ortsansässigen Schweizer Kronogruppe mit von der Partie und finanziert Mofa von Beginn an. Zur Höhe der jährlichen Zuwendungen macht das Unternehmen allerdings keine Angaben. Für Kronoply-Geschäftsführer Hendrik Hecht liegen die Vorteile dieser AG auf der Hand: „Das Interesse am Arbeiten mit Werkstoffen und Technik wird in der Kindheit geweckt, deshalb unterstützen wir das Mofa-Projekt in der Ganztagsschule in Heiligengrabe bereits im vierten Jahr.“

Hier kann auch gebastelt werden

Hier kann auch gebastelt werden.

Quelle: Christamaria Ruch

Jens Grünke kann dies nur bestätigen: „Mofa ist sinnvoll, weil die Kinder handwerklich geschult werden.“ Idealerweise sind seine Schüler bei Eintritt in die AG in der vierten Klasse. „Dann ist das Verständnis für die handwerklichen Bewegungsabläufe am besten entwickelt. Und wenn alles gut geht, bleiben die Schüler bis Ende der 6. Klasse dabei.“

Mit Lötzinn und Lötkolben wird ebenfalls gewerkelt

Mit Lötzinn und Lötkolben wird ebenfalls gewerkelt.

Quelle: Christamaria Ruch

Folgt dann der Übergang in die weiterführende Schule, kann in Technikfächern auf dieses praktische Basiswissen aufgebaut werden. „Die Kinder eignen sich viele Automatismen an und haben dann einfach mehr drauf als Schüler, die das erste Mal mit Werkzeug in Berührung kommen“, sagt Jens Grünke. Hendrik Hecht ergänzt: „Die Kinder bekommen bei Mofa Freude am Basteln und entscheiden sich später vielleicht für eine technische Ausbildung in unserem Werk.“

Der Werkstoff Holz spielt bei Mofa die zentrale Rolle. Sägen, feilen, schleifen oder schmirgeln – von der Pike auf führt Jens Grünke seine Schützlinge in die Welt des Handwerks ein. „Die Schüler ziehen sehr gut mit“ Doch besonders das Löten macht den Kindern Spaß. Denn dabei sehen sie, wie Metall heiß wird und wenig später wieder erstarrt.

Von Christamaria Ruch

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