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Ostprignitz-Ruppin Handys im Klassenzimmer lösen Bedenken aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Handys im Klassenzimmer lösen Bedenken aus
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17:47 26.02.2018
Private Handys sollen laut Bildungsministerium Britta Ernst ins Klassenzimmer Einzug halten. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Wissen per Smartphone oder Tablet vermitteln, wie es Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) fordert? Sie macht sich dafür stark, dass Schüler ihre Smartphones zu Unterrichtszwecken im Klassenzimmer nutzen dürfen. Die Schulen im Altkreis Kyritz finden die Digitalisierung des Klassenzimmers gut. Die Schulleiter sehen aber auch Nachteile. Sie sprechen dabei von rechtlichen, finanziellen und technischen Hürden.

Christine Kruschel leitet die Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule und sagt: „Ich halte das für sehr positiv. Wir arbeiten ja auch schon mit Whiteboards und Tablets im Unterricht.“ Für die Verwendung eigener Geräte sieht sie jedoch Probleme mit dem Datenschutz.

Außerdem sagt sie, dass Kinder aus sozial schwachen Familien benachteiligt werden könnten, weil sie vielleicht nicht so ein hochwertiges Handy haben als andere. „Wenn, dann sollten alle auf einer Stufe stehen und mit den gleichen Voraussetzungen arbeiten können“, so Christine Kruschel. Sie könnte sich dafür subventionierte Technik, wie zu DDR-Zeiten der Taschenrechner, gut vorstellen.

Gymnasium lässt es ruhig angehen

Stephan Mordig, Rektor des Kyritzer Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums, sagt: „Sie glauben gar nicht, wie oft ich in den vergangenen Tagen auf dieses Thema angesprochen wurde.“ Er gibt aber auch gleich zu verstehen, dass er die ganze Sache ruhig angehen will. „Wir haben das erstmal aufgenommen“, sagt er. Für Mordig und seine Kollegen ergeben sich eine Menge Fragen.

Gilt das nur für das Internet? Was ist mit Spielen? Sollen die Schüler untereinander kommunizieren können? Das sind nur einige Fragen, über die im Lehrerkollegium des Gymnasiums bisher nachgedacht wurde. Dabei sind sich alle Lehrer dort einig, dass es noch keine konkreten Vorstellungen für die Umsetzung gibt. Zudem werden Laptop, Beamer und Rechner ohnehin schon im Unterricht eingesetzt.

Land sollte gleiche Grundlagen für alle Schulen schaffen

Stephan Mordig sieht wie seine Kollegin datenschutzrechtliche Bedenken. „Da gibt es noch eine Menge zu tun“, sagt er. Und plädiert dafür, dass vom Land erst einmal die Grundlagen geschaffen werden sollten, dass alle Schulen gleich mit digitaler Technik ausgestattet sind. Da gebe es noch viel Nachholbedarf. Deshalb kann es für ihn auch keine Lösung sein, private Handys in den Unterricht zu holen.

Die Bildungsministerin hatte im MAZ-Interview gesagt, dass es weder dem Bund noch den Ländern gelingen werde, Schulen alle zwei bis drei Jahre mit neuen Endgeräten auszustatten. Das sei auch nicht notwendig, weil viele Kinder und Jugendliche Handys oder Tablets dabei haben. Deshalb habe für sie das Prinzip „Bring your own device“ (Bring dein eigenes Gerät mit) viele Vorteile.

Eine gewisse Grundausstattung müsse jede Schule haben, dann sei auch das Surfen kein Problem. Diese Ansicht vertritt Stephan Mordig. Und das beziehe sich nicht nur auf die Technik, auch die Lehrer müssten weitergebildet werden, besonders die jüngeren Kollegen seien den älteren in diesem Bereich meist weit voraus.

Von Sandra Bels

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