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Hans-Peter Schurz übergibt Taktstock

Neuruppin Hans-Peter Schurz übergibt Taktstock

Hans-Peter Schurz hat schon viele Chöre gegründet und lange Jahre geleitet. Den Taktstock des Landesjugendchores hat er am Sonnabend im Neuruppiner Stadtgarten an seine Nachfolgerin, seine einstige Schülerin Claudia Jennings abgegeben. Umrahmt wurde der Akt von einem umjubelten Konzert zweier von ihm gegründeten Chöre.

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Claudia Jennings empfängt den Taktstock.

Quelle: Regine Buddeke

Neuruppin. Es ist ein stimmgewaltiger Abschied, der am Samstagabend im Neuruppiner Kulturhaus Stadtgarten vor vollen Reihen gefeiert wird. Hans-Peter Schurz, Chorvater Neuruppins, übergibt den Taktstock des 1992 von ihm gegründeten Landesjugendchores an seine Nachfolgerin Claudia Jennings. Sie hat in Brasilien bei ihm studiert, ist seit zwei Jahren seine Stellvertreterin im Chor. Was könnte für diesen Abschied passender sein als ein Konzert des Chores – gemeinsam mit dem Märkischen Jugendchor – dem ersten von Schurz gegründeten Chor, 1967 war das. Viele der Mitglieder des Chors des Schinkel-Gymnasiums sind nach dem Abitur dem Landesjugendchor beigetreten. Schurz vermochte es stets, seine Chöre zu nationalen und internationalen Erfolgen zu führen. Dafür wurde er 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

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Es ist ein Abschied: Hans-Peter Schurz tritt als künstlerischer Leiter des Landesjugendchores zurück. Den Taktstock übergab er an Claudia Jennings – gefeiert wurde mit einem gemeinsamen Konzert des Landesjugendchores und des ebenfalls von Schurz gegründeten Märkischen Jugendchores.

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Der Abschied fällt schwer. „Er war immer extrem inspirierend für uns“, sagen Peter Liebig und Kristin Jagosch einhellig – beide sind über den Märkischen zum Landesjugendchor gekommen und arbeiten daher seit vielen Jahren mit dem Chorleiter zusammen. „Harte Arbeit ist bei ihm Programm – und ich habe auch gelernt, dass sich das auszahlt“, sagt Peter Liebig. „Sein Dirigat hat mich geprägt – ich singe seit 16 Jahren bei ihm“, sagt Jagosch. „Dank ihm weiß ich, wie ich ein Barockstück singen muss und wie ein romantisches Lied.“ Trotz aller Strenge sei er immer ein Stück weit väterlicher Freund, ein Mentor gewesen. „Seine Kalendersprüche habe ich verinnerlicht – etwa: Wer nicht kämpft, hat schon verloren“, erinnert sich Kristin Jagosch. „Und er hat uns über den Tellerrand schauen lassen – musikalisch und geografisch.“ Die alljährlichen Reisen des Landesjugendchores in alle Welt sind sehr beliebt. „Andere mögen es kritisch sehen, dass er so Technik-affin ist und weniger auf Emotionen achtet“, sagt Liebig. „Für meinen Gesang hat es sich aber ausgezahlt. Die Emotionen kommen dann von allein.“

Der Märkische Jugendchor wurde 1967 von Hans-Peter Schurz gegründet

Der Märkische Jugendchor wurde 1967 von Hans-Peter Schurz gegründet.

Quelle: Regine Buddeke

„Es ist schade, dass er aufhört“, sagt Ulrike Schubach, die Jahre nach ihm die Leitung des Märkischen Jugendchores übernommen hat. „Er hat so viel Input gegeben. Ich habe unheimlich viel von ihm gelernt, was mir bei meiner Arbeit mit dem Chor zugutekommt.“

Claudia Jennings freut sich auf die neue Aufgabe. Angst, dass Schurz’ Fußstapfen zu groß sind, hat sie nicht. „Meine Arbeitsweise hat mit seiner viele Berührungspunkte. Ich bin für die Zukunft sehr optimistisch“, sagt sie.

Und Hans-Peter Schurz selbst? „Ich habe es noch gar nicht richtig begriffen“, sagt er. Das komme wohl erst später. „Es waren wunderbare Jahre – ich scheide ohne Wehmut.“ Immerhin wird die Leitung des a-cappella-Chores weiter in seinen bewährten Händen liegen. Dass er nicht gänzlich aus der Chorlandschaft verschwinde, wünschen sich viele, so auch Birgit Jank vom Landesmusikrat Brandenburgs, die eine Laudatio hält – im Publikum sitzen auch Gerrit Große vom Landtag sowie Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde.

Der Landesjugendchor bekommt mit Claudia Jennings eine neue Leiterin

Der Landesjugendchor bekommt mit Claudia Jennings eine neue Leiterin.

Quelle: Regine Buddeke

Dann haben die beiden Chöre das Wort und zeigen eindrucksvoll, was gute Chorarbeit ausmacht. Die Gäste applaudieren stehend.

Von Regine Buddeke

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