Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Hanse-Schau zum Stadtfest

Kyritz Hanse-Schau zum Stadtfest

Kyritzer Heimatverein richtet momentan seine neuen Räume in der Bachstraße ein. Bis zur Eröffnung des Domizils am 29. Juni ist auch die neue Ausstellung fertig. Sie beschäftigt sich mit der Hanse.

Voriger Artikel
Jeder Dritte könnte Blut spenden
Nächster Artikel
Weiter Kritik an neuer Brücke

Angela Städeke (l.), Helmut Wagner und Annette Stenzel stellen die neue Ausstellung zur Hanse zusammen.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Ein großes Puzzle fügt sich dieser Tage in der neuen Kyritzer Heimatstube zusammen. Die Vitrinen füllen sich und die leeren Rahmen an den Wänden bekommen Inhalte. Ein kleines historisches Wohnzimmer entsteht. „Wir sind gerade dabei, uns jeden Raum zu erobern“, sagt Angela Städeke, die seit dem 1. Mai beim Historischen Heimatverein für Kyritz und die Ostprignitz angestellt ist. Die Stelle wird über das Jobcenter und das Programm „Teilhabe am Arbeitsleben“ finanziert und ist bis Ende 2018 befristet.

Bis zur Neueröffnung der Heimatstube am 29. Juni um 17 Uhr in der Johann-Sebastian-Bach-Straße 6 gibt es noch jede Menge zu tun. Die Bassewitz-Ecke ist zum Beispiel noch fertig zu stellen. Im Empfangsbereich soll die Kyritzer Bildergalerie hängen. Auch hier sind noch ein paar Rahmen leer. „Das Ausräumen der alten Heimatstube war ja schon ein Riesenberg“, sagt Angela Städeke, die auch stellvertretende Vereinsvorsitzende ist. Das Einräumen der neuen Räume sei aber noch viel schwieriger. „Wir müssen schauen, wo was passt“, so Angela Städeke. Das Domizil ist ein bisschen kleiner als das frühere, dass sich über 92 Quadratmeter erstreckte.

Umgezogen sind die Vereinsmitglieder mit 40 Kartons, zehn Klappkörben und dem kompletten Mobiliar. „Wir hatten zwar alles beschriftet, rätseln jetzt aber trotzdem, in welchem Karton was ist“, so die Vize-Vereinsvorsitzende. Seit dem Umzugsbeginn am 6. April ist schließlich schon ein bisschen Zeit vergangenen. Die Vereinsmitglieder konnten nicht gleich auspacken. Die Ausstellung der Künstlerin Annett Glöckner befand sich erst noch in den Räumen und sorgte für eine zeitliche Verzögerung. Das war aber abgesprochen. „Am 24. Mai konnten wir schließlich loslegen“, so Angela Städeke. Mit dabei waren und sind viele Helfer, denen sie herzlich für ihren Einsatz dankt. „Wir wollen auch diejenigen nicht vergessen, die Hilfe angeboten haben und doch nicht zum Zuge gekommen sind“, so die Vize-Vorsitzende.

Der ursprüngliche Eröffnungstermin war für den 1. Mai vorgesehen. Nun fügt sich die Neueröffnung ins Programm des Kyritzer Hanse-Stadtfestes ein, das am 29. Juni beginnt. Bis dahin ist auch die Ausstellung „Kyritz – Alles Hanse“ fertig. Sie wird um 17 Uhr feierlich eröffnet. Bilder und Texte geben einen Einblick ins Hanseleben. Manfred Michaelis, der Kyritzer Hansebotschafter, hat dem Heimatverein einen großen Wäschekorb voller Ausstellungsstücke als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Er brachte sie von den Hansetreffen mit. Darunter sind zum Beispiel Andenken aus den Hansestädten, Flyer und Bilder. Die Ausstellung ist bis Ende August in der Heimatstube zu sehen.

Die Recherchearbeiten dafür begannen bereits im vergangenen Oktober. Angela Städeke sagt, dass es in den Archiven jede Menge Querverweise auf Kyritz und die Hanse gibt. „Ganz oft findet man Vermerke, wenn es Streitigkeiten oder Unregelmäßigkeiten gab“, so die Kyritzerin. Wenn alles gut lief, sei auch in den Archiven nichts vermerkt worden, fügt sie an.

Zur Ausstellung passt der Vortrag von Sascha Bütow über Kyritz und die Hanse am 1. Juli in der Heimatstube. Auch er gehört zum Stadtfestprogramm. Beginn ist um 11 Uhr. Bütow hat einen Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte an der Universität Rostock inne und ist Hanse-Experte. „Ich bin gespannt, was er uns Neues erzählen kann“, so Angela Städeke.

Von Sandra Bels

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg