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Harsche Kritik am Winterdienst

Rheinsberg Harsche Kritik am Winterdienst

In vielen Rheinsberger Ortsteilen hat der Winterdienst nicht richtig funktioniert. Der Bauausschuss fordert nun, das die Stadt sich mit dem externen Dienstleister auseinandersetzt. Doch weder im Rathaus noch in dem Unternehmen aus Gransee sind die Kritikpunkte bekannt.

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Winter in Rheinsberg kann so schön sein – nicht aber, wenn man auf schneefreie Straßen angewiesen ist und diese nicht bekommt. 2017 gab es große Probleme mit dem Winterdienst

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Die Bilanz ist niederschmetternd: Der Winterdienst hat in diesem Jahr in Rheinsberg an vielen Stellen nicht gut funktioniert. Das wurde im Bauausschuss am Montag deutlich. Je länger die Ausschussmitglieder über die Probleme mit ungeräumten Straßen sprachen, desto mehr Beispiele fielen ihnen ein: in Dorf und Flecken Zechlin, in Beckersmühle und Braunsberg. In Warenthin mussten sich zwei über 70-Jährige den weder geschobenen noch gestreuten Weg selbst freischippen, sagte Christian Monté. In Flecken Zechlin passierte ein Unfall. „Der Mann liegt immer noch im Krankenhaus“, berichtete Björn Plazikowski. In Linowsee sei die Zufahrt zur Jugendbildungsstätte gar nicht von Schnee befreit worden, ergänzte Bauamtsleiter Guido Brückmann. Das sei allerdings auch die einzige Information zu den Problemen, die zu ihm durchgedrungen ist. Deshalb habe sich das Rathaus auch nicht an den externen Dienstleister gewandt. Dafür sei es jetzt auch zu spät, so der Ausschussvorsitzende Jörg Möller. Dennoch sollte das Rathaus handeln – und zwar schnell. „Wir müssen der Firma klar und deutlich machen, dass wir mit der Leistung nicht einverstanden sind“, so Möller.

Sybille Freese, Geschäftsführerin der Granseer Landhandelsvertretung, die seit 2002 in der Gemeinde Winterdienst verrichtet, kann zu der Kritik nichts sagen, weil sie davon nichts weiß. „Es tut mir aufrichtig leid, bei mir ist aber nichts angekommen, dass es Probleme gab.“ Auch in den all den Jahren, seitdem ihr Unternehmen für Rheinsberg tätig ist, habe es keine großen Beschwerden gegeben. Nur ab und an rufe ein Ortsvorsteher an. „Es ist wie überall: Wenn richtig viel Schnee liegt, dann schimpfen alle.“ Die Firma könne es nicht jedem recht machen. „Wir haben einen Vertrag mit der Stadt, den wir erfüllen müssen. Wenn da etwas nicht in Ordnung ist, dann muss die Stadt uns das sagen.“

Bürgermeister Jan-Pieter Rau glaubt, dass die Probleme gar nicht so groß sind, wie es klingt. Vielmehr brauchen die Menschen oft Zeit, um sich an Schnee und die dadurch veränderten Straßenverhältnisse zu gewöhnen. „Da ist es egal, wer der Dienstleister ist. Nach ein paar Wochen Schnee schimpft aber keiner mehr.“ Wenn das Weiß wie in den vergangenen Jahren nur spärlich fällt, trete dieser Effekt allerdings nicht ein – daher auch die aktuelle Kritik an der Dienstleistung, für die Rheinsberg 30 000 bis 60 000 Euro je nach Schneemenge pro Jahr bezahlt hat. Ab diesem Jahr müssen die Anlieger den Winterdienst selbst berappen. Genau darin sieht Frank-Rudi Schwochow ein Problem. „Wenn die Menschen für eine mangelhafte Leistung auch noch bezahlen müssen, dann sehe ich den Stadtfrieden in Gefahr“, so der BVB/Freie Wähler-Stadtvertreter.

Von Celina Aniol

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