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Ostprignitz-Ruppin Hartes Training für Neuruppiner Regatta
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hartes Training für Neuruppiner Regatta
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00:30 28.08.2015
Rudern mit: Leokadja Zabel, Annette Berg, Trainer Patrick Leck, Andrea Voß und Norbert Groß (v.l.). Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Am Anleger des Neuruppiner Ruder-Clubs herrscht derzeit Hochbetrieb. Zehn Tage vor der Regatta „Rudern gegen Krebs“ geht es am Ufer des Ruppiner Sees zu wie in einem Taubenschlag. Pausenlos werden Doppelvierer zu Wasser gelassen, von den Ruderern und Trainern in Beschlag genommen und mit viel Enthusiasmus in Gang gesetzt. Nach anderthalb Stunden kehren die Teams ausgepowert und zufrieden an den Anleger zurück.„Es geht hier wie am Fließband zu“, sagt Patrick Leck mit einem Schmunzeln.

Leck ist einer von vielen Trainern, die ehrenamtlich die Mitfahrer betreuen. Zwar gehen bei der Regatta auch geübte Teams an den Start, doch gerade für die Anfänger sind die drei gemeinsamen Übungseinheiten im Vorfeld wichtig. „Es geht darum, dass die Anfänger erst einmal die Bewegungsabläufe trainieren und dass sie ein Gefühl für das Boot bekommen“, sagt der Coach. Nachdem Leck in den vergangenen Jahren bei der Regatta noch auf dem Steg geholfen hat, ist er nun darum bemüht, den Ruderern beizubringen, wie sie beispielsweise eine Wende auf dem Wasser hinbekommen.

Lecks Schützlinge sind von seiner Art begeistert. „Er bringt sehr viel Geduld mit, ist kompetent, ruhig und ausgeglichen“, schwärmt Annette Berg. „Es ist toll, was er uns Laien beibringt.“ Berg sitzt in einem von sechs Booten, die Leck betreut – in einem Patientenboot. Gemeinsam mit Andrea Voß, Norbert Groß und Leokadja Zabel trainiert sie für das große Ziel, die 430-Meter-Strecke am 5. September vor dem Bollwerk mit möglichst wenig Schlägen zurückzulegen.

Zahlreiche Teams trainieren derzeit mit Doppelvierern auf dem Ruppiner See. Quelle: Peter Geisler

Leokadja Zabel war bereits in den vergangenen beiden Jahren bei „Rudern gegen Krebs“ dabei. Vor vier Jahren bekam sie die Nachricht, an Krebs erkrankt zu sein, seitdem kämpft sie dagegen an. Rudern ist für sie eine Möglichkeit, neue Kraft und neues Selbstvertrauen zu schöpfen, sagt sie. „Du merkst plötzlich, dass du ja doch wieder zu etwas zu gebrauchen bist“, beschreibt Zabel ihre Erfahrungen nach der ersten Regatta. Es sei unglaublich wichtig, an sich zu arbeiten, sich Ziele zu setzen und sich nicht gehen zu lassen, so die Bechlinerin. Parallel nimmt sie am Reha-Sport an den Ruppiner Kliniken teil, doch die verschriebenen Einheiten laufen bald aus. Zabel hofft deshalb um so mehr, Sport im Privaten weitermachen zu können.

Rudern sei eine Möglichkeit, auch wenn ihr die Einheiten manchmal schwer fielen. An Tagen, an denen es nicht so laufe, sei es einfach gut, Teil des Teams zu sein. „Ich denke nur positiv und versuche, auch den anderen zu helfen“, sagt die 79-Jährige. So liegt es Zabel am Herzen, sich fortlaufend mit anderen Betroffenen über Krebs auszutauschen. Sie hofft, eine Art Selbsthilfegruppe in Neuruppin zu gründen, um im kleinen Kreis Ratschläge zu teilen und zu erhalten. „Auch die Familien müssen informiert werden“, sagt Zabel, „sie müssen ebenfalls lernen, damit umzugehen.“

Von Mischa Karth

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