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Ostprignitz-Ruppin Hausgemachte Produkte mit Geschichte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hausgemachte Produkte mit Geschichte
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00:17 21.07.2016
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Karstedtshof

Ein Praktikum lenkte im vergangenen Jahr die Wege von Jo-Louis Thießen in eine andere Bahn. Der 20-Jährige aus Karstedtshof studiert in Berlin Veterinärmedizin und lernte dann während eines mehrwöchigen Praktikums einen Großbetrieb kennen. „Mir war klar, es muss auch eine Alternative zur Massentierhaltung geben“, sagt Thießen.

Gesagt, getan. Doch der junge Mann legte nicht die Hände in den Schoß, sondern baute für seine Idee ein sicheres Fundament. Er informierte sich über Wege in die Selbstständigkeit, büffelte nebenbei weiter fürs Studium und gründete im Januar mit seiner Mutter Eva Paulus die erste eigene Firma. Gemeinsam setzen sie auf Hausgemachtes. „Homemade“, so der Name des Unternehmens, heißt übersetzt „Hausgemacht“. Dabei stehen Landwirtschaft und der Vertrieb der Produkte im Mittelpunkt. „Fünf Schafe bildeten den Grundstock für unsere Herde“, so Jo-Louis Thießen. Sie gehören zur Rasse Rauwolliges Pommersches Landschaf, sind Robusttiere und stehen das ganze Jahr auf der Weide. Sie trotzen Regen, Nässe oder Wind. Mittlerweile ist die Herde auf 40 Schafe angewachsen.

Robustrasse: Das Rauwollige Pommersche Landschaf trotzt Regen, Kälte und Wind. Quelle: Christamaria Ruch

„In diesem Frühjahr hatten wir 23 Lämmer“, sagt Thießen. Stolz und Freude schwingen in seiner Stimme mit, wenn er über diese Arbeit redet. „Wir müssen einfach mal gucken, wohin sich alles entwickelt“, wirft Eva Paulus ein. Denn das Studium ihres Sohnes bündelt ausreichend Zeit und somit widmet er sich unterschiedlich intensiv dem Unternehmen zu. Das Tierwohl steht für Mutter und Sohn an erster Stelle und Eva Paulus sagt: „Die Herkunft der Produkte ist entscheidend, es geht nicht allein darum, dass es Bioqualität ist.“ Das wissen sie mittlerweile aus vielen Gesprächen mit den Kunden. Zu jedem Produkt fällt den beide eine Geschichte ein. Mit Geschichte meinen sie den Ursprung und den Weg der Tiere bis hin zum Fleischprodukt. Neben der eigenen Schafherde setzen sie auf Kooperation und gewinnen weitere Landwirte für ihre Idee. Da kommt Rindfleisch aus Dossow auf die Bestellliste, heimische Früchte, Kräuter oder Honig werden angeboten und weitere Partner gesucht. „Überwiegend aus Brandenburg kommen die Produkte“, so Eva Paulus. Besonders erstaunt sind Thießen und Paulus über das Interesse in der Region. „Wir beobachten, wie Einheimische sich für die regional erzeugten Produkte interessieren und nachfragen.“

Zweimal täglich Besuch in der Herde

Der eigenen Schafherde statten die Besitzer zweimal täglich einen Besuch ab. Täglich versorgen sie die Tiere mit frischem Wasser, ansonsten bieten die Weiden einen reichhaltig gedeckten Tisch. Die Eichen entlang der Weide spenden Schatten. Weit spannen die Bäume ihre Äste aus. Darunter döst die Herde in der Mittagssonne und kaum rollt das Fahrzeug heran, setzt ein vielstimmiger Chor zum Blöken an. Auch Frau Schwarz gehört dazu. Die alte Schafdame macht ihrem Namen alle Ehre. Sie trägt einen unbewollten schwarzen Kopf. Frau Schwarz grast inmitten der 40-köpfigen Herde und ist eine Seniorin unter den Tieren.

Von Christamaria Ruch

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