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Ostprignitz-Ruppin Havarie an Biogasanlage: Arbeiten dauern an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Havarie an Biogasanlage: Arbeiten dauern an
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02:15 09.03.2017
Die Feuerwehr hatte das Firmengelände am Donnerstag aus Sorge vor giftigem Schwefelwasserstoff weiträumig abgesperrt Quelle: Reyk Grunow
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Wuthenow

Die Sanierung rund um die ausgelaufene Biogasanlage in Wuthenow dauert an. Wann der Schaden endgültig beseitigt ist, konnte das Umweltamt des Kreises am Montag noch nicht sagen. Die Mitarbeiter der Biogasanlage und verschiedene andere Firmen sind seit Donnerstag rund um die Uhr im Einsatz, um die Folgen des Unfalls einzugrenzen.

Am Donnerstagnachmittag hatten Mitarbeiter entdeckt, dass die Verbindung zu einem Tank für die Abfallstoffe der Biogasproduktion undicht ist. Der Tank fasst knapp 5000 Kubikmeter flüssigen Schlamms. Innerhalb kürzester Zeit sind etwa zwei Millionen Liter sogenannter Gär­reste ausgelaufen, haben das gesamte Gelände rundherum überflutet und verseucht (die MAZ berichtete). Die untere Wasserbehörde bei der Kreisverwaltung geht davon aus, dass der größte Teil der Jauche in den sogenannten Lankegraben gelaufen ist. Der führt an der Anlage vorbei und an der Lanke in den Ruppiner See.

Tankwagen pumpen rund um die Uhr Wasser aus dem Graben ab

Wären die Gärreste in den See gelangt, hätten sie dort wegen ihrer enormen Nährstoffmenge zu einer Algenpest führen können. Um das zu verhindern, haben Feuerwehr und Mitarbeiter der Firma am Donnerstag den Graben mit Erde zugeschüttet und so den Abfluss der Gärreste gestoppt. Eine Spezialfirma hat zusätzlich den Durchlass unter der Landstraße am Ortseingang von Wuthenow abgedichtet, wo der Graben in Richtung Lanke abfließt. Tankwagen pumpen seitdem dort und auf dem Gelände der Biogasanlage das Wasser aus dem Graben ab.

An der Landstraße in Höhe der Lanke handelt es sich vor allem um unbelastetes Wasser, das sich aus kleineren Gräben und aus den Wiesen rundherum sammelt. Reste aus dem kaputten Tank sollten nicht mehr dorthin kommen. Trotzdem lässt das Umweltamt ständig Wasserproben nehmen. Erst wenn die keine bedenklichen Werte mehr zeigen und der Schlamm aus dem Graben vollständig entfernt wurde, darf der Graben wieder geöffnet werden, hieß es am Montag.

Der verseuchte Boden muss erst noch untersucht werden

Einen Teil des verseuchten Bodens um die Anlage wurde bereits zu Haufen zusammengeschoben. Wie die Erde entsorgt werden kann, stellt sich erst heraus, wenn die Ergebnisse der chemischen Untersuchungen vorliegen.

Die Biogasfirma selbst war bisher nicht zu sprechen.

Von Reyk Grunow

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