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Ostprignitz-Ruppin Heavy-Metal-Festival erneut ausverkauft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heavy-Metal-Festival erneut ausverkauft
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00:17 30.06.2016
Auch die norwegische Band Kampfar wusste, wie die Fans in Protzen zu begeistern sind. Quelle: Andreas Vogel
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Protzen

Die meisten Auftritte der mehr als 20 Bands beim Protzener Heavy-Metal-Festival hat Mario Grimmer am Wochenende gar nicht verfolgen können. Dabei ist der 38-Jährige, der Bäcker in Rohrlack ist, der Cheforganisator von Protzen-Open-Air. Doch Grimmer hatte viel zu tun: Sich abstimmen mit den Bands, mit den Ordnern, mit dem Einlass. Immer wieder war Grimmer gefragt. Immerhin strömten zu dem Festival, das zum dritten Mal in Folge ausverkauft war, mehr als 1000 Fans. Gestört hat ihn das nicht. „Ich bin zufrieden, wenn die Leute mit einem Lächeln wieder nach Hause fahren.“

Das dürfte trotz der Hitze und des zwischenzeitlichen heftigen Regengusses am Samstagnachmittag geklappt haben. Hatte Grimmer für die 19. Auflage des Festivals doch nicht nur kleine deutsche Bands sowie Musiker aus Finnland und Norwegen gewinnen können, die sich auf die härteren Musikklänge und die düsteren Texte spezialisiert haben, sondern ebenfalls Lividity (Englisch für Totenflecke) aus den USA und Brujeria (Spanisch für Hexerei) aus Mexiko. Beide Bands befinden sich gerade auf Deutschland-Tournee, Lividity spielte nach ihrem Auftritt in Protzen am Sonnabend noch in der Nacht in Hamburg.

Schweißtreibend und gut war die Stimmung im Hangar, der knapp 400 Leuten Platz bietet. Quelle: Andreas Vogel

Etwas mehr Zeit hatten die Musiker von Bodyfarm aus den Niederlanden mitgebracht. Der eher unscheinbare Name täuscht: Als Bodyfarm (Englisch für Farm der Leichen) wird ein Gelände bezeichnet, auf dem wissenschaftlich Studien über Verwesungsprozesse von Leichen betrieben werden. Da verwundert es kaum, dass sich die Band aus Amersfoort bei Utrecht dem Death Metal verschrieben hat. In Protzen waren Bodyfarm zum ersten Mal. Gehört hatten sie von dem Festival in dem Hangar aber schon bei anderen Auftritten in Deutschland. Bassist Alex zeigte sich nach dem Auftritt angetan. „Es ist sehr gemütlich hier, schön klein, eine gute Stimmung.“

Bodyfarm würde 2017 gern wiederkommen, wenn es die 20. Auflage von Protzen-Open-Air gibt. Das Programm dafür steht noch nicht. „Wir werden uns etwas einfallen lassen“, versprach Grimmer, der sich auf eine Crew von rund 30 Leuten verlassen kann. Diese sorgte am Sonntag auch dafür, dass die als Zeltplatz genutzte Wiese wieder hergerichtet wurde. Grimmer will nun erst mal wieder online möglichst viele Metal-Bands hören.

Kampfar aus Norwegen mit ihrem Leadsänger Dolk spielt Pagan- und Folk-Metal. Kampfar ist ein alter norwegischer Kampfschrei für Odin, der sowohl als Göttervater als auch als Kriegs- und Totengott gilt. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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