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Heftige Vorwürfe gegen Autofahrer

Rheinsberg Heftige Vorwürfe gegen Autofahrer

Der Alt Ruppiner Joachim Glaser (62) erhebt heftige Vorwürfe gegen einen Rheinsberger Autofahrer. Dieser soll am Montag bewusst auf ihn als Fußgänger zugerast sein. Glaser konnte sich durch einen Sprung in Sicherheit bringen. Der Autofahrer dementiert diesen Hergang, die Polizei ermittelt.

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Die Polzei prüft jetzt die zwei Versionen des Unfalls.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Wenn er nicht zur Seite gesprungen wäre, würde Joachim Glaser jetzt wohl im Krankenhaus liegen. Davon ist der 62-Jährige überzeugt. „Der weiße Caddy ist einfach auf mich zugerast“, sagt der Alt Ruppiner. Glaser ist immer noch entsetzt, was ihm am Montag gegen 10.30 Uhr am Rheinsberger Damaschkeweg passiert ist. Er war zu Fuß auf dem Weg zu einem Bootslagerplatz, der sich in der Nähe des Damaschkeweges am Rheinsberger Rhin befindet, als plötzlich das Auto auf ihn zugefahren sei. Durch den Sprung verletzte er sich leicht am rechten Unterarm. Das findet Glaser nicht weiter schlimm. Doch der Fahrer sei einfach weitergerast und erst nach einigen Minuten zurückgekommen. „Was ich da überhaupt wollte, hat er mich gefragt“, sagt Glaser. Der Alt Ruppiner wurde laut.

Andere Version vom Unfallverursacher

Diesen Hergang bestreitet der 62-jährige Unfallverursacher vehement. Demnach sei er auf dem engen Weg offenbar zu weit rechts gefahren. Als er einen leichten Zusammenstoß bemerkt habe, habe er sein Auto gewendet, sei zurückgekommen und habe gleich die Polizei holen wollen. Glaser habe jedoch gesagt, dass er keine Zeit habe. Daraufhin informierte der Autofahrer wenig später von sich aus die Beamten im Polizeirevier Rheinsberg. Diese wussten bereits von dem Unfall: Glaser hatte sie telefonisch informiert. Am frühen Nachmittag erschien der Alt Ruppiner auf dem Revier und schilderte kurz den Unfallverlauf aus seiner Sicht. Weil er der Polizei nicht traute, wollte er darüber hinaus aber nichts sagen und ging. Die Beamten nahmen daraufhin von Amts wegen eine Strafanzeige auf – und stehen nun vor der schweren Aufgabe zu ermitteln, was sich wirklich am Damaschkeweg wie zugetragen hat.

Es gibt mindestens zwei weitere Zeugen

„Der Beschuldigte hat eine Kollision eingeräumt“, sagte am Donnerstag Dörte Röhrs, die Sprecherin der Neuruppiner Polizei. Gleichwohl sollen Glaser und der Autofahrer noch vernommen und das Auto auf Unfallspuren untersucht werden. Außerdem will die Polizei Zeugen vernehmen. Das könne aber einige Wochen dauern, so Röhrs. Laut Glaser gibt es neben den Unfallbeteiligten wenigstens zwei: Einen Fahrer der Firma Rhinpaddel, der ebenfalls gerade auf dem Damaschkeweg unterwegs war, sowie einen Bauarbeiter. Dieser soll vom benachbarten Supermarkt die Situation gesehen und Glaser das Kennzeichen des Autos mitgeteilt haben.

Ohnehin vermutet die Polizei, dass es zwischen Glaser und dem Autofahrer womöglich eine Vorgeschichte gibt. Die Firma Rhinpaddel, die den Bootslagerplatz in Rheinsberg betreibt, gehört Glasers Frau – und der Platz stößt nicht bei allen Anwohnern auf Gegenliebe.

Von Andreas Vogel

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