Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Hegegemeinschaft gibt auf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hegegemeinschaft gibt auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 14.03.2018
Die neunjährige Lena Hanck staunt über das Muffelwild. Quelle: Felsch
Gühlen-Glienicke

Die Zahl der Trophäen, die alljährlich bei der Hegeschau in Gühlen-Glienicke zu bewundern waren, ist deutlich zurückgegangen. Rund 50 Geweihe von Rot- und Damwild sowie Schwarzwild-Trophäen stellte die Hegegemeinschaft „Ruppiner Heide“ am Sonnabend im Versammlungsraum der Puten-Farm aus – das waren etwa halb so viele wie in den vergangenen Jahren.

Wenig Rotwild, viele Wildschweine

Es wurde deutlich, dass die Abschusszahlen – besonders beim Rotwild – drastisch zurückgegangen sind. „Das mag teilweise daran liegen, das Drückjagden wegen der Stürme und deren Folgen abgesagt werden mussten“, sagte Thomas Neudecker vom Vorstand der Hegegemeinschaft. Für die Tatsache, dass deutlich weniger Kälber aber auch weniger Rehe zu beobachten sind, machen die Jäger die Wölfe verantwortlich. „Sie sind die Schwächsten und die holt sich der Wolf natürlich zuerst.“ Dass auch alte starke Hirsche rar sind, ist für Thomas Neudecker ein Zeichen, dass in den vergangenen Jahren Rothirsche oft zu früh geschossen wurden und nicht alt werden konnten. Wolfsopfer ist oft auch das leicht zu erbeutende Muffelwild, das im Landkreis eine Rarität ist. Zwei Trophäen, geschossen im Revier Rheinshagen, waren bei der Hegeschau zu sehen – wohl zum letzten Mal, denn im Jagdgebiet der Hegemeinschaft leben nur noch wenige Tiere. Für die Gemeinschaft erfreulich sind hingegen die hohen Abschusszahlen beim Schwarzwild. Dank des Einsatzes der Jägerschaft, die sich mit Blick auf die drohende Afrikanische Schweinepest bemüht, die enormen Wildschweinbestände zu reduzieren, sei die Jagd beim Schwarzwild sehr positiv ausgefallen.

Hegegemeinschaft gibt auf

Die Hegemeinschaft traf sich am Sonnabend zum letzten Mal. Der Vorstand der Gemeinschaft von 74 Jagdbezirken erklärte seinen Rücktritt und Nachfolger fanden sich nicht. Damit liegt die Hegemeinschaft durchaus im landesweiten Trend. Die Anzahl der Hegegemeinschaften ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Die Konflikte in vielen Hegegemeinschaften entstehen oft aus den unterschiedlichen Interessen der Mitglieder. Die Überbetonung der wirtschaftlichen Funktion des Waldes ist für viele Jagdberechtigte nicht nachvollziehbar. Für sie steht der Hegegedanke im Vordergrund. Der ehemalige Vorsitzende Werner Ludwig übt Kritik an der Obersten Jagdbehörde des Landes, durch deren Beschlüsse teilweise Jäger und deren Gemeinschaften entmündigt würden. Vorschläge zur nachhaltigen Bewirtschaftung würden nicht gehört. Für Ludwig ist klar: „Die Gemeinschaften sind mehr gewollt.“

Von Cornelia Felsch

Mit Schwung in den Frühling: Das Stabsmusikkorps der Bundeswehr versüßte den Neuruppinern bereits zum 14. Mal das Ende der kalten Jahreszeit. Zum Benefizkonzert zugunsten des Masterprojektes der Neuruppiner Rotarier war auch das Blasorchester der Kreismusikschule dabei.

14.03.2018

69 verschiedene Libellenarten kommen in Brandenburg vor. Glaubt man der aktualisierten Roten Liste, geht es vielen Libellenarten jetzt besser als in vergangenen Jahren. Brandenburg bietet ihnen mit rund 3000 natürlichen Seen und vielen Fließgewässern günstige Lebensräume.

14.03.2018

Vom 10. bis zum 13. Mai findet in Paaren die 28. Landwirtschaftsausstellung des Landes Brandenburg statt. Moderne Landwirtschaftstechnik und rund 1000 Tiere werden dort zu sehen sein – präsentiert von rund 700 Fachausstellern.

14.03.2018