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Hegegemeinschaft präsentiert Geweihe

Versammlung in Gühlen-Glienicke Hegegemeinschaft präsentiert Geweihe

Die Mitglieder der Hegegemeinschaft „Ruppiner Heide“ präsentierten bei einer Schau in Gühlen-Glienicke die Ergebnisse der Jagd. Die Besucher konnten beispielsweise die gigantischen Geweihe von alten Rothirschen bewundern.

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Die Trophäen wurden ausgestellt.

Quelle: Cornelia Felsch

Gühlen-Glienicke. Für die Hegegemeinschaft „Ruppiner Heide“ stand die vergangene Saison im Zeichen des Rotwildes. Seit vielen Jahren haben die Jäger erstmals wieder ihren Plan mit 102 Prozent übererfüllt. Sie schossen 788 Stück Rotwild. Auf der Trophäenschau präsentierte die Hegegemeinschaft am Sonnabend ihre Jagdergebnisse in Gühlen-Glienicke. Dort konnten die Besucher am Nachmittag die gigantischen Geweihe über zehn Jahre alter Rothirsche bewundern.

Bevor die Waidmänner allerdings ihre Türen für Gäste öffneten, trafen sie sich zu ihrer Vollversammlung, um einen neuen Vorstand zu wählen, die kommende Jagdsaison zu planen und das Jagdjahr 2015/2016 auszuwerten. Über 1200 Rehe erlegten die Jäger in der Saison, 48 Tiere kamen auf den Straßen des Landkreises Ostprignitz-Ruppin durch einen Unfall ums Leben. Auf den Plänen der Hegegemeinschaft kommen Rehe allerdings nicht mehr vor. Einen Abschussplan, der bei anderen Wildarten die Grundlage zur Bejagung bildet, gibt es für Rehwild nicht mehr. 2014 hat der Landtag Brandenburgs das Landesjagdgesetz geändert und eine neue Durchführungsverordnung dazu erlassen.

Mehr Muffelwild im Revier

Seit einigen Jahren treffen die Jäger in ihren Revieren um Alt Ruppin zunehmend Muffelwild an. Dieses taucht auch mit 22 Stück auf der Liste der Zielvorgaben auf, geschossen wurden allerdings in der vergangenen Jagdsaison keine Tiere. Wildbewirtschafter Bernd Ohnesorge sieht das eher kritisch: „Wir tun dem Wald keinen Gefallen, wenn wir noch eine weitere Schalenwildart zulassen“, sagte er am Sonnabend. Übererfüllt wurde hingegen auch der Schwarzwildplan. 1170 Wildschweine erlegten die Jäger der Hegegemeinschaft, geplant waren 1115. Beim Damwild wurde der Plan nur zu 74 Prozent erfüllt.

Um nachweisen zu können, wie viele Tiere die Inhaber von Jagdrevieren erlegt haben, müssen Streckenlisten geführt werden, die der Jagdbehörde vorgelegt werden. In manchen Fällen muss auch der gesamte Wildkörper, oder Teile davon, von der Jagdgenossenschaft begutachtet werden. Dies gilt als körperlicher Nachweis. Am Sonnabend diskutierten die Jäger darüber, ob der körperliche Nachweis beibehalten oder abgeschafft werden sollte. Eine Entscheidung darüber gab es an diesem Tag noch nicht. „Auf alle Fälle werde ich einen körperlichen Nachweis anordnen, wenn der Verdacht besteht, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist“, so Andreas Sidow von der Unteren Jagdbehörde.

Am 1. April beginnt das neue Jagdjahr

Nicht alle Tiere, deren Trophäen am Sonnabend zur Schau gestellt wurden, kamen durch den Schuss eines Jägers zu Tode. Im Bereich Katerbow verendete ein Hirsch qualvoll in einem Zaungeflecht, das zum Schutz junger Bäume gedacht war und anschließend nicht beseitigt wurde.

Am 1. April beginnt das neue Jagdjahr. Die Hegeschau gibt nicht nur die Erfüllung der Abschusspläne wieder, sie spiegelt auch die Entwicklung der Wildbestände wider. „Nicht die einzelne Trophäe ist für uns wichtig, sondern der Überblick über die Gesamtpopulation“, sagt Rainer Entrup vom Bundesforstbetrieb West-Brandenburg.

Viele alte Hirsche sind erlegt worden

Für die Besucher ist es der bemerkenswerte Kopfschmuck, der bei der Schau beeindruckt. Von den weiblichen Tieren, die im vergangenen Jahr erlegt wurden, nimmt hier keiner Notiz. „Für uns Jäger ist der weibliche Anteil allerdings mindestens so bedeutsam“, sagt Rainer Entrup.

Dass so viele alte Hirsche erlegt wurden, ist für ihn ein gutes Zeichen. „Es ist für uns wichtig zu sehen, dass es sie gibt, denn die Alten beherrschen das Team“, sagt er. Dennoch müssen sie erlegt werden, da im Alter von 14/15 Jahren der Kauapparat nicht mehr richtig funktioniert und die Nahrung mit den Zähnen nicht mehr aufgeschlossen werden kann. Die Lebenserwartung der Tiere sinkt dann sehr schnell.

Von Cornelia Felsch

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