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Heike und Karl Kropius öffneten das Atelier

Papenbruch Heike und Karl Kropius öffneten das Atelier

Heike Kropius schätzt die Tage des offenen Ateliers. Dann stellt sie in konzentrierter Form ihre Werke aus und stellt sich den Gesprächen. Auch ihr Sohn Karl nutzte das Wochenende, um den Gästen sein Handwerk als Holzbildhauer näher zu bringen. Beide empfingen die Besucher in der Kunststation in Papenbruch.

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Karl Kropius kam auch mit Rita Thiele aus Dresden ins Gespräch.

Papenbruch. Das Lindenholz zeichnet sich durch eine weiche Struktur aus. Damit eignet sich dieser Werkstoff ideal für die figürliche Gestaltung. Kiefer hingegen ist reich an Maserungen. Wenn das Holz in Form gebracht und oberflächlich abgebrannt wird, treten verschlungene Pfade und Linien hervor.

Karl Kropius liebt das Handwerk und im Speziellen das Holz. Er entschied sich nach der Schule für eine Ausbildung zum Holzbildhauer. Nahtlos sattelte der 25-Jährige seine Meisterschule drauf und steht kurz vor dem Abschluss. „Ich liebe das Handwerk“, sagt er. Seine Werke stellte er am Wochenende im Rahmen der Tage des offenen Ateliers aus. Dafür kehrte er aus Jüterbog in seine Heimat Papenbruch zurück. Gemeinsam mit seiner Mutter Heike Kropius empfing er die Gäste und kam dabei auch mit Ingeburg Gädeke aus Wittstock und Rita Thiele aus Dresden ins Gespräch.

Detailgetreue Wiedergabe ist nicht ihr Ding

Heike Kropius wechselte vor drei Jahren das Fach – aus der Schmuckgestalterin ist eine Malerin geworden. „Acryl und Aquarell mag ich und liebe es sehr farbig“, sagt sie. „Beim Schmuck konnte ich nicht so viel experimentieren und nicht so viele Kompromisse eingehen, bei der Malerei ist das ganz anders.“ Immer wieder stellt sie Menschen in den Mittelpunkt ihrer Bilder. „Da kann ich gut Stimmungen ausdrücken, von der Freude bis zur Traurigkeit“, so Heike Kropius. Auch einige Landschaftsbilder aus der Region mischen sich unter die Arbeiten.

Die Malerin Heike Kropius liebt Farbe auf den Bildern

Die Malerin Heike Kropius liebt Farbe auf den Bildern.

Quelle: Christamaria Ruch

„Ich beobachte viel, wenn ich unterwegs bin und verarbeite das dann“, sagt sie. Das Naturalistische, also die detailtreue Wiedergabe, liegt ihr nicht. „Das ist nicht mein Ding.“ Greift sie zu Pinsel und Farbe, setzt sie großzügig das Werkzeug an. Die Linien verschwimmen und damit wandeln sich bekannte Formen zu Neuem. Aus einem normalen Gesicht wird ein schräges Angesicht, bei dem die blonden Haare großzügig den Kopf umschmeicheln. Doch wer sich darauf einlässt und die Bilder näher auf sich wirken lässt, kann die Stimmung und Atmosphäre spüren. Heike Kropius ist eine disziplinierte Künstlerin. „Ich bin Frühaufsteher und arbeite bis Mittag. Das ist am effektivsten für mich“, sagt sie.

Handwerk von der Pike auf gelernt

„Natürlich bin ich vorgeprägt durch meine Familie“, sagt Karl Kropius. Doch das kreative Kunsthandwerk lehnt er bislang als Broterwerb ab. Vielmehr erlernt er von der Pike auf sein Handwerk. Und das kann sich sehen lassen. Egal ob er Spiegelrahmen sägt oder fräst, Menschen als Skulptur darstellt oder an Wandgestaltungen arbeitet – er entlockt Holz Geschichten. Im vergangenen Jahr reichte er eine Arbeit beim Europäischen Gestaltungspreis für Holzbildhauer ein. „Ich möchte mich bekannt machen, habe auch mit meiner Meisterklasse eine Wanderausstellung durch mehrere Bundesländer gestaltet.“

Selbstbildnis

Selbstbildnis: Karl Kropius schälte sein Antlitz aus dem Lindenholz.

Quelle: Christamaria Ruch

Von Christamaria Ruch

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