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Ostprignitz-Ruppin Heiko Weißenfels bringt erste CD raus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiko Weißenfels bringt erste CD raus
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16:48 29.02.2016
Will sich stilistisch nicht festlegen: Heiko Weißenfels. Quelle: Frauke Herweg
Alt Ruppin

Es ist eine Art Chronik seines bisherigen Musiker-Lebens geworden. Am 18. März erscheint Heiko Weißenfels’ erste eigene CD. Einen Tag später feiert der 42-Jährige gemeinsam mit Freunden und Gästen die Record-Release-Party von „Kopfüber in die Zeit“ im Neuruppiner Café Hinterhof. Weißenfels´ musikalische Anfänge mit der Punkband „Boykott“ in Kyritz und die etwas zurückhaltenderen Songs, die er erst in Berlin und später in Alt Ruppin schrieb – sie alle werden auf der CD und dem Konzert zu hören sein. „Ein Best of der letzten 20 Jahre“, sagt Heiko Weißenfels.

Neun Monate hat der Alt Ruppiner gemeinsam mit Jörg Palm an dem Album getüftelt. Ende vergangenen Jahres hatten sie schließlich in Palms Neuruppiner Tonstudio zwölf Songs eingespielt. Heraus kam ein Album, das mal poetisch, mal lakonisch den Alltag von Beziehungen und das Verschwinden von Zeit beschreibt. „Es ist sicherlich kein Konzept­album“, sagt Weißenfels. „Aber Vergänglichkeit ist so eine Art thematischer roter Faden.“

In Berlin fand er ein Label für seine CD

Weißenfels singt meist Deutsch, mal Englisch. „Die Texte sind mir sehr wichtig“, sagt er. Auf der liebevoll selbst gestalteten CD-Hülle lassen sie sich mitlesen. „Übermorgen kommt es anders als es gestern noch war“, so eine der leise melancholischen Zeilen.

Für den besseren Klang und die bessere Qualität seiner CD hat Weißenfels „Kopfüber in die Zeit“ nicht einfach nur brennen, sondern in Süddeutschland pressen lassen. Über ein Berliner Non-Profit-Label ließ er sich Barcode und Katalognummer für das Deutsche Rundfunkarchiv und das Deutsche Musikarchiv geben. „Ich bin kein Perfektionist“, sagt Weißenfels. Gleichwohl stecken in seiner CD jede Menge Liebe und Ambition.

Weißenfels ist musikalischer Autodidakt

Mit 17 hat Weißenfels begonnen, Gitarre zu spielen. Einem Lehrer mochte er sich damals nicht unterordnen. „Das war so dieses Punk-Ding“, sagt Weißenfels, der als Gartenbauingenieur zuletzt in verschiedenen sozialen Projekten gearbeitet hat. „Ich bin ein kompletter Autodidakt.“

Kurze Zeit später spielte er bereits bei der Punkrock-Band „Boykott“ mit, später bei der Alternative-Rock-Band DumB. Musikalisch festlegen will Weißenfels sich bis heute nicht. Er mag Singer-Songwriter wie William Fitzsimmons, Bob Dylan oder Hans-Eckardt Wenzel, aber auch The Cure oder Calexico. „Der Stil liegt irgendwo zwischen allem“, sagt er. „Zeit- und grenzenlos.“

Mit einem Freund arbeitet er auch an einem Rio-Reiser-Programm

Längst arbeitet Weißenfels auch an anderen Musikprojekten. Gemeinsam mit Jörg Palm tüftelt er an einem elektronischen Instrumentalalbum, das bei seiner Präsentation auch von Videoclips begleitet sein soll. In Neuruppin feilt er mit einem befreundeten Musiker zudem an einem Rio-Reiser-Programm.

Sich selbst würde Weißenfels eher als Bandmusiker bezeichnen. Dass er die Bühne im Café Hinterhof ganz allein bespielen muss, ist durchaus eine Herausforderung. „Ich bin eher ein introvertierter Typ“, sagt Weißenfels von sich selbst. „Ein Auftritt ist ein bisschen auch wie ein Striptease – das muss man aushalten.“

Einige seiner Freunde und Bekannten wollen zum Konzert nach Neuruppin kommen. „Es könnte voll werden“, sagt er. Hinterher würde Weißenfels gerne mit ihnen und Gästen an der Feuerschale vor dem Café sitzen. „Freudig aufgeregt“ – damit sei seine jetzige Stimmung am besten beschrieben.

Termin: Record-Release-Party von „Kopfüber in die Zeit“ am Sonnabend, 19. März, im Café Hinterhof, Breitscheid-Straße 38, Neuruppin.

Von Frauke Herweg

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