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Heiligengrabe: Erstmals an einem Tisch

Seniorenvertretungen lernten sich kennen Heiligengrabe: Erstmals an einem Tisch

Es war eine Premiere: Erstmals kamen Vertreter des Seniorenbeirates im Kreis Ostprignitz-Ruppin mit jenen des Seniorenrates im Nachbarkreis Prignitz zu einem Erfahrungsaustausch zusammen. Es war der Anfang eines Zusammenrückens, das beiden Vereinigungen nutzen soll.

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Sigrid Schumacher, Vorsitzende des Seniorenbeirates im Kreis OPR (l.), und ihre Amtskollegin in der Prignitz, Gertrud Madaus.

Quelle: Björn Wagener

Heiligengrabe. Es war ein besonderer Augenblick, der sich am Montag in der Gaststätte Klosterhof in Heiligengrabe vollzog: Erstmals kamen Vertreter des Seniorenbeirates des Landkreises Ostprignitz-Ruppin und des Seniorenrates aus dem Nachbarkreis Prignitz zu einem Erfahrungsaustausch zusammen.

Es ging darum, sich kennenzulernen, gegenseitige Interessen auszuloten, Synergieeffekte zu nutzen und voneinander zu lernen. Nach rund zweistündiger Diskussion stand fest: Es soll nicht der letzte derartige Austausch gewesen sein. Etwa ein- bis zweimal im Jahr könnte es künftig ähnliche Zusammenkünfte geben. Darüber hinaus solle der jeweilige Nachbar zu Informationsveranstaltungen eingeladen werden, die für beide Seiten interessant sind, so zum Thema Pflege. Dieses Fazit zog Sigrid Schumacher, die Vorsitzende des Seniorenbeirates OPR. Neben ihrer Amtskollegin vom Seniorenrat Prignitz, Gertrud Madaus, und einer Reihe von Vertretern aus verschiedenen Seniorenvereinigungen beider Landkreise nahmen auch Sieglinde Heppener, die Vorsitzende des brandenburgischen Landesseniorenrates, und ihr Stellvertreter Wolfgang Puschmann an der Runde teil. Außerdem war Holger Kippenhahn, Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe, zu Gast. Er ist sich sicher, dass im Zuge der Kreisgebietsreform beide Kreise fusionieren werden.

Sorgen ums Ehrenamt

Vor diesem Hintergrund machte sich Sigrid Schumacher Sorgen um das ehrenamtliche Engagement – und zwar aus ganz praktischen Gründen. Denn mit einem erheblich größeren Kreis würden auch die zurückzulegenden Wege sehr weit, etwa zur Kreisverwaltung. Das wiederum erhöhe die Fahrtkosten. Sie sieht es als eine politische Herausforderung an, dennoch die Rahmenbedingungen für ein erfülltes Leben auf dem Lande zu schaffen. Schließlich machten die Senioren, also Menschen über 55 Jahre, 38 Prozent der Bevölkerung im Kreis OPR aus. Gleichzeitig machte sie auch klar: „Wir sind keine Gegenspieler, sondern Partner der Politik, die aber auch Forderungen stellen.“

Gertrud Madaus bezeichnete den Seniorenrat Prignitz als „nicht so clever“ wie die Nachbarn in OPR. „Wir fühlen uns mehr als Informant, wenn es darum geht, Seniorenbeiräte in den Kommunen über bestimmte Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben oder Kontakte zu Wohlfahrtsverbänden herzustellen.“ So gebe es Kontakte zu Pflegeeinrichtungen, die regelmäßig über neue Gesetzmäßigkeiten informieren.

Fragen an den Nachbarn

Beide Gremien tauschten sich über Zuschüsse, Finanzierungen und organisatorische Abläufe aus. Dabei wurde deutlich, dass der eine noch längst nicht alles vom anderen weiß. So gab es Fragen wie „Was ist die Lebenshilfe Prignitz?“ oder „Was ist die Kleine Liga?“ Ersterer Verein umfasst Angebote in Sachen Kinder, Familie, Beratung, Wohnen, Freizeit, Pflege, Bildung und Arbeit. Die Kleine Liga hingegen vereint Wohlfahrtsverbände, die sich dann bei ihren Leistungen absprechen können.

Eine Diskussion kam auf, als es darum ging, warum Schwestern von Pflegediensten nicht auch Patienten bei Bedarf mit dem Auto mitnehmen könnten, falls diese Erledigungen nachgehen müssten. Schließlich sei die Schwester bereits vor Ort. Es wäre also effektiver und günstiger, als womöglich ein Taxi zu rufen. Allerdings wurde diese Idee mit Hinweis auf Versicherungsprobleme und Berufsverbände schnell wieder verworfen. Sieglinde Heppener sah dieses Problem jedoch als „lösbar“ an. Auch fand sie, dass zu viele verschiedene Pflegedienste unterwegs seien. Heike Schulz, die die Kleine Liga vertrat, verwies auf die Wahlmöglichkeit der Pflegebedürftigen, wenn es um die Frage der eigenen Betreuung geht.

Von Björn Wagener

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