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Heiligengrabe will 4000 Euro vergeben

Geld für Jugendarbeit Heiligengrabe will 4000 Euro vergeben

Die Verteilung des Sozialraumbudgets liegt in diesem und im nächsten Jahr in der Verantwortung der Gemeinde Heiligengrabe. Da noch Geld vorhanden ist, hofft die Gemeinde, dass Vereine jetzt Anträge stellen. Bedingung: Es müssen Angebote sein, die alle Kinder nutzen können.

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Das Schwarzlichttheater organisierten die Sozialarbeiter aus Wittstock und Heiligengrabe im Oktober gemeinsam.

Quelle: Björn Wagener

Heiligengrabe. Knapp 4000 Euro sind noch im Topf: Das Sozialraumbudget der Gemeinde Heiligengrabe für dieses Jahr ist bisher nicht ausgeschöpft. Das teilte die Hauptamtsleiterin Christiane Hamelow am Dienstagabend dem Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur und Sport mit. Für dieses Jahr und auch für 2016 stünden insgesamt jeweils 9800 Euro zur Verfügung – 8500 Euro vom Landkreis, 1300 Euro von der Gemeinde. Vorgesehen sei dieses Geld für die Unterstützung der offenen Jugendarbeit in der Gemeinde. Das heißt, wer Geld aus diesem Budget beanspruchen möchte, muss Angebote machen, die allen Jugendlichen offenstehen, nicht nur einem einzelnen Verein oder einem bestimmten Personenkreis. „Das heißt, alle Kinder der Gemeinde Heiligengrabe müssen die Gelegenheit haben, an diesen Angeboten teilzunehmen und auch Kenntnis davon erhalten“, betonte Christiane Hamelow. Ein einfacher Spielenachmittag genüge deshalb nicht, um über das Sozialraumbudget gefördert zu werden.

Bisher sind bei der Gemeinde nur acht Anträge eingegangen

Das macht die Sache offenbar kompliziert. 2015 seien acht Anträge gestellt worden – sieben vom Verein Esta Ruppin, einer vom Verein Dorfleben Heiligengrabe. Das heißt, das Geld fließt größtenteils in Projekte der Schulsozialarbeit. Denn die liegt in den Händen des Vereins Esta Ruppin. Er ist Träger der beiden Schulsozialarbeiterinnen Birgid Blum (Bereich Heiligengrabe) und Anne Köppe (Bereich Blumenthal), die auch für die mobile Jugendarbeit zuständig sind. „Die Qualität der Jugendarbeit an den Schulen soll auch in den kommenden Jahren beibehalten oder sogar noch gesteigert werden“, sagte Christiane Hamelow.

In diesem Jahr seien über das Sozialraumbudget zum Beispiel die Mediationsausbildung oder ein Trickfilmseminar finanziert worden. Das Klassensprecherseminar habe ins nächste Jahr verschoben werden müssen, weil der Veranstaltungsort, das Schullandheim in Schweinrich, momentan als Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung dient. Außerdem könnten auch sogenannte Jugendpflegematerialien, also Ausstattungsgegenstände für Jugendeinrichtungen oder Spielgeräte für die mobile Jugendarbeit, über das Budget finanziert werden. Der Antrag vom Verein Dorfleben in Heiligengrabe beziehe sich auf eben solche Materialien, so Christiane Hamelow. Sie ist zuversichtlich, dass er bewilligt werden könnte.

Die Heiligengraber Vereine sind jetzt besonders gefragt

Damit das vorhandene Geld möglichst doch noch ausgeschöpft wird, seien speziell die Vereinsvorsitzenden der Gemeinde Heiligengrabe vor Kurzem darüber informiert worden, dass das Sozialraumbudget noch nicht aufgebraucht ist. „Der Verein Esta-Ruppin ist erfahren in der Antragstellung. Für unsere Vereine vor Ort dagegen bedeutet das oftmals eine Hürde“, meinte die Hauptamtsleiterin. Sie stehe den Vereinen jedoch unterstützend zur Seite und hoffe, dass sich die Vorsitzenden diesem Thema widmen mögen. Denn das Geld für 2015 dürfe zwar ins nächste Jahr mitgenommen werden, müsse allerdings im ersten Halbjahr ausgegeben werden. Außerdem komme im Januar bereits das Geld für 2016. Angesichts dieser Situation habe sich die Gemeinde für das nächste Jahr vorgenommen, Projekte für die Jugendfeuerwehr mit Hilfe des Sozialraumbudgets zu realisieren.

Die Verteilung des Sozialraumbudgets liegt zunächst für zwei Jahre (2015 und 2016) in der Verantwortung der Gemeinde, die diese Aufgabe vom Landkreis übernahm. Dazu wurde eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Wie es danach weitergeht, wird noch zu diskutieren sein.

Von Björn Wagener

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