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16:36 17.01.2019
Rico Zinke gab in Blumenthal einen Überblick über Gefahren im Internet. Quelle: Christamaria Ruch
Blumenthal

Das Internet ist eine Fundgrube für Daten aller Art. Umso mehr steht bei den Nutzern auch die Sicherheit im weltweiten Netz im Mittelpunkt. Rico Zinke, freiberuflicher Softwareentwickler aus Heiligengrabe, informierte nun in Blumenthal rund um das Thema Sicherheit im Internet.

Die von Dorfkümmerin Deniz Öz organisierte Veranstaltung im Bürgerhaus in Blumenthal. richtete sich vor allem an Anfänger. „Internetdienste können vielfältig in Anspruch genommen werden“, sagte Rico Zinke. Dazu gehören Computer, Tablet, Router, Drucker bis hin zu Smartphones.

Unbekanntes besser sofort löschen

Auch in der Industrie und Infrastruktur setzt sich immer mehr das Internet durch. „Man wird dabei kontrolliert, aber man kontrolliert auch selbst“, sagte Zinke auf die Frage einer Besucherin, ob die Menschen bei ihrem Streifzug durch das Internet einer Kontrolle unterliegen.

Auch wenn der 39-Jährige von sich sagt, „kein knallharter Sicherheitsexperte zu sein“, gab er einen breiten Überblick über Gefahren im Internet. Als Faustregel gilt dabei: Alles, was einem auf seinem Computer oder Tablet unbekannt vorkommt, soll sofort gelöscht werden. Das ist der beste Schutz vor nachhaltigen Angriffen. „Das ist wie beim Enkeltrick, jeder weiß, wie das abläuft, aber trotzdem funktioniert dieser Trick immer wieder“, sagte eine Besucherin.

Hoax – gezielte Falschmeldungen im Internet

Unter so genannten Hoax sind Scherze oder Falschmeldungen zu verstehen. Diese werden über E-Mails oder soziale Medien in Umlauf gebracht. „Der individuelle Schaden hängt vom Inhalt der Hoax ab“, so Rico Zinke. Bei Spam handelt es sich um das unerwünschte Zusenden von Werbeinformationen, aber auch um das künstliche Beeinflussen von Seiten bei einzelnen Suchmaschinen.

Deshalb sollte jeder Nutzer diskret mit seiner eigenen E-Mail-Adresse umgehen. „Auf Werbenachrichten nicht antworten und auf keinen Fall Links öffnen“, sagte Rico Zinke. Auch bei Gewinnspielen oder Einkäufen lauern Gefahren von Spam. „Es ist sinnvoll, mit mehreren E-Mail-Postfächern zu arbeiten“, empfahl er. Auf jeden Fall soll ein Spamfilter auf dem Rechner eingerichtet werden.

Diebstahl der Identität mit großen Folgen

Weit reichende und negative Folgen stehen bei einem Identitätsdiebstahl an. Dabei nutzen Dritte missbräuchlich die persönlichen Daten einer anderen Person. Neben der E-Mail-Adresse können auch Zugangsdaten und Kreditkarteninformationen ausspioniert und zu falschen Zwecken verwendet werden. „Der Schaden hängt davon ab, welche Daten preisgegeben werden“, so Zinke. Schutzmaßnahmen sind etwa das genaue Lesen von Datenschutzerklärungen und allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Bei unterschiedlichen Anbietern sollen unterschiedliche Nutzernamen angegeben werden. „Bei jedem Anbieter ein anderes Passwort nutzen“, sagte Rico Zinke. Außerdem riet er davon ab, sich in fremde oder öffentliche Computer wie etwa in Hotels einzuloggen.

Pishing – Betrüger angeln nach Passwörtern

Auch das Phishing, also das Angeln von Passwörtern, gehört zu den Bereichen, bei denen sensible Nutzerdaten durch Dritte ausspioniert werden. Deshalb empfahl Zinke, „starke Passwörter zu nutzen, die sich nicht einfach über das Wörterbuch herleiten lassen.“ Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen sollen intelligent kombiniert werden.

E-Mails unbekannter Absender sollen auf keinen Fall geöffnet werden; das gilt auch für Links in E-Mails. Die Software auf dem eigenen Rechner muss fortlaufend aktualisiert werden. Auch Cybermobbing, also Mobbing im Internet, kann sich zur folgenreichen Lawine auswachsen. Cybermobbing an sich ist kein eigener Straftatbestand, aber die daraus resultierenden Dinge wie üble Nachrede, Beleidigung oder Verleumdung sind Straftatbestände.

Von Christamaria Ruch

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