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Heiligengrabe Eine der reichsten Kommunen im Land
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Eine der reichsten Kommunen im Land
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15:03 11.03.2019
In die Grundschule in Heiligengrabe wird demnächst kräftig investiert. Quelle: Björn Wagener
Heiligengrabe

Die Gemeinde Heiligengrabe gehört zu den finanzkräftigsten Kommunen im Land Brandenburg. Das sagt Kämmerin Heike Manke. Grund seien vor allem die stark gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen. Die Steuerkraft habe im Vorjahr bei gut vier Millionen Euro gelegen. Im Haushalt 2019 seien es mehr als 7,3 Millionen Euro.

Rund 70 Prozent dieser Einnahmen machten die Gewerbesteuerzahlungen von Swiss Krono aus. „Aber in fast allen Positionen konnten mehr Einzahlungen verbucht werden. Auch für 2018 gibt es nochmals eine Steigerung bei den Gewerbesteuereinzahlungen von rund 1,2 Millionen Euro“, sagt Heike Manke.

Ein Plus von knapp 300.000 Euro

Das schlägt sich positiv auf den Ergebnishaushalt nieder. Er gibt Auskunft über die Situation der Ein- und Ausgaben. Erträgen von insgesamt 11.201.800 Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 10.904.400 Euro gegenüber. Damit ergibt sich für 2019 ein Plus von 297.400 Euro.

Das klingt erfreulich, hat aber auch eine Schattenseite. Denn alle wollen von dem Kuchen etwas abhaben. Die Höhe der Schlüsselzuweisungen – einer finanziellen Unterstützung von Kommunen seitens des Landes – richtet sich nach der Steuerkraft der jeweiligen Kommune.

Keine Unterstützung vom Land

Dabei gilt der Grundsatz: Wer viel einnimmt, bekommt weniger oder gar keine Schlüsselzuweisungen. Letzteres trifft auf die Gemeinde Heiligengrabe zu. In Zahlen seien das rund 815.000 Euro weniger für 2019. Auch in den Folgejahren werde sich daran voraussichtlich nichts ändern, so Manke.

Die hohe Steuerkraft der Gemeinde sorge außerdem dafür, dass 2019 auch ein hoher Betrag als Kreisumlage an den Landkreis OPR abgeführt werden muss – gut 3,25 Millionen Euro. Das seien 872.200 Euro mehr als im Jahr zuvor.

Heiligengrabe unterstützt arme Kommunen

Die gute Finanzlage sorge nicht nur dafür, dass es keine Schlüsselzuweisungen gibt und eine hohe Kreisumlage fällig wird. Es bedeute auch, dass Heiligengrabe als finanzkräftige – im Fachjargon „abudante“ – Gemeinde andere Kommunen im Land finanziell unterstützt, und zwar über eine Finanzausgleichsumlage, die ans Land gezahlt werden muss. Für 2020 seien das 219.800 Euro, für 2021 voraussichtlich 538.800 Euro und für 2022 etwa 70.000 Euro. Grundlage der Berechnungen seien zu erwartende Steuereinnahmen.

Auch im Finanzhaushalt, der die Zahlungsein- und -ausgänge darstellt, sei das Ergebnis positiv. Die pro-Kopf-Verschuldung werde am Jahresende 2019 bei 737 Euro liegen (Vorjahr: 828 Euro). Der kommunale Eigenanteil an Investitionen betrage knapp zwei Millionen Euro, so Manke. Dieser Betrag könne aus „liquiden Mitteln“, also aus eigener Kraft bezahlt werden.

Viele Investitionen stehen an

Zu den wichtigsten dieser Investitionen zählen: der Anbau an die Kita Zaatzke (Eigenanteil: 173.700 Euro); Sanierungsarbeiten bezüglich Elektro, Sanitär und Brandschutz sowie Einbau eines Aufzuges an der Grundschule Heiligengrabe (Eigenanteil: in 2019: 351.000 Euro); der Umbau des Pavillons zum Dorfgemeinschaftshaus samt Außenanlagen (Eigenanteil: 181.200 Euro); der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Zaatzke (Eigenanteil: 404.500 Euro); der Gehwegbau in Papenbruch (Eigenanteil: 202.800 Euro) oder der Umbau eines Versickerungsbeckens zum Feuerlöschteich im Gewerbegebiet (117.400 Euro).

Trotz der hohen Aus- und Abgaben sei es wichtig, weiter in die Gemeinde zu investieren, um sie attraktiv für potenzielle Zuzügler zu halten. „Das ist genau der richtige Weg“, sagte die Blumenthaler Ortsvorsteherin Bettina Teiche jüngst vor den Gemeindevertretern.

Von Björn Wagener

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