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Heiligengrabe Höchster Holzaussichtsturm Deutschlands wird saniert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Höchster Holzaussichtsturm Deutschlands wird saniert
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00:26 02.12.2018
Olaf Oesterle (r.) aus Blandikow hat 500 Euro für die Turmsanierung gespendet. Quelle: Christian Bark
Blumenthal

Für Olaf Oesterle aus Blandikow war es faszinierend, wie vor 14 Jahren aus dem Nichts ein solches Projekt aus dem Boden gestampft werden konnte: Mit seinen 45 Metern gilt der Blumenthaler Holzaussichtsturm als Deutschlands höchster seiner Art, der frei begehbar ist. Doch das Wetter und vor allem Vandalen haben dem Bauwerk in der Vergangenheit schwer zu schaffen gemacht.

„Hohlkörper wachsen leider immer nach“, sagt Detlef Glöde. Als Vorsitzender des Vereins „Aussichtsturmbau Blumenthal“ hat er immer ein Auge auf seinen hölzernen Nachbarn – schließlich wohnt er nur wenige hundert Meter davon entfernt. Doch nach 14 Jahren sei es an der Zeit gewesen, den Turm zu warten und zu sanieren.

Mit Detlef Glöde (r.) bestieg Olaf Oesterle am Donnerstag den Aussichtsturm in Blumenthal. Quelle: Christian Bark

Das sei jetzt im Herbst geschehen. Da wurden Holzplanken ausgetauscht, Sitzbänke auf der obersten Aussichtsplattform installiert, Planken an der unteren Plattform, wo laut Glöde die „Königsstiele“ zusammenlaufen, entfernt.

„Durch die Wärme der Waldbrand-Warn-Computeranlage, hat es in dem Bereich geschimmelt“, berichtet Detlef Glöde. Eben weil die Feuchte durch die Planken nicht habe abziehen können.

Mit seinen 45 Metern ist der Blumenthaler der höchste frei begehbare Holzaussichtsturm Deutschlands. Quelle: Christian Bark

Nun steht die Stelle frei, der Pilz sei mit Chemie und Sandstrahltechnik entfernt worden. Mehr als 13 000 Euro hätten die jüngsten Sanierungsarbeiten gekostet, wobei die Sparkassenstiftung Ostprignitz-Ruppin finanziell mit unter die Arme gegriffen hatte.

Turm misst 45 Meter

Zwischen September 2003 und September 2004 wurde der Blumenthaler Aussichtsturm errichtet. Diesen Herbst folgte eine Sanierung für bisher gut 13 000 Euro, mitfinanziert von der Sparkassenstiftung Ostprignitz-Rupppin. Gut 45 Meter hoch ist der Turm. Er ist damit Deutschlands größter freibegehbarer Holzaussichtsturm. Jedes Jahr besteigen ihn über 7000 Besucher.

Im kommenden Jahr sollen die Blitzschutzanlage erneuert und der Wanderweg zum mit Querrinnen versehen werden.

Das wollte auch Olaf Oesterle. Eigentlich verschickt der freie Kfz-Sachverständige jedes Jahr Weihnachtskarten an seine Kunden. In diesem Jahr will er sich auf eine andere Weise bei ihnen melden und das Postkartengeld lieber der Turmsanierung zukommen lassen. Das sind immerhin 500 Euro.

„Ich bin in Blumenthal aufgewachsen, besteige gern mal den Turm“, sagt Olaf Oesterle. Dort sei sein Geld gut aufgehoben. Und ohnehin sei ja ein Blick vom Turm „mit Geld gar nicht zu bezahlen“.

Detlef Glöde freut sich über die „Spende zur Förderung der Heimatpflege“. Er weiß auch schon, wohin das Geld fließen soll: in die Erneuerung der Blitzschutzanlage, die auch durch Vandalismus beschädigt wurde.

Auch dank der Spende von Olaf Oesterle soll die Blitzschutzanlage demnächst erneuert werden. Quelle: Christian Bark

Bis zur Landesgartenschau 2019 in Wittstock soll sie erneuert sein. Außerdem unterstütze die Gemeinde Heiligengrabe den Bau von Querrinnen entlang des Wanderweges zum Turm, damit dort das Regenwasser abfließen kann.

Am Donnerstag gab Detlef Glöde Olaf Oesterle eine kleine Turmführung. Sprach über Sanierungsvorhaben und erzählte Anekdoten. So habe er Pfingsten zwei nackte Frauen vom Turm steigen sehen. „Später war klar, die haben da oben einen Porno gedreht“, berichtete der Vereinsvorsitzende.

Mehr Informationen zu Turm und Verein hier.

Von Christian Bark

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