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Heiligengrabe Der Klosterladen ist wieder geöffnet
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12:32 29.07.2018
Ladenbetreiberin Marlies Mauguin (r.) stieß mit ihren Gästen bei der Eröffnungsfeier an. Quelle: Christian Bark
Heiligengrabe

Als sie vor drei Jahren erstmals über das Gelände des Klosterstifts in Heiligengrabe gestreift war, hätte sich Marlies Mauguin nicht träumen lassen, das sie einmal Teil dieses „Klosterspiels“ werden würde. Nun hat sich die 51-jährige Berlinerin ihren Traum erfüllt. Am Samstagnachmittag eröffnete sie ihren Klosterladen auf dem Stiftsgelände. „Ich wollte mich eigentlich nur für ein Seminar in Heiligengrabe anmelden, da las ich im Internet, dass man für den Laden einen Pächter sucht“, blickte sie ein Jahr zurück.

Äbtissin Erika Schweizer sprach über die Geschichte des Lindeinerhauses. Quelle: Christian Bark

Aus der Angestellten im Einzelhandel wurde eine Selbstständige. Für diesen Schritt erhielt sie am Samstag viele Glückwünsche. „Ich wünsche mir, dass der Laden ein Ort der Begegnung in unserem Klosterspiel wird“, sagte Heiligengrabes Äbtissin Erika Schweizer.

Stiftsdame gab dem Haus seinen heutigen Namen

Das sei er schon Jahrzehnte zuvor gewesen. Das Haus hatte einst die Stiftsdame Auguste von Lindeiner bewohnt, weshalb das Gebäude heute „Lindeinerhaus“ heißt. Ab 1913 war sie Lehrerin in Heiligengrabe. Wegen fehlender nationalsozialistischer Gesinnung entzog man ihr 1934 die Unterrichtserlaubnis. „Doch sie gab Privatunterricht in ihrem Haus“, berichtete Erika Schweizer. Das Grab der 1945 verstorbenen Stiftsdame befindet sich auf dem Friedhof des Klosterstifts in unmittelbarer Nähe zum Lindeinerhaus unter Linden.

Marlies Mauguin (r.) erhielt zahlreiche Glückwünsche. Quelle: Christian Bark

Seit der Jahrtausendwende war das Gebäude der Äbtissin zufolge als Laden genutzt worden. Zuletzt habe es ein Jahr leer gestanden. „Als bekannt wurde, dass ich den Laden übernehmen werde, sind Künstler und Handwerker von selbst auf mich zugekommen“, sagte Marlies Maugiuin. Zum Beispiel der Kinderbuchautor Winfried Rochner, dessen Bücher nun im Laden zum Sortiment gehören. „Ich kann mir gut vorstellen, dass es hier mal eine Lesung geben wird“, sagte die neue Ladenbesitzern.

Kräuterfee Barbara Sommerfeld (r.) tauschte sich mit Marlies Mauguin aus. Quelle: Christian Bark

Ansonsten setze sie bei ihren Waren auf Regionalität, Fairness und Nachhaltigkeit. So gibt es Honig aus der Prignitz, Marmelade und Tee aus Mecklenburg. Auch die Möbel sind zu verkaufen. Sie stammen vom Holzkünstler Torsten Schulz aus Krakow am See. Er und seine Frau gehörten am Samstag mit zu den ersten Gratulanten bei der Neueröffnung des Klosterladens. Ebenso wie die Wittstocker „Kräuterfee“ Barbara Sommerfeld, die ebenfalls Ambitionen hatte, mit dem Laden zu kooperieren.

Der Klosterladen wird im Sommer mittwochs bis sonntags zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet sein.

Von Christian Bark

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