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Heiligengrabe Kümmerin könnte zur „Ortsteilmanagerin“ werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Kümmerin könnte zur „Ortsteilmanagerin“ werden
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11:42 26.06.2018
Deniz Öz (2.v.l.) hat in Blumenthal bereits einiges bewegt. Quelle: Christamaria Ruch
Blumenthal

Das Pilotprojekt der Kümmerin in Blumenthal läuft Ende September nach einem Jahr aus. Doch Deniz Öz, die diese Aufgabe ausfüllt, solle der Gemeinde Heiligengrabe auch weiterhin erhalten bleiben. Das hat Bürgermeister Holger Kippenhahn während der Ortsbeiratssitzung am Montagabend mitgeteilt.

Gemeindevertreter sollen entscheiden

Deshalb werde die Verwaltung im September eine Beschlussvorlage in die Gemeindevertretung einbringen, deren Ziel es ist, die Stelle zunächst einmal bis Jahresende fortzuführen. Wenn die derzeitige Komplettförderung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wegfällt, seien „nicht unerhebliche Personalkosten“ aufzufangen, weshalb die Gemeindevertreter dem zustimmen müssten. Kippenhahn ist jedoch optimistisch, diese Einwilligung zu bekommen. „Denn unsere Hoffnungen mit diesem Projekt haben sich im Großen und Ganzen erfüllt.“

Mehr Veranstaltungen und Angebote

Im Blumenthaler Bürgerhaus, aber auch im gesamten Ort, gab es mit dem Einsatz von Deniz Öz einen spürbaren Zugewinn an Veranstaltungen und regelmäßigen Service-Angeboten – zum Beispiel Handarbeits-Kreativabende, eine Krabbelgruppe, einen Kinder- und Jugendtreff, einen Nachbarschaftstreff, einen Bürgertreff, aber auch gemeinsames Fußballgucken und vieles mehr.

Deniz Öz freut sich über den Erfolg der Angebote. Beim Public Viewing seien jüngst rund 80 Besucher ins Bürgerhaus gekommen. Auch wenn der Nachbarschaftstreff noch ausbaufähig sei, so zieht sie ein grundsätzlich positives Fazit.

„Ich bin ganz glücklich hier“

Schließlich sollten Bedarfe zunächst ausgelotet werden. Was kommt an, was weniger? „Ich habe versucht, die Wünsche der Leute umzusetzen und auch positive Rückmeldungen bekommen. Ich bin ganz glücklich hier“, sagte sie am Montag. Das Bürgerhaus ziehe auch Bewohner aus umliegenden Dörfern an. Demnächst wolle ein Wirtschaftsmagazin über Blumenthal berichten. Thema: Warum das Leben auf dem Land lebenswert ist.

„Die Außenwirkung ist nicht zu unterschätzen“, sagte Beirätin Gabriele Rohwedder. Auch Beirat Bernd Geyer lobte die Arbeit der Kümmerin und würde es sehr bedauern, wenn sie diese nicht fortsetzen könnte.

Neue Förderung nötig

Deshalb arbeite die Gemeinde daran, die Stelle der Kümmerin über das Jahresende hinaus auch langfristiger zu erhalten, sagte Kippenhahn und nannte einen Zeitraum von etwa drei Jahren. Jedoch müsse das Projekt dann über „eine andere Schiene“ neu gefördert werden, und zwar über das Leader-Programm. Dafür sei es aber nötig, das Konzept zu verändern. Laut Kippenhahn werde an ein gemeindeübergreifendes Kooperationsprojekt gedacht, bei dem neben der Gemeinde Heiligengrabe auch Kyritz, Wusterhausen, Meyenburg und Pritzwalk involviert wären. Entsprechende Absprachen mit dem Büro Blau, das die Leader-Projekte in der Region begleitet, stünden in wenigen Tagen an.

Ortsteilmanagerin statt Kümmerin

Was Heiligengrabe betrifft, so könnte sich Kippenhahn vorstellen, dass aus der Kümmerin künftig eine „Ortsteilmanagerin für den südlichen Gemeindebereich“ wird. Das heißt, sie wäre nicht nur in Blumenthal, sondern auch in Grabow, Herzsprung, Königsberg und Rosenwinkel aktiv.

Von Björn Wagener

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