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Heiligengrabe Kita-Anmeldung: Geburtstag ist entscheidend
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heiligengrabe Kita-Anmeldung: Geburtstag ist entscheidend
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14:56 13.06.2018
Die Kita „Gänseblümchen“ in Zaatzke. Quelle: Björn Wagener
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Heiligengrabe

In der Gemeinde Heiligengrabe entscheidet ab sofort das Geburtsdatum eines Kindes darüber, welchen Platz es auf der Liste der Anmeldungen für die Betreuung in einer Kindertagesstätte einnimmt. Das haben die Gemeindevertreter am Dienstagabend beschlossen.

Bisher war entscheidend, wann die Eltern ihr Kind angemeldet haben. Mit dem neuen Kriterium soll vermieden werden, dass sich Eltern, die ihr Kind extrem früh anmelden, einen Vorteil verschaffen können. Zudem weist Hauptamtsleiterin Christiane Hamelow darauf hin, dass sich auch jene Eltern in der Verwaltung melden sollen, die ihr Kind in einer Kita außerhalb der Gemeinde anmelden möchten. Das sei wichtig, um die Kostenübernahme durch die Heimatkommune mit der Kommune in der sich die Kita befindet, zu regeln.

Forderung: Geschwister sollten nicht getrennt werden

Doch auf der Sitzung der Gemeindevertreter entbrannte noch eine andere Diskussion. Dabei ging es um die Geschwister von Kindern die in der Gemeinde eine Kita besuchen. Mike Koch, ein Vater aus Zaatzke, möchte erreichen, dass Geschwisterkinder bei der Platzvergabe vorrangig behandelt werden. Denn seiner Meinung nach sollten sie nicht in unterschiedlichen Einrichtungen betreut werden. Dieses Ansinnen bekräftigte er am Dienstagabend. Er habe in Ortsteilen, die Zaatzke umgeben, eine Unterschriftenaktion gestartet.

Gut 500 Unterschriften gesammelt

Ergebnis: Gut 500 Unterzeichner hätten sich der Auffassung angeschlossen, dass Geschwisterkinder bei der Betreuung zusammengehören. „’Das sagt doch schon der gesunde Menschenverstand, dass man sie nicht trennt’“, gab Mike Koch ein Zitat einer Frau wieder, der er beim Einsammeln der Unterschriften begegnet sei.

Gemeindevertreter Axel Fischer pflichtete Mike Koch bei. Aus eigener Erfahrung in der Vergangenheit könne er bestätigen, dass sich die Betreuung von Geschwisterkindern in ein und der selben Kita positiven auf deren Entwicklung auswirke. Bürgermeister Holger Kippenhahn sagte, dass es eine echte Gerechtigkeit nicht geben könne.

Kriterien schaffen Vor- und Nachteile

Denn bei einer Bevorzugung von Geschwistern würden immer auch andere Kinder auf der Warteliste verdrängt. „Jedes Kriterium schafft Vor- und Nachteile. Deshalb sollte man mit Kriterien vorsichtig umgehen“, sagte er, empfahl jedoch, dass sich der Bildungsausschuss mit der Auslegung des am Dienstag gefassten Beschlusses noch einmal eingehender befassen möge. Womöglich könnten daraus Feinjustierungen resultieren.

Kippenhahn teilte am Dienstag mit, dass alle Kinder, die in diesem Jahr für die Kita Gänseblümchen in Zaatzke angemeldet wurden, dort auch einen Platz bekommen würden.

Von Björn Wagener

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