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Heiligengrabe Mit künstlichem Regen gegen den Klimawandel
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16:41 28.02.2019
Hans-Heinrich Grünhagen erzielte bei beregneten Kartoffelbeständen drei Mal so hohe Erträge. Quelle: Christamaria Ruch
Wernikow

Derart trockene Sommer wie der vergangene haben Brandenburgs Landwirten schwer zu schaffen gemacht. Auch Hans-Heinrich Grünhagen, der in Wernikow 1700 Hektar Feld mit Weizen, Kartoffeln, Wintergerste und anderen Früchten bewirtschaftet, war der Sommer fast schon „existenzbedrohend“.

„Ich bin kein Freund von hohen Ausgleichzahlungen durch den Staat, viel wichtiger ist die Prävention“, betonte er am Donnerstag. Da trafen sich Partner des Europäischen Innovationspartnerschaftsprojekts (EIP) Pflanzenproduktion im Wernikower Gasthaus Göske zu ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr.

Agrar-und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde informierte sich in Wernikow über ein Forschungsvorhaben zur effektiven Bewässerung von Pflanzen. Quelle: Christian Bark

Mit dabei war auch Agrar- und Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde aus dem Potsdamer Landwirtschaftsministerium. Sie informierte sich dabei über ein Projekt zur präzisen und damit ressourcensparenden Bewässerung in der Pflanzenproduktion. Forscherin Beate Zimmermann stellte das Projekt kurz vor. Es läuft seit 2016 und wird unter anderem auf den Feldern von Hans-Heinrich Grünhagen durchgeführt.

Im Kern des Projekts steht die Optimierung der Steuerungssoftware von Regneranlagen, die für die Pflanzen gerade in Dürrezeiten unerlässlich sind. Gute Erfahrungen hat Hans-Heinrich Grünhagen besonders mit Kreisregnern gemacht, wie er sagte. Über eine Software ließen sich diese simpel steuern.

Beate Zimmermann erklärte das Forschungsprojekt. Quelle: Christian Bark

Allerdings kann die Ressource Wasser wesentlich sparsamer eingesetzt werden, wenn sie am Bedarf jeder einzelnen Pflanze orientiert ist. Um die beste Messmethode für diesen Bedarf dreht sich alles für die Forscher und Projektpartner. Weil Wärmekameraaufzeichnungen durch Drohnen zu zeitaufwändig sind, setzen die Forscher verstärkt auf Satellitenbilder. „Auch dabei gibt es noch Optimierungsbedarf“, sagte Beate Zimmermann.

Auf 570 Hektar setzt Hans-Heinrich Grünhagen Beregnungsanlagen ein und erhöht damit nachhaltig den Ertrag. Quelle: Christamaria Ruch

Noch bis Ende des Jahres läuft das Projekt. Carolin Schilde zeigte sich beeindruckt von den bisherigen Ergebnissen. „Das Projekt leistet seinen Beitrag bei der Digitalisierung der Landwirtschaft“, sagte sie. und außerdem im Kampf gegen den Klimawandel. Eine Förderung von Beregnungssystemen sei für sie eine wichtige Prävention gegen Dürreschäden, wie man sie 2018 gehabt hätte.

Allerdings, und das wurde auf der Sitzung auch angesprochen, sei die Zahl der Landwirte bisher überschaubar, die solche Systeme nutzen würden. Weitere Probleme gebe es bei Genehmigungen für den Bau solcher Anlagen. Hier bedarf es nach Auffassung der Staatssekretärin weiterer Informationsrunden wie jener in Wernikow.

Von Christian Bark

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