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Heimat ist da, wo Zelle fragt

Wusterhausen Heimat ist da, wo Zelle fragt

Der Journalist und seine Crew berichten am Samstagabend im RBB-Fernsehen aus Wusterhausen, Bantikow und Läsikow. Zu sehen sind die Erlebnisse des Fernsehteams im „Heimatjournal“.

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Irma und Bodo Behrendt begrüßen Ulli Zelle.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Wo bitteschön liegt die Heimat? Die staatstragend klingende Frage ließe sich etwas flapsig so beantworten: Immer da, wo Zelle fragt. Ulli Zelle, Reporter in Diensten des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB), Sparte Fernsehen, schürt mit seiner Kollegin Carla Kniestedt Woche für Woche Feuer unterm Kessel, in dem ein Dauerbrenner brutzelt. Das „Heimatjournal“ berichtet aus den beiden Bundesländern. Und das nun schon seit fast 20 Jahren. Da kommen etwa 1200 Sendungen aus Berlin und Brandenburg zusammen, ausgestrahlt immer sonnabends vor den Abendnachrichten.

Was am Wochenende in die Stuben flimmern soll, muss mittwochs hergestellt werden, so, wie in der Gemeinde Wusterhausen. „Hierher zu kommen, hatten wir uns schon lange vorgenommen“, verscheuchte die Redakteurin Silke Cölln jeden Hauch von Annahme, der „Landschleicher“, der gerade erst in Bantikow weilte, habe die Heimatjournalisten angelockt. Dennoch begann die kleine Crew ihre Recherchen bereits am Dienstagabend im Dorf am Untersee. Der Jungunternehmer Monty Kurtzke nutzte die Gelegenheit, sein Hotel „Villa Meehr“ vorzustellen. Zelle & Co. blieben über Nacht und schwärmten tags darauf von tollen Aussichten über das Wasser und einem sehr guten Service in der Herberge. Das taten sie dann schon im Wusterhausener Wegemuseum. Dessen Leiterin Katharina Zimmermann übernahm die Führung, die an einem alten Wegweiser begann. Schwarz auf Gelb stand darauf „Schwerin“ - allerdings in kyrillischer Schrift, was den Moderator zum Bekenntnis veranlasste, von russischer Sprache keine Ahnung zu haben. Die Chefin des Hauses konnte da mühelos aushelfen. Auch, als sie Entstehung, Sinn und Zweck des Museums an der Verbindungsstraße zwischen Berlin und Hamburg erläuterte und auf alle Fragen sofort Antworten wusste, zeigte sie sich absolut kameratauglich. Als Kontrastprogramm erwies sich gut anderthalb Stunden später der Abstecher nach Läsikow. Die Landwirte-Familie Behrendt, bereits in der 4. Generation und damit gut 100 Jahre auf Feld und im Stall am Wirken, präsentierte sich als Clan, der optimistisch in die Zukunft blickt. Als Wortführer der Behrendt und Söhne GbR gab sich Guido zu erkennen. Mit seinem Vater Bodo und dem Bruder Karsten verantwortet er einen Betrieb mit Ackerbau auf 700 Hektar, auf denen vor allem Raps, Weizen und Gerste wachsen, mit 120 Milchkühen, dazu Jungrindern und 70 Mastbullen. Zusätzlicher Waldbau sichert, dass vier Voll- und zwei Teilbeschäftigte auch im Winter Arbeit haben. Seit 1994 haben Behrendts elf Lehrlinge zu Tier- oder Landwirten ausgebildet. Bauer Guido wusste viel zu erzählen. Sohn Emil ist das Nesthäkchen in einer vierköpfigen Kinderschar. Ulli Zelle hatte ihn gleich ins Herz geschlossen.

Was von all dem Erlebten den Weg in die Reportage fand, kann man am Samstag im „Heimatjournal“ ab 19 Uhr im RBB sehen.

Von Wolfgang Hörmann

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