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Ostprignitz-Ruppin Heimatgeschichte im Heftformat
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17:02 14.09.2017
Viele Bilder und kurze Texte illustrieren die bewegte Geschichte des Dorfes. Margitta Schirge ließ 250 Chroniken drucken. Quelle: Christian Bark
Papenbruch

Vor über 16 Jahren schon hat sich Margitta Schirge auf Zeitreise in die Geschichte des Dorfes Papenbruch begeben. Die Pfarrersfrau hatte damals die Information erhalten, dass die Pfarrstelle in Papenbruch nicht wiederbesetzt werden soll. „Dann musste wenigstens jemand die Geschichte des Pfarrsprengels aufarbeiten“, sagt sie. Mit fachmännischer Hilfe durchstöberte sie die Akten des Pfarrarchivs, filterte wichtige Informationen zu den Dörfern heraus und fasste alles in einem Buch zusammen, das 2001 in einer Auflage von 100 Exemplaren erschien.

Die Kirche war in den 80ern stark verwahrlost. Quelle: Christian Bark

„Am meisten haben mich die persönlichen Schicksale bei der Recherche bewegt“, berichtet die Papenbrucherin. Zum Beispiel von Pfarrern, die innerhalb kürzester Zeit ihre Familie durch Krankheit verloren hatten – wie der Vorgänger vom Vater des Orgelbauers Friedrich Hermann Lütkemüller, der im frühen 19. Jahrhundert im Dorf als Pfarrer wirkte und Weihnachten erst seine Ehefrau und kurz nach der Hochzeit mit einer zweiten Ehefrau auch diese verlor.

Innerhalb der Vorbereitungen zum 725. Jahrestag der Ersterwähnung Papenbruchs, hatte Margitta Schirge dann im Auftrag des Gemeindekirchenrates einen Stoffbeutel mit dem Blick vom Mühlenberg sowie dem Schriftzug „725 Jahre Papenbruch“ erstellt. „Ich dachte, dann können wir den Papenbruchern doch einen Teil meines Buches in kompakter Form auf den Ort zugeschnitten anbieten“, sagt Margitta Schirge. Das Material dazu hatte sie ja noch da.

Das Bruchland eines Paffen

1292 wurde „Papenbruc“ erstmalig erwähnt. Damals schenkte Ritter Yo von Königsmarck laut Urkunde dem Kloster Heiligengrabe „eine gewisse Menge Getreide aus der Mühle in Papenbruc.“

Der niederdeutsche Name bedeutet „Sumpfland eines Weltgeistlichen“. Zuvor dürfte an der Stelle aber eine slawische Vorgängersiedlung gestanden haben – es soll „Wenddörpen“ (Wenddorf) geheißen haben.

Der Entschluss war aber relativ spontan gekommen, nur etwa zwei Wochen vor der Jubiläumsfeier des Dorfes, die am vergangenen Wochenende stattgefunden hatte. „Das war eine kleine Schwitztour“, räumt Margitta Schirge ein. Aber es habe sich gelohnt. Immerhin 100 der 250 Chroniken habe sie am Wochenende zum Preis von jeweils drei Euro verkaufen können. „Damit decken wir die Herstellungskosten ab und der Rest wandert in die Sanierung der Papenbrucher Orgel“, erklärt die Pfarrersfrau.

Auch mehr als die Hälfte der 80 Beutel habe die Kirchgemeinde beim Fest verkaufen können. Von den noch 150 vorhandenen Chroniken sollen demnächst 80 an Auswärtige gehen, die mit dem Dorf verbunden sind. „Wir legen die Chronik dem Gemeindebrief bei“,sagt Margitta Schirge. Die übrigen Exemplare stünden zum Verkauf und könnten unter anderem im Pfarrhaus abgeholt werden.

Von Christian Bark

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