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Heimatverein für alle Fälle

Rheinsberg Heimatverein für alle Fälle

Etliches hat der Heimatverein Rheinsberger Seenkette schon gestemmt: Unter seiner Federführung ist der Rheinsberger Töpfermarkt Jahr für Jahr gewachsen, auch der Kunsthandwerkermarkt wird von Robert Franck und seinem Vereinsteam organisiert. Darüber hinaus kümmert er sich um diverse Projekte, um den Tourismus weiter anzukurbeln.

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Ingrid Wagner und Robert Franck wissen, wo es lang geht.

Quelle: Buddeke

Rheinsberg. Die Lage inmitten der Rheinsberger Rhinpassage ist schön zentral. Immer wieder kommen Leute – fragen nach dem Weg, wollen einen Flyer auslegen oder einen mitnehmen. Eine reguläre Tourist-Information ist die Geschäftsstelle des Heimatvereins Rheinsberger Seenkette zwar nicht, aber durchaus eine Unterstützung derselben. Und das seit Gründung des Vereins 1991 – die Bürgermeister der Region waren hierbei die treibende Kraft, um den Tourismus in der Region anzukurbeln und die Akteure zu verknüpfen.

Seit 2007 ist Robert Franck Chef des Vereins, der immerhin 180 Mitglieder zählt: Touristiker, Heimatgeschichtsforscher, Naturbegeisterte, Förderer, auch Auswärtige. „Man wollte einen Jüngeren, nachdem sich der langjährige Vorsitzende Wolfgang Schwarz als Leiter zurückgezogen hatte“, erklärt Robert Franck. Ehe er sich versah, hatte er die Zügel schon in den Händen.

Viele Kooperationen mit dem Naturpark

Geschäftsstellen-Frau Ingrid Wagner – Vereinschef Robert Franck nennt sie „unsere gute Seele“ – hat alles im Blick und Griff. Und auch Franck ist oft genug vor Ort – zu vieles ist immer wieder abzusprechen und zu managen. Der Heimatverein hat eine ganze Stange von Aufgaben, die er sich auf die Fahnen geschrieben hat. „Schützen der Natur, Wahren der Tradition, Förderung von Kunst und Kultur“, beschreibt es Robert Franck – kurz und knapp auf den Punkt gebracht.

Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl von Projekten. Angefangen mit der Wanderwegbeschilderung. „Ein großes, nie enden wollendes Projekt“, sagt Franck. 200 Pfähle mit diversen Wegweisern, dazu etliche Schutzhütten sind in den Jahren seit Gründung entstanden, hunderte Bänke wurden aufgestellt. „Man wollte die Region vernetzen“, erklärt er die gute Beschilderung, die in Kooperation mit dem Naturpark Stechlin entstand. Jetzt habe der Verein viel zu tun damit, das Ganze zu pflegen. „Die Schilder halten ja nicht ewig – wir wechseln aus, wo der Zahn der Zeit, Vandalismus oder Forstarbeiten die Schilder beschädigt haben.“ Auch gelte es ab und an, die Wanderer umzuleiten – etwa wenn gerade die Orchideenwiese blüht oder anderswo die Seeadler brüten.

Flyer in verschiedenen Farben

Auch das Wasser-Wander-Leitsystem ist in dieser Kooperation entstanden – für Rheinsberg ein wichtiges Pfund. Und dafür, dass die Einstiegsstellen für die Kanus- und Kajakfahrer nicht zuwuchern, sorgt der Verein auch. Fledermausquartiere und Vogelnisthilfen gehen ebenfalls auf die Kappe des Heimatvereins. Momentan läuft eine Machbarkeitsstudie, wie der Naturerlebnispfad Zechlinerhütte runderneuert und wiederbelebt werden kann.

Ein wichtiges Tätigkeitsfeld für Robert Franck und seine Helfer sind die Veranstaltungskalender. „Die sind zwar nicht bunt und auf Hochglanz, aber dafür können wir sie in Nullkommanichts aktualisieren, wenn die Kammeroper kurzfristig eine Aufführung um eine Stunde verschiebt“, sagt Robert Franck stolz. Die gelben, grünen und blauen Flyer sind beliebt, viele Vermieter von Feriendomizilen holen sich welche, um ihren Gästen das kulturelle Angebot an Konzerten, Ausstellungen, Märkten und anderen Events zu präsentieren. Der Verein macht im Sommer alle 14 Tage eine Rundtour, um die Flyer in Hotels, bei Bootsverleihern, den Touristinformationen der Region und anderswo auszulegen.

Ältester Standort der Keramik

Etliche der darin enthaltenen Veranstaltungen werden sogar vom Heimatverein selbst organisiert. „Rheinsberg ist Kulturstadt. Das wollen wir fördern“, so Franck. Dem Stadtgeschichteverein biete man alljährlich die Möglichkeit, die Exponate auszustellen, die wenig später den neuen Kalender illustrieren. Das historische Schachspiel in friederizianischer Tracht wird vom Verein gestemmt. Auch Dorffeste, der Zühlener Viehmarkt und das Zechower Schleppertreffen wird vom Verein unterstützt. Nicht zu vergessen der Kunsthandwerker- und der Töpfermarkt. Bei letzterem lässt Franck sich gern von Fachkräften unterstützen: Karl Fulle, Hendrik Schink, die Carstens- und und die Naundorf-Keramik. „Die helfen bei der Auswahl der Aussteller“, sagt Robert Franck. Denn es würden sich immer weit mehr um einen Stand bewerben, als Platz sei. „Drei Wäschekörbe voll.“ Um da die qualitativ besten herauszufiltern und eine gute Mischung zu schaffen, brauche es ein gutes Händchen, so Robert Franck.

Eben Macher, die von der Materie Ahnung haben. Immerhin gelte es, einen hohen Standard zu verteidigen. „Rheinsberg ist der älteste Standort, der durchgängig mit Keramik zu tun hatte.“ 2013 wurde 250-Jähriges gefeiert, mit Buch und Sonderausstellung. „Das war eine große Sache. Da pfiff Herr Franck samt Crew auf dem letzten Loch“, sagt er und schmunzelt. Aber die Keramik sei halt Zugpferd.

Unterstützung erhält der Verein auch vom Amt. „Allein von den Mitgliedsbeiträgen könnten wir das alles nicht leisten“, so der Vereinschef, der noch viele Ziele im Visier hat. „Jetzt würde ich gern auch den Kunsthandwerkermarkt auf das Niveau des Töpfermerktes bringen“, wünscht er sich. „Der ist eben erst zehn Jahre alt und muss langsam wachsen.“ Die Arbeit wird ihm so schnell nicht ausgehen.

Von Regine Buddeke

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