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Ostprignitz-Ruppin Heimatverein rettet Feuerwehrhaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heimatverein rettet Feuerwehrhaus
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00:17 26.10.2016
Die Männer haben am Sonnabend die verrottete Regenrinne erneuert und versucht, das Dach vorsichtig von Moos zu befreien. Quelle: Reyk Grunow
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Radensleben

Das kleine Feuerwehrhaus vom Radensleben hat schon mal bessere Tage gesehen. Allersdings dürfte das schon mehrere Jahrzehnte her sein. Auf den alten Betondachsteinen aus DDR-Produktion hat sich inzwischen eine mehrere Zentimeter dicke Schicht aus Moos gebildet. Die Bretter des Eingangstores sind teilweise so morsch, dass sie beim Berühren zerbröseln. Und im Inneren fällt der Putz an der einen oder anderen Stelle von der Wand.

Aber so leicht lässt sich Radenslebens Heimat- und Kulturverein nicht schrecken. Er hat die einstige Feuerwehrgarage jetzt übernommen. Das Gebäude gehört zwar nach wie vor der Stadt Neuruppin. Aber die hat keine Verwendung mehr für das kleine Haus, seit die Radenslebener Wehr komplett in die neue Wache nach Lichtenberg umgezogen ist. Seit knapp einem Monat hat der Heimat- und Kulturverein das Gebäude in Beschlag, sagt dessen stellvertretender Vorsitzender Tilo Sankowski. Am Sonnabend haben sich die Männer und Frauen zum Rettungseinsatz getroffen.

Der Bürgermeister sagte den Radenslebenern das Haus zu

Mehr als ein halbes Jahr lang hat das Gebäude leer gestanden. Die Liegenschaftsverwaltung im Neuruppiner Rathaus wusste offenbart nicht so recht, was sie damit anfangen sollte, sagt Ortsvorsteher Hardy Richter. Er fürchtete schon, dass die Stadt das Gebäude gleich neben dem einstigen Quast’schen Herrenhaus samt Grundstück einfach verkaufen könnte. „Wir wollten es unbedingt fürs Dorf erhalten“, sagt Richter. Zumal der Heimat- und Kulturverein ganz dringend einen Lagerplatz für seine Zelte, Verkaufsstände, Tische und Stühle gesucht hat, die die Vereinsmitglieder fürs Dorf beschafft haben. Bürgermeister Jens-Peter Golde hat den Radenslebenern schließlich das Haus zugesagt. „Er hat erkannt, dass wir hier etwas brauchen, wenn wir schon so lange auf ein Dorfgemeinschaftshaus warten“, vermutet Tilo Sankowski.

Miete zahlt der Verein nicht, dafür hat er sich verpflichtet, den heruntergekommenen Bau zu erhalten. Große Investitionen sind nicht drin, kleinere müssen aber sein.

Die Dachrinnen sind völlig verrottet, das Dach ist voller Moos

Am Sonnabend ging es vor allem um die alte Dachrinne. Die war von vermoderndem Laub völlig verstopft. Das einst zusammengestückelte Zinkblech der alten Rinne war inzwischen so verrottet, dass die Einzelteile fast auseinanderfielen, als die Männer sie abnehmen wollten. Der Verein hatte neue Zinkblechrinnen besorgt. Thomas Komarowski hatte mit seiner Radenslebener Baufirma zugesagt, sie anzubauen. Natürlich kostenlos.

Vorerst nutzt der Heimat- und Kulturverein das Haus als Lager. Aber es gab sogar schon die Idee, das Gebäude als Basis für ein neues Dorfgemeinschaftshaus zu nehmen. Nach groben Schätzungen aus dem Rathaus würden Aus- und Anbau rund 200 000 Euro kosten, sagt Ortsvorsteher Hardy Richter. Der Ortsbeirat würde zwar am allerliebsten in den Neubau mit einziehen, den die Kirchengemeinde für die Kita plant (die MAZ berichtete). Aber was, wenn das wider Erwarten nicht klappen sollte? Das Feuerwehrhaus könnte immer noch eine Notlösung sein. Am 9. November will der Ortsbeirat sich mit dem Thema befassen.

Von Reyk Grunow

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