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Heinrichsfelde: Streusalz lagert in großen Silos

Straßenmeisterei Heinrichsfelde: Streusalz lagert in großen Silos

Die Straßenmeistereien in der Region haben alle Hände voll zu tun. Seit Silvester sind die Streufahrzeuge nahezu ununterbrochen im Einsatz. Bereits 575 Tonnen Salz haben die Straßenmeister aus Heinrichsfelde bei Kyritz und Pritzwalk gestreut. In Heinrichsfelde lagert das Salz in großen Silos.

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Die Streusalzsilos in Heinrichsfelde sind voll. In jedem Turm können 240 Tonnen gelagert werden.

Quelle: Sandra Bels

Heinrichsfelde/Pritzwalk. Beim ersten Einsatz hat es noch ein bisschen gehakt. „Das kennen wir schon, das ist immer so“, sagt Ulrich Schulze, Leiter der Straßenmeisterei in Heinrichsfelde vom Landesbetrieb Straßenwesen, Niederlassung Kyritz. Er meint die Winterdienstfahrzeuge, die in der Silvesternacht in diesem Winter ihren ersten großen Einsatz hatten. „Seitdem sind sie im Dauereinsatz“, sagt Schulze. Gearbeitet wird in drei Schichten zwischen 3 und 22 Uhr. Nachts ist Ruhe. Sechs Kollegen haben bisher 250 Tonnen Streusalz für die Sicherheit auf glatten Straßen ausgebracht. Mehr Winter war noch nicht.

„Wir haben trotzdem schon einmal Salz nachgeordert“, sagt Schulze. Die Lagerung sei kein Problem. Als im Jahr 2010 das Streusalz knapp wurde, habe sich der Landesbetrieb entschlossen, die Lager zu vergrößern, damit es zu solchen Engpässen nicht mehr kommen kann. Damals wurden die zwei großen Silos auf dem Betriebshof in Heinrichsfelde aufgestellt. Jedes fasst 240 Tonnen Salz. „Und dann haben wir noch die Salzhalle, in der wir 800 Tonnen lagern können“, so Schulze. Gut drei Jahre könne das Salz zudem gelagert werden, fügt er an.

278 Kilometer Straße in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin hat die Straßenmeisterei Heinrichsfelde zu betreuen. „Wir fahren in der Prignitz bis Bad Wilsnack und Kolrep, sagt Schulze. Der Wirkungskreis im Ruppiner Land reicht hin bis nach Friesack. Bis hin nach Wittstock und Breddin Abbau trifft man die Fahrzeuge der Heinrichsfelder Straßenmeisterei ebenfalls an.

Der Ansage, dass es ab dem Wochenende wieder kalt werden soll, sieht Ulrich Schulze gelassen entgegen. „Wir sind vorbereitet“, sagt er. Ansonsten gibt er auf Wetterprognosen nicht viel, schaut sie aber dennoch an. Es kommt aber doch wie es kommt und die Kollegen haben Bereitschaft. „Die Fahrzeuge sind beladen und jederzeit einsatzbereit“, sagt der Leiter der Straßenmeisterei. Die meisten Einsätze werden sowieso frühmorgens gefahren. Über den Tag sind die Straßen dann frei. Schulze hat 26 Jahre Erfahrung in seinem Job. So lange leitet er die Straßenmeisterei schon. Den diesjährigen Winter schätzt er als eher durchschnittlich ein. „Es gab schon Jahre, da war die Salzhalle zu Weihnachten leer“, sagt er.

Feuchtsalz haftet besser auf der Straße und wirkt schneller

Die Straßenmeisterei Heinrichsfelde arbeitet mit Feuchtsalz FS 30. Das ist Trockensalz, dass 30 Prozent Sole enthält, die wiederum einen Salzgehalt von 22 Prozent hat. Der Vorteil. Das Feuchtsalz beschleunigt den Tauprozess, haftet besser auf der Straße und wirkt schneller. „Außerdem kann man es dosierter streuen“, erklärt Schulze. Er fügt an, dass das Feuchtsalz zudem länger liegen bleibt und somit effektiver wirken kann.

Mit Feuchtsalz wird auch in Pritz­walk gearbeitet. Auf dem Gelände der dortigen Straßenmeisterei lagen insgesamt 850 Tonnen Salz. Seit den ersten Streueinsätzen im November wurden schon fast 325 Tonnen verbraucht, wie die Meistereileiterin Dorit Groß informiert. „Spätestens, wenn die Hälfte der Bestände aufgebraucht ist, wird nachgerüstet“, sagt sie. Notfalls könne man auch auf das zentrale Lager in Falkenhagen zurückgreifen. Dort lagern rund 9200 Tonnen Salz.

Priorität haben die Bundesstraßen

In Pritzwalk werden drei Schichten gefahren, zwischen 3 und 22 Uhr sind die Streufahrzeuge zwischen Perleberg und Schweinrich im Westen und Osten sowie zwischen der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern und Kolrep im Norden und Süden unterwegs. „Bei extremer Wetterlage kommen alle sieben Fahrzeuge rund um die Uhr zum Einsatz“, sagt Groß. Ein Fremdpartner könne bei Bedarf noch einen Schneeschieber bereitstellen. Insgesamt 98 Kilometer Bundesstraße, 220 Kilometer Landstraße und 14 Kilometer Radweg bestreuen die 27 Mitarbeiter des Winterdienstes. Jedes Fahrzeug kann rund vier Tonnen Streusalz fassen. „Oberste Priorität haben die Bundesstraßen“, erläutert Dorit Groß.

Doch bislang habe es noch keine nennenswerten Probleme mit dem Winterdienst gegeben. „Wir waren schon im Oktober gut auf den Winter vorbereitet“, sagt die Meistereileiterin. Regelmäßig kontrollierten die Mitarbeiter auf ihren Fahrten die Strecken. Informationen über den Witterungsverlauf beziehen die Schichtleiter zudem über Wetterdienste am Computer.

Von Sandra Bels und Christian Bark

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