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Heiße Diskussion in Wusterhausen

Jugendfeuerwehren im Wettstreit Heiße Diskussion in Wusterhausen

Beim diesjährigen Wettstreit der Jugendfeuerwehren der Gemeinde Wusterhausen in Läsikow blieb der Nachwuchs nahezu ohne Publikum. Um das für die kommenden Jahre zu ändern, gibt es aber schon eine Idee.

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Neben den Stationen Knoten, Löschangriff und Fragebogen musste auch der Staffellauf absolviert werden. An dessen Ende war ein kleines Feuer zu bekämpfen.

Quelle: Matthias Anke

Läsikow. Autsch! Das tat weh. So mancher rutschte am Sonnabend beim diesjährigen Wettstreit unter den Jugendfeuerwehren der Gemeinde Wusterhausen auf dem Sportplatz vom Blau-Weiß Nackel ordentlich aus. Hartnäckiger Nieselregen hatte den Rasen in eine Rutschbahn verwandelt. Doch halb so schlimm und wenig peinlich: Es sah ja kaum einer zu bis auf die anderen Teilnehmer. Der Feuerwehrnachwuchs blieb unter sich. Eltern und Großeltern als Zuschauer ließen sich an einer Hand abzählen.

„Das ist sehr schade. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen, wie die Kinder und Jugendlichen mehr Publikum bekommen. Vielleicht koppeln wir das wieder an ein Dorffest beim nächsten Mal“, sagte Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank der MAZ. „Haben wir alles schon versucht. Wer sich für Feuerwehr nicht interessiert, kommt eben auch nicht“, sagte Gemeindewehrführer Ralf Hohmann. Der für die Jugendwehren und damit auch für das Kräftemessen verantwortliche Gemeindejugendwart Matthias Neumann mag den Kopf aber nicht in den Sand stecken. Er setzt auf mehr Teilnehmer und vielleicht dadurch mehr Zuschauer, indem man den Wettkampf beim nächsten Mal als sogenanntes Einladungsturnier organisiert. „In den Nachbarkommunen gibt es solche gesonderten Jugendausscheide nicht, die könnten also bei uns mitmachen“, lautet Neumanns Idee. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Kyritz, Neustadt, Gumtow und Wusterhausen als Kommunalverbund „Kleeblatt“ gelten wollen, sei dies überfällig.

Waren es 2014 in Schönberg noch 30 Kinder in sechs Teams aus dem Wusterhausener Gemeindegebiet , die antraten, gingen dieses Mal in Läsikow nur noch 25 an den Start. „Vor meiner Zeit gehörten neun zu einer Mannschaft. Da gab es statt der insgesamt etwa 40 unter 18-Jährigen bestimmt noch etwa doppelt so viele Kinder und Jugendlichen in den Feuerwehren unseres Gebietes”, sagte Matthias Neumann schon in Schönberg. Der 32-Jährige ist seit 2011 Gemeindejugendwart.

Für alle, die nun mitmachten, war der Wettkampf ein dennoch sehr tolles Ereignis. Sie kamen aus der Wehr Wusterhausen selbst, aus Dessow, Nackel und Schönberg-Brunn. Um wenigstens noch eine fünfte Mannschaft aufzustellen, wurde ein gemischtes Team gebildet. Neben den traditionellen Stationen Knoten, Löschangriff und Staffellauf war dieses Mal auch ein Fragebogen auf Zeit auszufüllen. Michaela Fanslau aus Nackel war als Richterin dabei und passte auf, dass keiner schummelt. Dabei wussten eigentlich alle, was das Kürzel „LF“ bedeutet oder mit welchen Geräten sich Wasser aus einem Unterflurhydrant holen lässt.

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Beim alljährlichen Ausscheid der Jugendfeuerwehren Wusterhausens zeigen Kinder und Jugendliche, was sie drauf haben. Dieses Mal wurde der Wettkampf in Läsikow ausgetragen. Gewonnen hat die Gruppe aus Wusterhausen vor Schönberg-Brunn, Nackel und Dessow.

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Das Wettkampfergebnis: Beste Jugendmannschaft der Wusterhausener Feuerwehren wurde das Team aus der Stadt Wusterhausen selbst, gefolgt von Schönberg-Brunn, Nackel, Dessow und dem Mix-Team. Zudem wurden die Sieger der Einzelstationen jeweils mit einem kleinen Pokal geehrt. Bestes Team beim Knoten und bei den Fragen war Schönberg-Brunn, beim Staffellauf Nackel und beim Löschangriff Wusterhausen.

Das nächste Mal sehen sich viele der Kinder und Jugendlichen am zweiten Septemberwochenende zur Wusterhausener Stadtrallye wieder. „Auch da machen ja schon Gäste von außerhalb mit, etwa die Zernitzer, und das klappt“, sagt Matthias Neumann.

Von Matthias Anke

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