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Ostprignitz-Ruppin Heldenmut wird von Polizei ausgezeichnet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Heldenmut wird von Polizei ausgezeichnet
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08:28 05.01.2014
Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Polizeioberrat Lutz Jaenicke bei Klaus Venzke (l.) und Felix Schroeter für ihren Einsatz. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Er hat nicht lange darüber nachgedacht. Für Felix Schroeter war klar, dass er eingreifen musste, als er den schwarzen Rauch aus der Wohnung steigen sah. Der 27-Jährige kam an diesem 8.Oktober gerade dazu, als der Hausmeister die Feuerwehr rief. "Ich hab gleich gefragt, ob jemand überprüft hat, ob noch jemand in der Wohnung ist", erinnert sich der Neuruppiner. Doch niemand wusste, wo der alte Mann war, der dort wohnte.

Zusammen mit dem Hausmeister ist er noch einmal in das Haus gelaufen. Zusammen haben sie die Wohnungstür geöffnet. Ein dicker Schwall schwarzen Rauchs kam aus der Wohnung. Der Hausmeister ist zurückgewichen. Felix Schroeter ließ den dicksten Rauch abziehen. "Dann hab ich gesehen, dass bis auf Hüfthöhe der gesamte obere Bereich der Wohnung total verraucht war", erinnert er sich. Trotzdem will er in die Wohnung, sehen, ob der alte Mann zu Hause ist, ob er ihn noch retten kann. Der Soldat robbt am Boden in die Wohnung und ruft. "Nach dem zweiten Rufen kam tatsächlich ein Mann aus einem hinteren Zimmer angelaufen", das weiß der Helfer noch. Er drückt den verwirrten Senior auf den Boden, wo es weniger Rauch gibt, holt ihn aus der Wohnung. Und rettet ihm wahrscheinlich das Leben.

Die Neuruppiner Polizei dankte dem 27-Jährigen am Freitag ganz ausdrücklich für sein überaus besonnenes Eingreifen. "Ein toter Held nützt keinem was", betonte Oberrat Lutz Jaenicke, der Leiter der Polizeiinspektion Neuruppin. Dass Felix Schroeter richtig gehandelt hat, steht für Jaenicke außer Frage: Der junge Mann hat gehandelt und wusste ganz offensichtlich, wie er mit dem Risiko umgehen muss. Lutz Jaenicke nennt genau das Zivilcourage. "Die Gefahr war mir bewusst", sagt Schroeter selbst. Doch sollte er den Mann in seiner Wohnung ersticken lassen? Für den Soldaten eine unmögliche Vorstellung.

Die Hilfe ist nicht selbstverständlich. Um so beeindruckter sind die Kriminalisten vom Eingreifen Klaus Venzkes und einiger seiner Nachbarn aus der Gartensparte am Klappgraben in Neuruppin. Sie hatten Mitte Dezember mehrere mutmaßliche Einbrecher gestellt und damit eine ganze Diebstahlserie gestoppt.

Dabei wollte Klaus Venzke nur eine Nacht in seinem Garten verbringen, so wie eine Nachbarin in ihrem. Kurz nach Mitternacht rief sie ihn an, weil sie im Dunkel zwischen den Gärten Gestalten gesehen hatte. Venzke ging nachsehen, was es damit auf sich hat. Er hörte Stimmen und traf in einem Gartenweg drei Männer. Die sprach er an, er wollte wissen, was sie mitten in der Nacht zwischen fremden Gästen machen. "Sie wollten nur reden, haben sie gesagt", erinnert er sich. Das kam ihm komisch vor. Als er dann auch noch einen Haufen merkwürdiger Gegenstände entdeckte, machten sich die Männern plötzlich aus dem Staub. Einer holte noch mit einer Axt aus, die er zuvor in einem der Bungalows gestohlen hatte. "Ich weiß nicht, ob er mich treffen wollte oder das Ding einfach nur wegwerfen", sagt Venzke. Das spielt für ihn in diesem Moment auch keine Rolle. Mit Nachbarn und einem Hund nahm er die Verfolgung auf und rief parallel dazu die Polizei.Dank des Einsatzes der Neuruppiner konnten die Beamten schließlich drei Männer stellen. Zwei von ihnen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Polizei glaubt, dass sie für 25Straftaten verantwortlich sind, vor allem für Einbrüche in Garagen und Lauben.

Auch bei Klaus Venzke bedankte sich Lutz Jaenicke am Freitag mit einem Blumenstrauß: "So viel Einsatz ist nicht selbstverständlich." Auch wenn sich der Polizeioberrat wünschte, es wäre anders.

Von Reyk Grunow

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