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Engel im Einsatz

Helfer klärten Reisende an Raststätten über Gefahren im Straßenverkehr auf Engel im Einsatz

Jemal, Steven, Martin und Louis sind an mehreren Tagen im Jahr als Schutzengel und -bengel im Schutz-Einsatz. Auch am Herrentag waren die Vier unterwegs und wiesen Reisende an Raststätten darauf hin, wie wichtig regelmäßige Pausen, ausreichende Bewegung, alkoholfreie Getränke und ein gut verstautes Gepäck sind.

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Schutzengel und -bengel (v.l.) sprechen mit Reisenden an der Raststätte Linumer Bruch.

Quelle: Cornelia Felsch

Linum. Nur langsam bewegt sich die Autokolonne über die A 24, an der Raststätte Linumer Bruch verlassen viele Fahrzeuge die Autobahn. Ihre Fahrer sind genervt - mit Hupkonzerten wollen sie sich Platz verschaffen, Parkplätze sind rar. Der Ausflug ins Grüne oder die Fahrt an die Ostsee erfordern am Himmelfahrtstag viel Geduld.

Vier junge Leute drängeln sich zu Fuß zwischen den Autokolonnen hindurch und erregen Aufsehen. Kein Wunder - die jungen Männer haben blaue Haare, die junge Dame ist mit goldenen Flügeln ausgestattet. Jemal, Steven, Martin und Louis sind an diesem und dem kommenden Wochenende im Schutz-Einsatz. Als Bengel beziehungsweise Engel weisen sie Reisende darauf hin, wie wichtig regelmäßige Pausen, ausreichende Bewegung, alkoholfreie Getränke und ein gut verstautes Gepäck sind. Sie klären Autofahrer innerhalb der Kampagne "Lieber sicher. Lieber leben" über Risiken und Gefahren auf, die auf Autobahnen und Rastplätzen lauern. Ausgerüstet sind sie mit Warnwesten, einer Rauschbrille, einem Alkoholmessgerät und Brillentüchern für eine bessere Durchsicht. Geschickt wurden die Schutzengel beziehungsweise Bengel vom Brandenburger Verkehrsministerium.

Schlechte Erfahrungen haben die vier Freiwilligen noch nicht gemacht, aber sie werden auch nicht immer ganz ernst genommen. Etwas verschüchtert reagieren vier junge Damen, die auf dem Weg an die Ostsee sind, als Steven in ihr geparktes Auto schaut. Warnwesten sind vorhanden, das Gepäck ist gut verstaut, der Hund hat seinen Platz auf dem Schoß. "Das ist natürlich nicht so gut", sagt Steven. Eine Transportbox, ein Hundesicherheitsgurt oder eine Abtrennung wären besser, denn nur so kann verhindert werden, dass das Tier den Fahrer stört. Ein Foto und gute Wünsche für die Reise beenden das freundliche Gespräch. Die Reisenden werden noch um ein schriftliches Statement zur Verkehrssicherheit gebeten. "Fahrer sollten nicht immer die linke Spur benutzen, diese ist zum Überholen da", schreiben sie auf das Formular.

An Tankstellen, Diskotheken und auf Weihnachtsmärkten sind die Schutzengel an mehreren Tagen im Jahr unterwegs. Eingreifen mussten sie nur ein einziges Mal, als ein junger Mann nach reichlichem Alkoholkonsum in einer Diskothek sein Auto besteigen wollte. Sie wendeten sich an den Barbesitzer, der die Schlüssel an sich nahm und ein Taxi rief.

Von Cornelia Felsch

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