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Ostprignitz-Ruppin Helga Gilde schreibt gerne Gedichte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Helga Gilde schreibt gerne Gedichte
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00:17 19.05.2016
Helga Gilde gab 2013 auch einen Gedichtband heraus. Quelle: Christian Bark
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Dossow

Schon früh hat Helga Gilde damit begonnen, ihre ersten Gedichte zu schreiben. Ob zu erlebten Schönheiten der Natur oder Geschichten aus ihrer Heimat, Helga Gilde konnte oft nicht anders, als ihre Eindrücke in Reimform niederzuschreiben. „Ihr kommt nach Dossow? Ach, oh Schreck! Bleibt lieber von dem Neste weg. Gleich am Bahnhof bleibt ihr stehn, denn da sind Seen über Seen“, dichtete sie zum Beispiel vor 63 Jahren. Mit den Seen seien die großen Pfützen, die in den Löchern der ungepflasterten Straßen entstanden waren, gemeint gewesen.

Damals war Helga Gilde gerade einmal zehn Jahre alt. „Ich wurde schon als Kind von der Muse geküsst“, erinnert sich die 73-Jährige im MAZ-Gespräch. Das sei durch den Einfluss ihrer Mutter gekommen, die immer auswendig gelernte Gedichte aufgesagt hätte und später selbst einige Zeilen gereimt hätte. Dann holt Gilde Aufzeichnungen ihrer Mutter, in der diese lyrisch einen Tag am Badesee mit ihrer Familie festgehalten hat. „Das muss schon in den späten 70ern gewesen sein, meine Kinder waren da schon auf der Welt“, grübelt die Rentnerin. Auch Spiele aus ihrer Kindheit hätten Helga Gildes Dichterfreude gefördert. „Auf Geburtstagen haben wir immer Reimwettbewerbe gespielt“, sagt sie.

Zettel und Block habe die Rentnerin auch damals nicht immer dabeigehabt, das sei auch gar nicht notwendig gewesen. „Meine Gedichte entstehen erst im Kopf, dann auf dem Papier“, erklärt sie. Manchmal verarbeite sie darin auch negative Erfahrungen wie Streitigkeiten mit Verwandten.

Helga Gilde malt auch. Quelle: Christian Bark

Die Hobbypoetin hat, wie sie sagt, jedoch nicht den Anspruch, als professionelle Dichterin gesehen zu werden. „Mit Theorie habe ich mich nie beschäftigt“, gibt sie zu. Und so spielten Melodie und Versmaß in ihren Texten nur eine untergeordnete Rolle. Umso erstaunter sei sie gewesen, als sie einer ihrer Söhne vor einigen Jahren überreden wollte, die Gedichte in einem Buchband herauszugeben. „Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet“, sagt die 73-Jährige. Und dennoch hätte ihr die Vorstellung gefallen und sie machte sich fleißig ans Zusammensammeln bislang entstandener Texte.

„Dafür habe ich bestimmt einige Monate gebraucht“, blickt Gilde zurück. Vor drei Jahren sei es dann soweit gewesen. Das Buch „Aller farben Fülle“ wurde 2013 in einer Auflage von 1500 Exemplaren gedruckt. Das Cover ist mit Bildern versehen, die Gilde gemalt hat. „Ich greife hin und wieder zum Pinsel“, sagt sie. Zur Feder habe sie zuletzt Anfang des Jahres gegriffen. Da sei das Gedicht „Jahreswechsel“ entstanden. „Ab mit den Sorgen in die Abfalltonne“, plädiert Gilde darin an die Leser.

Von Christian Bark

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