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Herbstaufforstung im Privatwald

Neuruppin Herbstaufforstung im Privatwald

Im Waldgebiet der Forstbetriebsgemeinschaft Neuruppin wurde am Donnerstag die Herbstaufforstung eröffnet. Forstminister Jörg Vogelsänger und die Landtagsabgeordneten Thomas Domres und Sven Schröder pflanzten Kiefern, Wildobstgehölze und Winterlinden im ehemaligen Revier Pfefferteich.

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Jörg Vogelsänger (l.) und Enno Rosenthal beim Pflanzen.

Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. Es ist Pflanzzeit im Wald – und das nicht nur für die Waldarbeiter und Förster, sondern auch für Politiker. Am Donnerstag eröffnete Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger gemeinsam mit Mitgliedern des Landtags-Agrarausschusses die Herbstaufforstungs-Saison in einem Waldstück der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Neuruppin nahe der alten Revierförsterei Pfefferteich. Jörg Vogelsänger griff unter fachlicher Anleitung zum Spaten. Unterstützt wurde er bei der Waldarbeit auch von Vorstandsmitgliedern der FBG und dem Direktor des Landesbetriebs Forst Brandenburg, Hubertus Kraut. Damit sich auch nachfolgende Generationen an diesen Tag erinnern, soll das Waldstück den Namen „Ministerschonung“ tragen.

Bei gemeinsamer Arbeit nutzte der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Neuruppin, Enno Rosenthal, die Gelegenheit, um seinen Forderungen nach einer beständigen Förderung der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse Nachdruck zu verleihen. „Nur mit einer Startfinanzierung läuft der Laden nicht“, sagte Enno Rosenthal, der sich für ein gutes Gelingen der Forstreform aussprach. „ Es gibt zu viele hoheitliche Arbeitskräfte und zu wenige im Landeswald“, sagte er. Seinen Appell an die Landtagsabgeordneten formulierte er komprimiert: „Die Kommunen müssen Mitglied der Wasser- und Bodenverbände werden und Neuruppin muss Kreisstadt werden.“

Minister dankt der Gemeinschaft

Minister Vogelsänger bedankte sich bei der Forstbetriebsgemeinschaft für die Arbeit. „In Brandenburg gibt es rund eine Million Hektar Wald. Dieser gehört rund 100 000 Waldeigentümern“, sagte er. „Viele Privatwälder sind sehr klein und ihre Besitzer erfahren von ihrem Eigentum oft erst, wenn sie den Erbschein in der Hand halten.“ Er sicherte auch weiterhin eine kontinuierliche Förderung zu, denn Waldumbau sei eine Generationenaufgabe. Die Forstbetriebsgemeinschaft bewirtschaftet 2345 Hektar private Waldflächen im Auftrag von 344 Mitgliedern.

Gepflanzt wurden am Donnerstag auf einer Fläche von 0,4 Hektar märkische Kiefern, Wildobstgehölze und Winterlinden. Die Winterlinde, die frost- und dürreresistenter als die Sommerlinde ist, ist „Baum des Jahres 2016. „Der Boden wurde zuvor flach gepflügt, denn die Kiefern sind Mineralbodenkeimer“, erklärte der feiberufliche Förster Steffen Nowak, der die fachliche Anleitung übernahm.

Die Pflanzen wurden im Abstand von 30 Zentimetern und in einer Dichte von 16 000 Pflanzen pro Hektar in die Erde gebracht. Eine weitere Mischung der brandenburgischen Kiefernwälder bleibt wichtigstes Ziel im Land und in den Wäldern der Mitglieder der FBG Neuruppin. „Trotz der angestrebten Mischwälder wird die Kiefer weiterhin der Brotbaum Brandenburgs bleiben, denn sie trotzt besonders gut Trockenheit und Stürmen, Erscheinungen, die sich mit dem Klimawandel verstärken werden“, sagte Steffen Nowak.

Von Cornelia Felsch

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