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Ostprignitz-Ruppin Herbstfest nun doch wieder jährlich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Herbstfest nun doch wieder jährlich
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00:16 04.10.2016
Nicht nur diese Mädels der Linumer Tanzgruppe „Sweet Girls“ hielten trotz Dauerregen tapfer durch. Quelle: Matthias Anke
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Wusterhausen

Alljährlich wird im Wusterhausener Gemeindegebiet ein gemeinsames Erntefest gefeiert, wobei man sich zuletzt darauf einigte, dass abwechselnd ein Dorf und dann wieder die Stadt selbst der Austragungsort ist. Voriges Jahr war Ganzer an der Reihe, was passte, da dort zugleich der 650. Dorfgeburtstag gefeiert wurde. Dieses Jahr gab es den großen Umzug aber trotzdem nicht in der Stadt, sondern wieder in einem Dorf, und zwar in Läsikow. Das bot sich an, weil dort nun dessen 525-Jahr-Feier anstand. Um trotzdem auch in der Stadt Wusterhausen etwas zu veranstalten, stemmte der Landfrauen-Verein auf dem Marktplatz am Sonnabend kurzerhand ein Herbstfest. Es erfolgte zwar ohne größeres Brimborium wie etwa einen Umzug, aber mit dennoch zahlreichen Ständen und kleinem Programm.

Landfrau Helga Wagner aus Segeletz (l.) bedankte sich bei der Gruppe „Strohköppe“ aus Heilbrunn nach deren Herbstfest-Auftritt in Wusterhausen mit einem Kuchen. Quelle: Matthias Anke

Fortan soll es dieses Herbstfest jährlich geben, wie Karola Eichmann am Rande der Veranstaltung sagte – sofern nicht irgendwann wieder etwas Neues entschieden wird. Eichmann ist nach dem gesundheitlichen Kürzertreten ihrer Vorgängerin derzeit die „Chefin“ der acht Landfrauen aus der Region Neustadt, Segeletz und Wusterhausen, die eine Ortsgruppe bilden und ansonsten zum Ostprignitz-Ruppiner Kreislandfrauenverband zählen. Dieser hat insgesamt 185 Mitglieder, verteilt über zehn Ortsvereine plus Einzelmitgliedschaften. Und auch dessen Vorsitzende, Wilma Nickel, kam nach Wusterhausen samt der Tanzgruppe „Sweet Girls“ sowie der Band „Strohköppe“ aus Heilbrunn.

Dauerregen vermieste das Herbstfest, nicht aber das Bibliotheksfest

Die anderen Besucher allerdings ließen sich an nur zwei, drei Händen abzählen. Der Herbst traf die Akteure schließlich mit seiner ganzen Härte: Nach der wochenlangen Schönwetterperiode folgte an diesem ersten tatsächlich schlechten Tag Dauerregen.

Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch, zumal auch im Trockenen so einiges geboten wurde. Denn zur gleichen Zeit stieg in der am Marktplatz befindlichen Stadtbibliothek das diesjährige Bibliotheksfest.

Die kleine Ewa freute sich, mit Kartoffeln und Farbe stempeln zu können. Quelle: Matthias Anke

Ursprünglich sollte sich dort vieles im Hof des sogenannten Herbst’schen Hauses, in dem neben der Bibliothek auch das Wegemuseum beheimatet ist, abspielen. Doch es fanden sich Ausweichplätze für die verschiedenen Aktionen: Kinder konnten mittels Kartoffeln und Farbe Figuren drucken, wobei Vertreter der Berlin-Brandenburgischen Landjugend mithalfen, oder sie gingen zum Büchsenwerfen, Memory-Spielen, Geschicklichkeits-Parcours oder zur Malstraße. Und die Eheleute Freuling zeigten, wie man sich einen Drachen bastelt.

Martin Freuling (3.v.r.) zeigte vielen Kindern, wie man sich einen Drachen baut. Quelle: Matthias Anke

„Dass das Herbstfest der Landfrauen und unser Bibliotheksfest auf einen Tag fielen, hatte sich zufällig so ergeben“, sagte Kerstin Jonas, die Bibliotheksleitserin. Normalerweise werde das Bibliotheksfest etwas eher gefeiert. Es ist dabei stets eine Aktion innerhalb der landkreisweiten Reihe „Literarischer Bilderbogen“ und wird vom Förderverein der öffentlichen Bibliotheken im Landkreis unterstützt.

Höhepunkt dessen war der Auftritt eines Puppentheaters mit dem Programm „Pettersson und Findus. Ein Feuerwerk für den Fuchs“. Fast 100 mehrheitlich kleine Leute fanden dafür den Weg in die sogenannte Galerie „Alter Laden“ im Erdgeschoss dieses Herbst’schen Hauses.

Die Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas begrüßte nahezu 100 (zumeist kleine) Leute in der Galerie „Alter Laden“ zum Puppentheater. Quelle: Matthias Anke

Wären das alles Erwachsene gewesen, hätten sie dort nicht hineingepasst. Die meisten von denen wiederum ließen sich derweil draußen den Kuchen der Landfrauen schmecken. Auf den 34 Blechen blieb am Ende kein Stück übrig.

Von Matthias Anke

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