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Herbstliches Bunt in der Lebensmittelausgabe

Kyritz Herbstliches Bunt in der Lebensmittelausgabe

Mit der Ernte wächst das Angebot in der Lebensmittelausgabe der Gab in Kyritz – zumindest ein wenig. Spenden aus den heimischen Gärten und der Landwirtschaft sind höchst willkommen. Denn der Bedarf gerade an frischen Lebensmitteln ist nach wie vor sehr hoch – höher als das Angebot.

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Im Lagerraum der Lebensmittelausgabe für Bedürftige ist das Angebot jetzt ein klein weinig vielfältiger als sonst.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Über lange Epochen galt: Zumindest in der Erntezeit haben alle genug zu essen. Ein bisschen zeigt sich das auch heute noch: beispielsweise beim „Tischlein-deck-dich“, der Lebensmittelausgabe für Bedürftige der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (Gab) in der Kyritzer Straße Am Bahnhof.

So manche Frucht von den Äckern und aus den Gärten findet jetzt als Spende ihren Weg in die stark frequentierte Einrichtung. „Grundsätzlich freuen wir uns über jede Spende“, sagt Mitarbeiter Holger Funk. „Was jetzt geerntet wird, nehmen wir gerne.“

Die Spenden reichen nicht für die Bedürftigen

Denn ganz generell kann die Lebensmittelausgabe die Nachfrage der Bedürftigen schon längst nicht mehr befriedigen. Die Gab hat den Kundenkreis strikt auf momentan gut 50 speziell registrierte Personen eingeschränkt. „Die Nachfrage ist auf jeden Fall größer“, berichtet Holger Funk. Die Gab betreibt an dem Standort auch ein Möbellager und eine Kleiderkammer. „Aber was Lebensmittel betrifft, sind wir für alles dankbar. Da können wir eigentlich gar nicht genug haben.“ Vor allem frische Ware wie Obst und Gemüse sei häufig knapp. Wer jetzt mit Kartoffeln oder Obst aller Art helfen kann, sei höchst willkommen. Aber: „Kürbisse haben wir schon. Damit können viele nur wenig anfangen. Äpfel sind dafür der Renner.“

Immerhin: Die Jahreszeit hat das Angebot etwas verbessert. Der ein oder andere, der im Garten wirtschaftet oder in der Landwirtschaft arbeitet, denkt jetzt auch an Bedürftige. „Heute kam ein Anruf von einer Firma aus Bückwitz, die uns Eier spendet“, erzählt Funk. „Sowas hilft natürlich immer.“

Zusammenarbeit mit Supermärkten

Die Gab arbeitet ansonsten eng mit einer Reihe von Supermärkten in der Region zusammen. Sie spenden mehr oder minder regelmäßig aussortierte Ware. Wirklich umfassend und ausgewogen kann dieses Angebot aber nicht sein. Ergänzungen sind also stets willkommen. „Wir bedanken uns bei allen, die sich engagieren und etwas spenden“, betont der Gab-Mitarbeiter.

Auch in Wittstock betreibt die Gab eine Lebensmittelausgabe, „Löffelstube“ genannt. Dort haben sich jetzt besonders Kirchengemeinden verdient gemacht.

In Wittstock wurde der Ernteschmuck gespendet

Seit Ende September, als die Erntedank-Gottesdienste begannen, komme besonders viel Obst und Gemüse an, berichtet Brigitte Liebetrau, die die Wittstocker Nebenstelle der Gab leitet. Kartoffeln, Sellerie, Zucchini, Äpfel, Kürbisse – all die essbaren Dekorationen in den Kirchen sind viel zu schade, um sie nach den Gottesdiensten einfach wegzuwerfen. Deshalb landen sie nicht im Müll, sondern finden ihren Weg in die „Löffelstube“. „Da die Leute in den Kirchengemeinden schon wissen, dass wir die Sachen später bekommen, richten sie sich darauf ein“, sagt Brigitte Liebetrau. Es werde von vornherein darauf geachtet, dass für den Erntedank-Schmuck nicht allzu leicht verderbliche Früchte verwendet werden. Hinzu komme noch eine ganze Reihe privater Spender.

Fünf Tage in der Woche ist die Lebensmittelausgabe am Kyritzer Bahnhof geöffnet. Ab 13 Uhr werden die von den Gab-Mitarbeitern vorbereiteten Tüten verteilt. Die Kundschaft stellt sich in der Regel schon eine Stunde früher ein. Dann gibt es Nummern, die die Reihenfolge der Abgabe bestimmen. Es handelt sich um eine Art Lossystem. „Das machen wir, damit die Leute nicht schon morgens um sechs kommen, um sich anzustellen“, sagt Holger Funk. Positiv: In den vergangenen Wochen habe man dank eines etwas gestiegenen Spendenaufkommens einige zusätzliche Familien in den Empfängerkreis aufnehmen können.

Gebühr von 1,50 bis 2,50 Euro pro Lebensmitteltüte

Die Lebensmitteltüten werden übrigens nicht verschenkt. Je nach Anzahl der vom Empfänger zu versorgenden Personen wird eine Gebühr von 1,50 bis 2,50 Euro erhoben. „Das ist als Aufwandsentschädigung für uns gedacht“, erklärt Funk. „Die Lebensmittel müssen ja oft erst hierher transportiert werden.“

Weitere Spenden sind bei der Gab jederzeit willkommen. Details dazu können unter Tel.  033971/3 29 22 erfragt werden.

Von Alexander Beckmann

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