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Ostprignitz-Ruppin Herrin über 450 Hektar Land und 400 Kühe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Herrin über 450 Hektar Land und 400 Kühe
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00:19 17.08.2017
Landwirtin Wiebke Fuchs mit einigen Angus-Rindern auf dem Kranichhof in Ribbeckshorst. Quelle: Peter Geisler
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Ribbeckshorst

Tritt Wiebke Fuchs aus der Tür, ist sie auch schon bei ihren Tieren. Der kurze Weg zur Arbeit ist ein Aspekt, der der 27-jährigen Landwirtin gefällt. Daneben schätzt sie das selbstständige Arbeiten und die Vielfältigkeit ihres Berufes.

Verpächter und Pächter ziehen an einem Strang

Seit 2015 arbeitet sie in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Ribbeckshorst. Sie blieb auch, als der Hof im Mai 2016 an den Schweizer Guido Leutenegger verkauft wurde, der in der Schweiz den Landwirtschaftsbetrieb „Natur Konkret“ unterhält. Eine naturnahe und ökologische Tierhaltung und Natur stehen bei ihm ganz oben. Diese Grundsätze sind ihm auch in Ribbeckshorst wichtig. Darin sind sich Leuten­egger und Wiebke Fuchs, die beide Geschäftsführer dort sind, mit ihrem Verpächter einig.

450 Hektar Land der Berliner Stadtgüter

Das Land gehört den Berliner Stadtgütern, die ihr vorrangiges Ziel im Bewahren ökologischer Grundlagen sehen. Ihre Geschichte begann 1873. Da die Stadt Berlin stetig wuchs, kauften die damaligen Stadtväter zahlreiche Grundstücke außerhalb der Stadtgrenzen. 1922 wurde die Berliner Stadtgüter Gesellschaft gegründet, die mit der Verwaltung und Erweiterung der Außenflächen betraut wurde. Sie bewirtschaftete bis 1930 rund 50 000 Hektar Land überwiegend mit Rinderhaltung, Milchwirtschaft, Schweine-, Schaf- und Geflügelzucht. Ab 1935 verwaltete die Stadt Berlin die Flächen selbst.

Zumeist liegen diese in Brandenburg. Zu DDR-Zeiten wurden sie als Volkseigene Güter (VEG) bewirtschaftet. Nach der Wende ging der Besitz wieder an die Stadt Berlin. 1991 wurde die Betriebsgesellschaft Stadtgüter Berlin gegründet. Von dieser pachtete der Vorgänger von Guido Leutenegger 1994 Ribbeckshorst und brachte es auf Vordermann.

Mit der Landwirtschaft groß geworden

Nun hat Wiebke Fuchs das Sagen auf dem Kranichhof, so benannt, weil der Vogel zu Tausenden die Region als Rastplatz auf dem Weiterzug gen Süden nutzt. Gelernt hat Wiebke Fuchs auf dem elterlichen Hof in Kremmen. In diesem Jahr hat sie noch ihren Meister gemacht. 450 Hektar groß ist das Anwesen, das hauptsächlich aus Weiden und Acker für Stroh und Mais für Viehfutter besteht. Mit einem Mitarbeiter bewältigt Wiebke Fuchs die anstehenden Arbeiten, versorgt die Tiere, bearbeitet den Boden, mäht, macht Heu und Silage – alles zu zweit. Leuteneggger vermarktet in der Schweiz Angusrinder und Highländer. Damit soll auch in Ribbeckshorst ein Bestand aufgebaut werden. Dabei soll der Schwerpunkt auf den Angus-Rindern liegen. „Die passen am besten hierhin“, sagt Wiebke Fuchs. Neben der „hervorragenden“ Fleischqualität zeichnen sie sich durch ihre Genügsamkeit aus. „Die Tiere machen aus wenig viel.“ Sie geben sich mit Gras, Heu, Stroh, Mais und Silage zufrieden, alles, was der Kranichhof bietet. 400 Kühe und ihre Nachzucht sind auf dem Hof. Derzeit stellt der Betrieb auf Bio um. Wiebke Fuchs und ihr Geschäftspartner hoffen noch in diesem Jahr bioqualifiziert zu werden.

Wo Wiebke Fuchs ist, ist auch Rottweilermix Jule

Wo Wiebke Fuchs ist, ist auch Jule. Der anderthalbjährige Rottweiler Mix folgt ihr auf Schritt und Tritt. Berührungsängste hat er nicht. Er läuft zwischen den Rindern herum bis es denen zu bunt wird und sie ihn anstupsen. Verlässt sein Frauchen den Stall, kommt Jule nach. Einen besseren Beschützer kann sich die junge Landwirtin nicht wünschen an dem doch sehr beschaulichen Ort, in dem das Miteinander große Bedeutung hat. „Es ist eine schöne Nachbarschaft“, sagt Wiebke Fuchs. Eine, in der Mensch und Tier in Harmonie leben.

Von Dagmar Simons

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