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Herthas Abschiedsfahrt steht bevor

Wusterhausen Herthas Abschiedsfahrt steht bevor

Das Schiff, auf dem vor nun schon fast 125 Jahren der Berliner Fußballverein Hertha BSC gegründet wurde, tritt voraussichtlich im Frühjahr 2017 seine Heimreise nach Berlin an. Zunächst aber gibt es am 11. Dezember die Abschiedsfahrt auf dem See vor Wusterhausen, wo das Schiff jahrzehntelang zum Landschaftsbild gehörte.

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Über das Hertha-Schiff entsteht laut dem bisherigen Besitzer Thomas Flemming ein Dokumentarfilm.

Quelle: Univentus-Film

Kyritz. Mit einer Glühweinfahrt endet die Geschichte des Ausflugsschiffes „Hertha“, das zu DDR-Zeiten „Seebär“ hieß und das touristisches Aushängeschild der Fahrgastschifffahrt und damit der Kyritzer Seenkette schlechthin war. Abgelegt wird zu dieser letzten Fahrt am Sonntag, 11. Dezember. Für diese von 13 bis 15.30 Uhr erfolgende Tour sollen „Liebhaber und Interessierte am Anleger in Wusterhausen zusteigen und bei Glühwein und Musik das Flair genießen“, wie die Reederei „Fünf Seen“ mitteilte.

Hinter der Reederei verbirgt sich Thomas Flemming, der mit seiner Firma Prignitzer Leasing AG seinen Sitz im Prignitzstädtchen Putlitz hat und der das Schiff vor einiger Zeit verkaufte: an den Berliner Fußballverein Hertha BSC. Dieser wurde 1892 auf eben jenem Schiff gegründet. Wie Berliner Boulevardzeitungen im Frühjahr berichteten, geht die „Hertha“ für 400 000 Euro „inklusive Notar und Sanierung“ zurück an den Verein.

Schiff kommt pünktlich zum 125-jährigen Vereinsbestehen nach Berlin

Dabei hatte Unternehmer Flemming die Fahrgastschifffahrt erst 2012 von Peter Dentler übernommen, der einst das Schiff nahezu als Wrack aus Berlin holte, aufbaute und seit den 1970er Jahren über den See steuerte. Sohn Jens sagte der MAZ zuletzt: „Klar hatte das Schiff auf dem Gewässer zwischen Wusterhausen und Stolpe Tradition. Aber noch mehr gilt das für den Fußballverein.“ Dieser feiert im Sommer 2017 sein 125-jähriges Bestehen. Möglich, dass das Schiff dabei eine Rolle spielt.

Was genau mit dem Boot in Berlin passiert und auf welchem Weg es an welchem Tag überhaupt dorthin kommen soll, ist unklar

Was genau mit dem Boot in Berlin passiert und auf welchem Weg es an welchem Tag überhaupt dorthin kommen soll, ist unklar. Fest steht: Eine Kamera ist für einen geplanten Dokumentarfilm stets dabei.

Quelle: Univentus-Film

Noch nicht vollends geklärt ist die Überführung. Mit Blick auf zahlreiche einzuholende Genehmigungen sagte Flemming der MAZ: „Ich hörte, das wird Chefsache. Ministerpräsident Woidke übernimmt wohl die Schirmherrschaft.“ Geplant war erst der Landweg, möglichst bei Frost und hartem Boden. Nun könnte es zum Großteil auch der Wasserweg werden. Fans sollen das Schiff bei seiner zwei, drei Tage dauernden „Heimholung“ begleiten. Was dann aus dem Kahn wird, wieder ein Schiff, ein Restaurant, ein Museum oder doch ganz anderes, darüber gibt es nur Spekulationen. Fest steht laut Flemming: Nebenher läuft eine Kamera. Am Ende entsteht ein Dokumentarfilm.

Wer mitfahren möchte, sollte sich beeilen, denn es gibt nur 100 Plätze. Karten zum Preis von 15 Euro sind reservierbar unter 033981/5 09 78.

Von Matthias Anke

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