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Ostprignitz-Ruppin Herzberg: Die Westmauer steht wieder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Herzberg: Die Westmauer steht wieder
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14:18 22.06.2016
Abschlussbesprechung: Pfarrer Ulrich Baller (M.) Quelle: Herweg

Mehrere Jahre klaffte in der Herzberger Kirchmauer ein großes Loch. Nachdem die Handwerker Anfang Mai begannen das Loch zu schließen, können sie am Freitag ihre Arbeiten an der Westmauer abschließen. „Es hat einen wirklich langen Atem für dieses Projekt gebraucht“, sagt Pfarrer Ulrich Baller. Dass die Feldsteine wieder aufgerichtet sind – „ein Gewinn für das ganze Dorf“.

Lange Zeit hatte das Geld für den Wiederaufbau der Mauer gefehlt. Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte das Potsdamer Kulturministerium 15 000 Euro für die Sanierung der Mauer zugesagt. „Ein enormes Glück“, sagte Baller damals. Die Herzberger selbst hatten 6600 Euro an Spenden gesammelt. Auch die Kirchengemeinde und die Gemeinde Herzberg gaben etwas dazu. Insgesamt wurden für das Projekt 31 600 Euro veranschlagt. Von dieser Summe soll auch das an die Trauerhalle angrenzende Mauerstück saniert werden. Im Juli, so hofft Baller, können die Handwerker dort weitermachen.

Dass die mittelalterliche Feldsteinmauer überhaupt saniert werden konnte, ist auch ehrenamtlichem Engagement zu verdanken. Helfer hatten die marode Mauer vor einigen Jahren gesichert und später ein neues Fundament gegossen. Große Feldsteine, die zuvor zum Fundament der Mauer gehörten, konnten teilweise jetzt verbaut werden.

Hochsieder riet zu dänischen Egernsunder Ziegeln

Restaurator Jochen Hochsieder begleitete das Projekt. Er legte unter anderem fest, dass die Handwerker beim Verfugen der Feldsteine einen speziellen, gelblichen Kalk verwenden müssen. Auch bei den roten Ziegelsteinen, die oben die Mauer abdecken, hatte der Fachmann besondere Wünsche. Hochsieder riet zu dänischen Egernsunder Ziegeln. Sie sind nicht nur traditionell, sondern im sogenannten Reichsformat hergestellt – 25 Zentimeter lang, 12,5 Zentimer breit und 6,5 Zentimeter hoch.

Offen ist, wann der Teil der Westmauer saniert werden kann, der bislang als der am besten erhaltene galt. Zwar ist der Mauerabschnitt nicht unmittelbar einsturzgefährdet. Nach der Sanierung des anderen Westmauer-Abschnitts fällt jedoch umso mehr auf, dass dort der Mörtel herausplatzt und die Abschlusssteine teilweise brüchig sind. Noch allerdings gibt es für diesen Abschnitt kein Geld.


Von Frauke Herweg

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