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Herzberg putzt sich

Fit für den Frühling Herzberg putzt sich

Seit Jahren helfen die Herzberger Gemeindemitglieder und der Heimatverein, das Dorf schön für den Frühling zu machen. Am Sonnabend waren zwei Dutzend Helfer unterwegs, um Kirche und Kreisverkehr, Friedhof und Gemeindezentrum zu entstauben und entlauben. Auch 100 Nordmanntännchen wurden gepflanzt – am sogenannten Blütenweg.

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Verstaubte Engel? Nicht bei Renate Köpp.

Quelle: Buddeke

Herzberg. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, sagt Renate Köpp und wischt behutsam den Staub vom Taufengel der Herzberger Kirche. „Ich bin seit mehr als 40 Jahren in der Kirchengemeinde – da fühle ich mich auch dafür verantwortlich, die Kirche zu säubern“, sagt sie. Gemeinsam mit gut zwei Dutzend Helfern ist sie beim Frühjahrsputz dabei, bei dem alljährlich nicht nur Kirche und das Friedhofsgelände, sondern auch der Kreisverkehr und das Gelände am Dorfgemeinschaftshaus frühlingsschön gemacht werden. Überall verteilt rechen fleißige Helfer Laub, füllen alte Grabstellen auf, hantieren mit Schrubbern oder Besen. „Den Dorfputz gab es auch schon zu Pfarrer Krauses Zeiten“, so Renate Köpp. Jetzt organisiert ihn der Heimatverein des Dorfes. Vereinschef Lars Magnus wuchtet gerade eine Kiste aus seinem Auto. „Ich muss den Männern erst mal paar Bierchen bringen“, sagt er. „Sonst verdursten mir die Leute.“ Zu denen gehört auch Pfarrer Ulrich Baller. „Die ganze Pfarrersfamilie hat mitgeholfen“ sagt er und lacht. „Durch die Kinder wurde der Altersdurchschnitt der Helfer enorm gesenkt.“ Denn das fällt auf – die meisten Beteiligten sind älter als 70. „Ein bisschen jüngerer Nachwuchs wäre gut“, bestätigen auch die Frauen in der Kirche.

Lars Magnus ist inzwischen zum sogenannten Blütenweg hinter dem Gemeindezentrum gefahren. Er möchte dort 100 kleine Nordmanntannen pflanzen – um das Festgelände zu erweitern, das der Verein für viele Gelegenheiten nutzt – was von der Dorfbevölkerung gut angenommen wird. Die Schösslinge habe er Weihnachten ersteigert. „Da hat man ja sonst nix Besseres zu tun“, sagt der Familienvater und feixt. „Wir haben schon mal versucht, hier Obstbäume zu pflanzen“, sagt er. Um irgendwann einmal ein Blütenfest zu feiern. „Aber der Acker ist schwierig“, sagt er. Damals hätten Rehe und Trockenheit den Plan vereitelt. Aber die Hoffnung gibt er nicht auf. „Irgendwann werden wir Werder Konkurrenz machen“, sagt er und setzt den nächsten Schössling ein.

Von Regine Buddeke

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