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Herzschlag-Finale vorm Neuruppiner Bollwerk

Tausende Besucher beim Mai- und Hafenfest Herzschlag-Finale vorm Neuruppiner Bollwerk

Höhepunkt des Mai- und Hafenfestes war am Wochenende das Drachenbootrennen auf dem Ruppiner See. 47 Teams paddelten bei nahezu idealen Bedingungen um die Wette – sie wurden frenetisch von ihren Fans am Bollwerk angefeuert. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Finale konnten sich die Kaatzsch-Haie den Wanderpokal der Stadtwerke sichern.

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Knapp ging es am Sonnabend bei vielen Rennen zu. Bei den Finals fiel die Entscheidung oft erst nach Auswerten der Zielfotos.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Einen besseren Einstand hätten sich die „Glücksbärchen“ aus Nietwerder kaum vorstellen können: Gleich bei ihrem ersten Start beim Neuruppiner Mai- und Hafenfest hat es das Drachenbootteam um Doreen Bree bis ins C-Finale bei den Mixed-Mannschaften geschafft. „Das macht Lust auf mehr“, sagt Bree. Das Team will sich jetzt regelmäßig zum Paddeln treffen. „Wir wollen doch im nächsten Jahr unter einer Minute bleiben.“

Die NCC-Funken versprühen Spaß auf dem Land und auf dem Wasser

Frank Birkholz, der Chef des Neuruppiner Kanuvereins, schmunzelt. Der Kanuverein organisiert mit den Drachenbootrennen seit Jahren den Höhepunkt des Mai- und Hafenfestes, die 150 Mitglieder freuen sich über jeden, der sich für ihren Wassersport begeistern kann. An diesem Wochenende paddeln 47 Teams um die Wette, vier Grundschulen, fünf Frauen- und fünf Openteams sowie 33 Mixedmannschaften. Zwar waren es zu Spitzenzeiten auch schon mal 70, doch der ganze große Andrang aufs Drachenbootfahren ist vorbei. Birkholz kann damit leben. „Das macht die Organisation leichter.“ Immerhin beginnen die Vorbereitungen für die Rennen auf dem Ruppiner See bereits Ende Januar. Neben Stammteams wie von den Stadtwerken aus Neuruppin und Prenzlau, den Ruppiner Kliniken (Roter Max) und aus Flecken Zechlin (Yellow Submarine) melden sich häufig auch neue Mannschaften, wie eben die „Glücksbärchen“ aus Nietwerder oder „Schneewittchen und die 20 Zwerge“. Die Elftklässler des Schinkelgymnasiums sind mit bunten Kappen auf dem Wasser unterwegs. Die „Bechliner Paddelklatscher“ und die „NCC Funken“ versprühen indes schon seit Längerem Spaß bei den tausenden Besuchern am Bollwerk.

600 Euro für die Aktion Rudern gegen Krebs gespendet

Richtig ehrgeizig zeigen sich am Sonnabend hingegen die Evi-Dragons. Das Grundschulteam hatte sich in den vergangenen Jahren meist den Montessori-Waterfreaks geschlagen geben müssen. Diesmal können sie den Spieß umdrehen, entsprechend groß ist der Jubel. Bei den Fun-Mannschaften, die um Wanderpokal der Stadtwerke kämpfen, ist das Finale diesmal besonders eng. Nur das Zielfoto kann zeigen, wer die Nase vorn hatte. Die Spannung nach dem Rennen steigt. „Wir mussten das Foto richtig groß ziehen“, sagt Frank Birkholz. Denn die ersten beiden Teams trennen gerade mal fünf Zehntel Sekunden. Jubeln dürfen die Kaatzsch-Haie. Im vergangenen Jahr gewannen sie das B-Finale. Nun waren sie auf der 234 Meter langen Strecke vier Sekunden schneller und dürfen für ein Jahr den Wanderpokal behalten. Strahlend ziehen ebenfalls die „Köpenicksen“ von dannen. „Eine Reise nach Neuruppin lohnt sich“, sagt Yvonne Sommerfeld lachend. Die „Köpenicksen“ sind das schnellste Frauenteam. Bevor am Samstagabend Marla Blumenblatt mit einer Mischung aus Schlager und Rockabilly für Stimmung im Festzelt sorgt, wird bekannt: 600 Euro sind durch eine Versteigerung eines Weltmeister-Paddels und eines T-Shirts zusammengekommen. Das Geld bekommt die Aktion „Rudern gegen Krebs“.

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Mehrere tausend Besucher kamen am Wochenende zur 26. Auflage des Mai- und Hafenfestes an das Neuruppiner Bollwerk. Höhepunkt waren die Drachenbootrennen. 47 Teams á 20 Personen paddelten um die Wette. Den Stadtwerkepokal auf der 234 Meter langen Strecke konnten sich nach einem Herzschlagfinale die Kaatzsch-Haie sichern.

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Die Sieger 2016

Bei den Grundschulen gewannen die Evi-Dragons in 1:02.49 Minute vor
den Montessori-Waterfreaks (1:05.55), der Karli-Crew (1:15.57)
und Need Speed Gentz (1:15.70).

Bei den Frauen waren die Köpenicksen aus Berlin am schnellsten (58.03), die Ladykracher by Eurovia (1:01.59) und Montessori-Women (1:02.66) folgten auf den Plätzen.

Das A-Finale entschieden die Wannsea-Dragons für sich (49.73), vor den Ruppin Standard (50.59) und den Steel Dragons (51.26).

Beim Stadtwerke-Cup ging es diesmal ganz eng zu. Es siegten die Kaatzsch-Haie (56.36), vor den Quereinsteigern (56.94) und den Uckerseelöwen (57.48). Auf den Plätzen folgten Yellow Submarine (57.58), die Red Dragons (57.68), die Bechliner Paddelklatscher (57.84), RFT Kabeldrachen (57.86), Mercedes-Starfigther (58.05).

Den Sport-Mixed-Wettbewerb auf der 234 Meter langen Strecke vor dem Neuruppiner Bollwerk entschied die Berliner Dragonboat Company (BDC) in 51.49 für sich. Die Teams von Ruppin Standard by Eurovia (52.35) und Pneumant Dragon (52.96) landeten ebenfalls auf dem Treppchen.

Von Andreas Vogel

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