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Hexensabbat im Klangrausch

Rheinsberg Hexensabbat im Klangrausch

87 junge Musiker bewiesen ihr Können beim Konzert im Rheinsberger Schlosstheater. Mit Fussgetrappel und tosendem Applaus bedankten sich die Zuhörer für das beeindruckende Konzert der Jungen Philharmonie Brandenburg.

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Die Sopranistin Anastasia Shcheglowa wird bei ihrer Koloraturarie von den Musikern der Jungen Philharmonie begleitet.

Quelle: Cornelia Felsch

Rheinsberg. Dicht gedrängt sitzen die jungen Musiker auf der Bühne. Ein gewaltiger Klang entfaltet sich gleich zu Beginn des Konzerts mit der Jungen Philharmonie Brandenburg, die am Freitagabend im Rheinsberger Schlosstheater gastierte. 87 Nachwuchsmusiker spielten russische Meisterwerke und 180 Musikliebhaber konnten erleben, zu welch großen Leistungen junge Instrumentalisten im Alter von 13 bis 25 Jahren fähig sind.

In feurigen Orchesterfarben

Ohne große Vorwarnung beginnt das diabolische Treiben, wie im Rausch zieht die Vision eines Hexensabbats vorüber. Anhaltendes Tosen und Summen der Violinen, Holzbläser greifen volkstümliche Tanzthemen auf. Modest Mussorgsky, der 1839 im russischen Kaiserreich geboren wurde und 1881 in Sankt Petersburg starb, lies in seiner Tondichtung „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“ die Geister der Finsternis mit Satan aufeinander treffen. In feurigen Orchesterfarben beschreibt er den grauenerregenden Tanz der Hexen in der Johannisnacht auf dem Berg Triglav. Und so plötzlich, wie alles begann, so unvermittelt endet das teuflische Rasen. Beim ersten Morgenlicht hört der Spuk auf, Glockengeläut bringt die Erlösung und eine sanfte Melodie erklingt. Das feurige Spektakel in Musik umzusetzen bereitet den jungen Musikern sichtlich Freude.

Es folgt ein weiteres Tongemälde, diesmal mit der Stimme der Sopranistin Anastasia Shcheglowa. Das Konzert für Koloratursopran und Orchester stammt von Reinhold Gliere und zeigt, wie unglaublich virtuos die menschliche Stimme sein kann und das bei einer Arie, die nur auf einem Vokal gesungen wird.

Ex-Musikschüler unter den Virtuosen

Voller Energie und mit viel Elan musizierte das junge Orchester dann auch nach der Pause. Tschaikowskys 5. Symphonie in e-moll, stand auf dem Programm. Voller Energie und mit viel Elan musizierte das junge Orchester unter der versierten Leitung von Aurélien Bello. Gleich zu Beginn stellt Tschaikowsky das Schicksalsthema vor, intoniert von den Klarinetten, zum Klang der tiefen Streicher. Innigkeit und Romantik im ersten und zweiten Satz, Eleganz und Spielfreude, in den folgenden Sätzen machten die Aufführung zu einem echten Erlebnis. Minutenlange Beifallsstürme, Fußgetrappel und tosender Applaus für die Musiker erfüllten das Schlosstheater. Unter den jungen Talenten eines der besten Nachwuchsorchester Deutschlands waren auch zwei junge Instrumentalisten, die ihr Handwerk in der Musikschule Ostprignitz-Ruppin gelernt haben. Die 19-jährige Lea Reib (Oboe) und ihr 15-jähriger Bruder Ian Reib am Horn.

Von Cornelia Felsch

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