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Hilfe für Rettungshunde

Bundestagsabgeordnete spendet in Wittstock Hilfe für Rettungshunde

„Dieses Engagement müsste eigentlich viel mehr gefördert werden“, sagte Kirsten Tackmann am Mittwoch auf dem Trainingsplatz der Rettungshundestaffel Brandenburg mit Sitz in Wittstock. Die Bundestagsabgeordnete lehnt die Diätenerhöhung ab. Dennoch nimmt sie das Geld an, um es an engagierte Menschen weiterzugeben.

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Kirsten Tackmann (r.) am Mittwoch bei der Rettungshundestaffel.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Über 500 Euro konnte sich am Mittwoch die Rettungshundestaffel Brandenburg mit Sitz in Wittstock freuen. Die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann (Die Linke) übergab diese Summe an Christel Rosenblatt, der Ersten Vorsitzenden des Vereins. Auf einen symbolischen Scheck wurde allerdings aus einem ganz pragmatischen Grund verzichtet: „Sie sind mir ausgegangen, ich habe momentan einfach keine mehr“, so die Politikerin. Der Freude auf Seiten des Vereins tat das keinen Abbruch. Das Geld komme gerade recht. Denn der Rasentraktor sei kaputt gegangen. „Ein größerer gebrauchter Traktor wäre gut“, sagt Christel Rosenblatt. Schließlich muss auf dem weitläufigen Gelände viel gemäht werden.

Der Betrag ist ein Teil der Diätenerhöhungen für die Abgeordneten. Kirsten Tackmann unterstützt mit diesem Geld schon seit Jahren regelmäßig die Rettungshundestaffel sowie auch andere soziale Projekte und Einrichtungen. Die Höhe der Summe schwankt, aber die Staffel kann sich darauf verlassen, dass sie jedes Jahr Geld von Kirsten Tackmann bekommt. „Dieses Engagement müsste ohnehin viel mehr gefördert werden“, findet die Politikerin und ergänzt: „Man muss auch mal finanziell helfen und nicht nur sagen, dass vor Ort eine tolle Arbeit geleistet wird.“

Rettungshundechefin Christel Rosenblatt und Kirsten Tackmann (vl)

Rettungshundechefin Christel Rosenblatt und Kirsten Tackmann (v.l.).

Quelle: Björn Wagener

Kirsten Tackmann ist von Hause aus nicht nur Tierärztin, sondern sie gehört auch selbst der Rettungshundestaffel an, wenn auch inzwischen aus Zeitgründen „nur“ noch als Fördermitglied. Die Staffel wurde am 22. Februar 1998 gegründet und hat aktuell acht Mitglieder. „Das mag nicht viel klingen, aber wir können gut in Einsätze gehen“, sagt Christel Rosenblatt. Denn es gebe vier geprüfte Hunde. „Das haben manch andere Vereine mit 50 Mitgliedern nicht. Die Qualität der ausgebildeten Hunde ist uns wichtiger als die Mitgliederzahl.“ Im vergangenen Jahr sei die Staffel zu 14 Einsätzen gerufen worden. Das liege auch daran, dass sie mit der Rettungshundestaffel des DLRG Kreisverbandes Barnim zusammenarbeite. Investitionen in Ausstattungsgegenstände – wie etwa GPS-Geräte, über die die Staffel in Wittstock inzwischen verfügt, trage zwar der Verein, aber Benzinkosten bei Einsatzfahrten müssten die Mitglieder privat übernehmen.

Die 68-jährige Vereinschefin geht selbst nicht mehr in Einsätze, sondern konzentriert sich auf die Ausbildung der Hunde. Wer sich einen Einblick darüber verschaffen möchte, was Rettungshunde zu leisten vermögen, sollte die Präsentationen der Staffel auf der Gewerbeschau am 6. September in Wittstock nicht verpassen – um 11.15 Uhr und um 15 Uhr.

Von Björn Wagener

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