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Hilferuf der Feuerwehrleute brachte nichts

Sieversdorf Hilferuf der Feuerwehrleute brachte nichts

In Sieversdorf gibt die siebenköpfige Feuerwehreinheit weiterhin die Hoffnung nicht auf, dass der Ort auch zukünftig noch eigene Brandschützer hat. Die Gruppe ist von einer einst starken Wehr übrig geblieben und seit zwei Jahren nun schon Neustadt unterstellt. Damals setzten sie noch einen Hilferuf ab und hofften auf neues Personal.

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Historische Feuerwehrausrüstung im Sieversdorfer Gerätehaus erinnert an alte Tage.

Quelle: Matthias Anke

Sieversdorf. Fast genau zwei Jahre ist es nun her, dass die Sieversdorfer Feuerwehrleute einen Hilferuf absetzten: Sie nutzten den damals 111. Geburtstag ihrer Wehr für große Werbung in eigener Sache. Jedes neue Mitglied zähle, hieß es, um die Staffel als solche fortbestehen zu lassen. Eine Staffel ist diese Wehr seit dieser Feier schließlich nur noch, da sie damals offiziell in die Neustädter Wehr eingegliedert wurde. Doch bis heute hat sich die personelle Situation nicht verbessert.

„Wir sind sieben Leute, bei jedem steht mittlerweile eine Fünf vor dem Alter, dazu kommen drei Mitglieder in der Ehrenabteilung“, sagt Dirck Schymiczek. Er ist der Kontaktmann für Neustadts Wehrführer Heino Arndt. Dieser ist froh, die Sieversdorfer in die eigenen Reihen eingegliedert zu haben und dass damit für Sieversdorf eine einsatzfähige kleine Mannschaft weiterhin existiert.

Wasserentnahmestellen zu warten ist allein schon eine große Aufgabe

Eigenständig durften sie zwar mangels Gruppenführer längst nicht mehr agieren. Im Notfall müssen sie heute am Einsatzort auf die Neustädter Kameraden warten. Doch wichtige Handgriffe können sie bereits erledigen, die Wasserversorgung etwa vorbereiten und die eintreffenden weiteren Einsatzfahrzeuge einweisen. Und auch ihre Ortskenntnisse sind von Vorteil, geht es etwa um Sieversdorf oder Hohenofen selbst. „Der Erhalt wenigstens dieser Staffel ist als Erfolg zu bewerten“, sagt Heino Arndt daher: „Und den Ausbildungsdiensten kommen die Kameraden auch nach.“

Eine ihrer Aufgaben ist die regelmäßige Wartung von 20 Unterflurhydranten in Sieversdorf und Hohenofen. „In Zernitz beispielsweise gibt es dafür 25 Leute, die sich das einteilen können“, sagt Dirck Schymiczek. Die Sieversdorfer sehen sich dabei als funktionierende Truppe. Man halte auch in der Freizeit zusammen und ein bisschen Feuerwehrleben also noch aufrecht. Grillabende gibt es. Kürzlich ging es auf Dampferfahrt.

„Ein bisschen Unmut gibt es trotzdem“, sagt Thomas Nowack mit Blick auf die Gemeinde und Bürgermeister Hermann Haacke, der einst selbst langjähriger Wehrchef war, nun aber nicht mal mehr bei der Alters- und Ehrenabteilung dabei ist. Laut Nowack werde der Einsatz der letzten verbliebenen Feuerwehrleute seitens der Gemeinde bislang nicht gewürdigt. „Wir würden gerne etwas mehr wahrgenommen werden. Uns gibt es noch, und es ist eben nicht so, dass seit der Eingliederung nach Neustadt in Sieversdorf seitens der Feuerwehr alles vorbei ist“, sagt Nowack.

Von Matthias Anke

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