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Himmlische Töne

Neuruppin Himmlische Töne

Der Liedermacher Jonathan Böttcher gab in der Treskower Kirche ein Konzert zum Reformationsjubiläum und eröffnete gemeinsam mit Enno Strankmeyer die Konzertreihe Himmelston und Erdenklang.

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Versunken in sein Gitarrenspiel: Jonathan Böttcher.

Quelle: Cornelia Felsch

Neuruppin. In zahlreichen Veranstaltungen wird Luther in diesem Jahr aus Anlass des Reformationsjubiläums gewürdigt. Auch in der kleinen Treskower Kirche in Neuruppin wurde der große Reformator am Freitag mit einem Konzert bedacht. Der Liedermacher und Songpoet Jonathan Böttcher und sein Begleiter Enno Strankmeyer eröffneten mit ihrem Programm „Luthers Themen – unsere Lieder“ die musikalische Saison des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin.

In der Musik versunken, mit geschlossenen Augen, singt Jonathan Böttcher seine Lieder und begleitet sich selbst auf der klassischen Gitarre. Es sind überwiegend eigene Kompositionen, aber auch Choräle wie „Nun danket alle Gott“ und Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“, die am Freitagabend in der Dorfkirche zu hören sind.

Start für Himmelston & Erdenklang

Der Sänger, Texter und Musiker Jonathan Böttcher, Jahrgang 1958, begann seine musikalische Laufbahn im norddeutschen Elternhaus und fand während seiner Konfirmandenzeit zum Gitarrespielen. Das spiegelt sich auch in seinen Texten und den Themen seiner CDs wieder. Lieder zur Bergpredigt, das Songalbum „Himmelwärts“ oder „Deine Liebe lebt“ zeugen von seinem Glauben.

Mit seinem aktuellen Konzertprogramm, das er in der Treskower Kirche vorstellte, eröffnete Böttcher gleichzeitig die diesjährige Musikreihe der Initiative „Himmelston und Erdenklang“, die dazu beitragen soll, dass auch die kleinen Kirchen der Region durch die kirchenmusikalische Arbeit wieder Beachtung finden. Finanziert wird die Initiative aus Mitteln des Kirchenkreises sowie durch Sponsoren. „Mit unseren Veranstaltungen wollen wir nicht nur die klassischen Kirchgänger ansprechen“, sagt Nicole Wanke (30). Die Kultur- und Medienmanagerin, die aus Schönebeck in der Prignitz stammt, kümmert sich beim Kirchenkreis Wittstock-Ruppin um die Initiative.

Leben in kleinen Kirchen

Das Treskower Konzert war für sie der Einstieg in ihr neues Aufgabengebiet, für das sie sich vorgenommen hat, möglichst viele Menschen in die Kirchen zu locken. „Deshalb haben wir das Programm sehr abwechslungsreich gestaltet. Es wird auch viel weltliche Musik zu hören sein, wie Jazz und Irish Folk zu hören sein.“ Am 12. Mai tritt in der Kirche von Christdorf das Blechbläserquintett 2001 der Kreismusikschule Neuruppin in Aktion . Zu hören sind dort auch Kompositionen von Paul McCartney und John Lennon. Bis zum Jahr 2019 wird sich Nicole Wanke für die Musik in den Kirchen engagieren. „Ich hoffe aber, dass auch darüber hinaus noch schöne Konzerte die kleinen Kirchen mit Leben erfüllen werden. Das wäre mir sehr wichtig.“

50 Zuhörer erlebten am Freitag mit dem Auftaktkonzert die Lebensstationen des großen Reformators und seinen Glauben in Worten und Musik. Geboren wurde er am 10. November 1483 in Eisleben. „Und da Luthers Taufe auf den Namenstag des Heiligen St. Martin fiel, bekam er den Namen Martin“, sagt Enno Strankmeyer.

In Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“, das als Hymne der Reformation gilt, stimmen dann auch die Konzertbesucher ein. Mit diesem Lied, das in keinem evangelischen Gesangbuch fehlt, haben sich auch später nahezu alle Komponisten von Rang und Namen auseinandergesetzt.

Kuschlig warm endet der erste Himmelston- und Erdenklang-Abend an der Feuerschale vor der kleinen Treskower Kirche.

Von Cornelia Felsch

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